Nuki Box: Smarte Zutrittslösung für Mehrfamilienhäuser vorgestellt

11. September 2017 Kategorie: Android, iOS, Smart Home, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Der regelmäßige Blog-Leser weiß es, ich bin großer Fan von Nuki. Seit mehr als einem Jahr sperre ich die Haustür nicht mehr manuell auf, sondern lasse dies per App oder auf Zuruf durch Alexa erledigen. An sich eine tolle Sache, wenn man die passende Umgebung dafür hat. Das ist in Mehrfamilienhäusern nicht immer gegeben, aber hier hat Nuki nun eine neue Lösung parat: Nuki Box, eine smarte Zutrittslösung für Mehrfamilienhäuser.

Nuki Box wird von außen unsichtbar hinter das Panel der Gegensprechanlage angebracht und agiert von dort aus dann als schlüssellloser Türöffner. Bewohner oder Service-Mitarbeiter können dann per App oder Nuki Fob Zutritt erhalten. Keine verlorenen Schlüssel und eine bequeme Zutrittsverwaltung via Weboberfläche sind die Vorteile, die Hausverwaltungen erwarten.

Das Ganze ist leider nicht ganz so unkompliziert wie bei der Eigenheimlösung und es fallen auch laufende Kosten an, auch wenn diese in einem vertretbaren Rahmen liegen. Dazu aus der Pressemitteilung:

Passend zur Hardware bietet Nuki ein umfangreiches Webinterface, über das die Verwaltung und Vergabe von Rechten für Bewohner und Servicedienstleister problemlos möglich ist. Zutrittsberechtigungen können einfach per Mausklick an bereits auf der Nuki Plattform registrierte Zustelldienste, Handwerker oder Pflegedienste vergeben werden. Danach wird zuverlässig protokolliert, wann welcher Dienstleister das Haus betreten hat. Geht ein Smartphone oder Fob verloren, kann die entsprechende Zutrittsberechtigung entzogen werden, ohne dass die Schlösser ausgetauscht werden müssen. Somit entfallen auch kostenintensive Schlüsselfahrten der unterschiedlichen Servicedienstleiter und die Installation der Nuki Box rechnet sich in vielen Fällen bereits ab Entfall einer einzigen Schlüsselfahrt.

Die Bewohner erhalten vom Hauseigentümer oder der Hausverwaltung eine entsprechende Information über die Installation der Nuki Box in ihrer Immobilie. Per Postwurf erhält jeder Bewohner einmalig einen Aktivierungscode mit dem er die Nuki Box für einen Monat kostenfrei testen kann. Danach können Berechtigungen für 39 Euro für 2 Jahre gekauft werden. Bewohner steuern die Box, wie auch das Nuki Smart Lock, über die Nuki Apps, Nuki Web oder einen Nuki Fob. Nutzer, die zusätzlich in ihrer Wohnung ein Nuki Smart Lock installiert haben, gelangen dann vollkommen schlüssellos von der Straße bis in den Wohnraum. Die neue Nuki Box unterstützt das bereits vom Smart Lock bekannte und beliebte Auto-Unlock Feature und ist zudem mit Amazon Alexa, IFTTT und weiteren Smart Home-Lösungen kompatibel.

Die neue Nuki Box kostet einmalig 310 Euro und enthält die Kosten für die Installation und zehnjährige Datenübertragung sowie fünf permanente Zutrittsberechtigungen. Für die Bewohner, die zur Nutzung lediglich die Nuki App installieren, fällt eine Pauschale von 39 Euro für zwei Jahre an. Für Servicedienstleister ist lediglich die Installation der Nuki Partner App erforderlich – weitere Kosten fallen nicht an.

Nach meiner Erfahrung mit Nuki würde ich mir in einem Mietshaus auf jeden Fall eine solche Lösung wünschen, an der Wohnungstür eben gepaart mit einem Nuki Smart Lock. Fraglich ist, wie leicht sich ein Vermieter von so einem Eingriff überzeugen lässt. Wobei gerade die Nummer mit den verlorenen Schlüsseln ein sehr starkes Argument ist. So kann Nuki Box nicht nur für einen bequemeren, sondern langfristig auch günstigeren Zugang zum Haus sorgen.

Würdet Ihr als Mieter 39 Euro für 2 Jahre Nuki-Nutzung an Eurer Haustür bezahlen, wenn es Euer Vermieter anbieten würde und Ihr dafür auf das lästige Sperren mit einem Schlüssel verzichten könntet? Weitere Details zu Nuki Box gibt es direkt bei Nuki.


Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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