„Popcorn Time“: Macher stellen legale Alternative „Butter“ vor

24. Oktober 2015 Kategorie: Internet, Software & Co, geschrieben von:

popcorn-time-logo„Popcorn Time“ ist eine umstrittene Anwendung. Deutsche Nutzer sollten von der Nutzung Abstand nehmen, denn Abmahnungen sind gerne die Folge. So ermöglicht das Programm Torrents zu beziehen und schon während des Herunterladens die jeweiligen Film- und Serien-Inhalte zu konsumieren. Das Procedere geschieht in einer professionellen Oberfläche, die an typische Mediatheken erinnert. Allerdings verteilen Nutzer den Content zugleich selbst via P2P weiter und sind damit im Falle des Falles selbst illegale Bereitsteller urheberrechtlich geschützter Inhalte. Um „Popcorn Time“ deswegen für skeptische Entwickler und Community-Mitglieder interessanter zu machen, stellen die Macher mit „Butter“ eine entschärfte Variante vor.

„Butter“ hat laut den Machern „die Teile entfernt, welche den Leuten Sorgen bereitet haben“. Im Wesentlichen sind damit genau die Funktionen gemeint, welche BitTorrent-Dateien zu urheberrechtlich geschützten Inhalten über die durchgestylte Oberfläche verlinkten. Der Code bzw. die Dateien zu „Butter“ sind bei GitHub hier zu finden. Die Kernidee von „Popcorn Time“ behält man bei: Es geht darum den Download und die Wiedergabe von BitTorrent-Dateien benutzerfreundlicher zu gestalten. „Butter“ soll nun neue Forks ermöglichen.

 

butter github

Im Grunde stellt „Butter“ einen neuen Versuch dar, das BitTorrent-Protokoll aus dem Zwielicht zu ziehen. Eine App zu „Butter“ soll auch erlauben Video-Streams von Vodo.net sowie Inhalte aus dem Internet Archive zu öffnen. Während man nun allerdings zwar auf die direkten Links zu geschützten Inhalten verzichtet, mit denen User sich in Abmahngefahr begeben, bleiben freilich die Bedenken an sich. So ist es über „Butter“ leicht möglich, Imitate von „Popcorn Time „hochzuziehen.

Ziel von „Butter“ ist es sicherlich in erster Linie, dass sich wieder mehr Entwickler an der Weiterentwicklung beteiligen – und vielleicht auch auf die Dauer das Interesse von Geldgebern zu wecken. Währenddessen gibt es „Popcorn Time“ als Ergänzung weiterhin. Zuletzt hatte der Dienst aber mit Hackerangriffen zu kämpfen.

(via TheNextWeb)

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