Paranoid Android: Totgesagte leben länger – und manchmal schlafen sie nur

9. Juni 2016 Kategorie: Android, geschrieben von: Oliver Pifferi

paranoid androidEs ist noch gar nicht einmal so lange her, als die Entwickler von Paranoid Android sich dazu entschlossen, das Projekt einzustampfen: Acht Monate sind nunmehr vergangen, seit ein Großteil der Entwickler zu OnePlus abwanderte und das Projekt quasi einschlief. Eigentlich schade, war zu früheren Zeiten doch Paranoid Android immer das zweite Custom-ROM neben Cyanogenmod, auf das viele User zu Recht zurückgriffen. Nun gibt es Neuigkeiten aus dem Paranoid-Lager, denn wie in vielen Bereichen des Lebens tut ein Neustart oft ganz gut, weshalb das Projekt nun wieder in den aktiven Status inklusive Android 6.0-ROMs wechselt, wie die Entwickler auf Google+ mitteilten.

ParanoidAndroid5

Das Ganze wird als „Paranoid Android 2016-Launch“ betitelt und startet in vielen Aspekten neu durch: Android 6.0 Marshmallow, neue Entwickler, neue Features und ein neues Drumherum – und der eigene Anspruch, dass alles an Veröffentlichungen bis ins letzte Detail „poliert“ sei. An die Quick Settings beziehungsweise deren Möglichkeit zur Anordnung hat man ebenso Hand angelegt, auch der „immersive Mode“ und die Unterstützung für schwebende Fenster oder eben die CM Theme Engine standen bei der Weiterentwicklung im Fokus. Generell möchte man aber nicht nur die Software im Griff haben, sondern auch Sorge dafür tragen, dass das alles schlüssig und vernünftig aussieht.

Weil ein aktives Projekt auch (wieder) Mitglieder und Entwickler braucht, sind hier viele neue Team-Mitglieder an vielen Fronten hinzugekommen, damit auch die Bereiche Ästhetik, User Experience und speziell das Testen der fertigen Builds nicht zu kurz kommen. Augenscheinlich scheint man so besser aufgestellt als in der jüngeren Vergangenheit, aber die Qualitätskontrolle macht halt auch nicht vor Custom ROMs Halt – und das ist auch gut so.

Paranoid_Android _2016_Launch

Der Neustart bringt den Support für die gewohnten Nexus-Modelle (6P, 5X, 6, 5, 4, 7 2013 und 9) und die OnePlus-Familie (One, 2, X) mit, auch ein paar Sony-Geräte sind in Gestalt des Xperia Z2 samt Tablet (WiFi)  und Z3 (compact) ebenfalls mit an Bord, auch das Xperia Tablet Z3 Compact wird unterstützt. Mit dem schlanken und übersichtlichen Line-Up möchte man wie gewohnt und ohne Kompromisse die beste Paranoid Android-Erfahrung an die Nutzer weitergeben – alles andere wird die Zeit zeigen.

Übrigens empfiehlt das Paranoid-Team das BaNkS-GApps-Paket anstelle der bekannten Open GApps-Varianten, da man über letztere angeblich die ein oder andere Beschwerde gehört hat. Nutzer des Nexus 6P sollen vor dem Flashen sicherstellen, dass das Gerät in Sachen Vendor-Partition mit Android 6.0.1 up-to-date ist, für das 5X wird es komplett vorgefertigte Images geben. In diesem Sinne hoffen wir einmal auf einen guten Neustart des Paranoid-Projektes und freuen uns, dass ein wirklich gutes Custom-ROM wieder unter den Lebenden weilt – wer sich seinen Build direkt schnappen möchte, kann es hier tun!


 

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Über den Autor: Oliver Pifferi

Digital Native, der trotzdem gerne das Mittelalter erlebt hätte und chronischer Device-Switcher. Multimediafreak. England-Fan. Freier Autor & Tech Blogger. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hoffnungsvoller Idealist. Gladbacher Borusse und hauptberuflicher IT-Consultant. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und XING. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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