Nuki Box: Smarte Zutrittslösung für Mehrfamilienhäuser vorgestellt

Der regelmäßige Blog-Leser weiß es, ich bin großer Fan von Nuki. Seit mehr als einem Jahr sperre ich die Haustür nicht mehr manuell auf, sondern lasse dies per App oder auf Zuruf durch Alexa erledigen. An sich eine tolle Sache, wenn man die passende Umgebung dafür hat. Das ist in Mehrfamilienhäusern nicht immer gegeben, aber hier hat Nuki nun eine neue Lösung parat: Nuki Box, eine smarte Zutrittslösung für Mehrfamilienhäuser.

Nuki Box wird von außen unsichtbar hinter das Panel der Gegensprechanlage angebracht und agiert von dort aus dann als schlüssellloser Türöffner. Bewohner oder Service-Mitarbeiter können dann per App oder Nuki Fob Zutritt erhalten. Keine verlorenen Schlüssel und eine bequeme Zutrittsverwaltung via Weboberfläche sind die Vorteile, die Hausverwaltungen erwarten.

Das Ganze ist leider nicht ganz so unkompliziert wie bei der Eigenheimlösung und es fallen auch laufende Kosten an, auch wenn diese in einem vertretbaren Rahmen liegen. Dazu aus der Pressemitteilung:

Passend zur Hardware bietet Nuki ein umfangreiches Webinterface, über das die Verwaltung und Vergabe von Rechten für Bewohner und Servicedienstleister problemlos möglich ist. Zutrittsberechtigungen können einfach per Mausklick an bereits auf der Nuki Plattform registrierte Zustelldienste, Handwerker oder Pflegedienste vergeben werden. Danach wird zuverlässig protokolliert, wann welcher Dienstleister das Haus betreten hat. Geht ein Smartphone oder Fob verloren, kann die entsprechende Zutrittsberechtigung entzogen werden, ohne dass die Schlösser ausgetauscht werden müssen. Somit entfallen auch kostenintensive Schlüsselfahrten der unterschiedlichen Servicedienstleiter und die Installation der Nuki Box rechnet sich in vielen Fällen bereits ab Entfall einer einzigen Schlüsselfahrt.

Die Bewohner erhalten vom Hauseigentümer oder der Hausverwaltung eine entsprechende Information über die Installation der Nuki Box in ihrer Immobilie. Per Postwurf erhält jeder Bewohner einmalig einen Aktivierungscode mit dem er die Nuki Box für einen Monat kostenfrei testen kann. Danach können Berechtigungen für 39 Euro für 2 Jahre gekauft werden. Bewohner steuern die Box, wie auch das Nuki Smart Lock, über die Nuki Apps, Nuki Web oder einen Nuki Fob. Nutzer, die zusätzlich in ihrer Wohnung ein Nuki Smart Lock installiert haben, gelangen dann vollkommen schlüssellos von der Straße bis in den Wohnraum. Die neue Nuki Box unterstützt das bereits vom Smart Lock bekannte und beliebte Auto-Unlock Feature und ist zudem mit Amazon Alexa, IFTTT und weiteren Smart Home-Lösungen kompatibel.

Die neue Nuki Box kostet einmalig 310 Euro und enthält die Kosten für die Installation und zehnjährige Datenübertragung sowie fünf permanente Zutrittsberechtigungen. Für die Bewohner, die zur Nutzung lediglich die Nuki App installieren, fällt eine Pauschale von 39 Euro für zwei Jahre an. Für Servicedienstleister ist lediglich die Installation der Nuki Partner App erforderlich – weitere Kosten fallen nicht an.

Nach meiner Erfahrung mit Nuki würde ich mir in einem Mietshaus auf jeden Fall eine solche Lösung wünschen, an der Wohnungstür eben gepaart mit einem Nuki Smart Lock. Fraglich ist, wie leicht sich ein Vermieter von so einem Eingriff überzeugen lässt. Wobei gerade die Nummer mit den verlorenen Schlüsseln ein sehr starkes Argument ist. So kann Nuki Box nicht nur für einen bequemeren, sondern langfristig auch günstigeren Zugang zum Haus sorgen.

Würdet Ihr als Mieter 39 Euro für 2 Jahre Nuki-Nutzung an Eurer Haustür bezahlen, wenn es Euer Vermieter anbieten würde und Ihr dafür auf das lästige Sperren mit einem Schlüssel verzichten könntet? Weitere Details zu Nuki Box gibt es direkt bei Nuki.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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17 Kommentare

  1. Die Moneten für so einen Kram würde ich echt ganz einfach versaufen. Da habe ich mehr davon.

  2. Wenn es technisch wie Nello umgesetzt ist kann man es eigenständig und unabhängig von der „Meinung“ des Vermieters installieren. Preislich ist es nur ganz schön happig wenn man bedenkt dass man Nello für einmalig 119€ bekommt.

  3. Den Schlüssel muss man ja trotzdem dabei haben, wenn das Smartie mal gerade keinen Saft mehr hat, wenn man nach Hause kommt. Letztendlich ist es eine nutzlose Spielerei.

  4. Für das Geld bekomme ich von Burg Wächter ein Elektronisches Schloss.
    Das kann ich per rfid, Finger oder Nummern code öffnen.
    Das kostet einmalig und lässt sich per PC programmieren.
    Warum soll man sich solch ein Abo Modell aufhalsen?

  5. @George99
    Der Vorteil, abhängig vom System, ist dass man Paketboten Zutritt zum Haus gewähren kann damit sie diese vor der Wohnungstür abstellen können. Ebenso ist es wenn man mal anderen Dritten den Zugang gewähren möchte.
    Das wären zumindest für mich die stärksten Beweggründe für eine solche Lösung.

  6. @fakeram
    Ich habe enorme Zweifel daran, dass man vom Versaufen mehr hat als von einem smarten Schloss.

    @George99
    Ja irgendeine Form von Schlüssel wird man immer dabei haben müssen. Aber mal Butter bei die Fische: Wie oft ist dein Smartphone komplett leer, wenn du vor deiner Haustür stehst? Und zur Not kannst du dir ja nen Nuki RFID-Chip dabei bestellen, der deine Tür öffnet.

  7. „Passend zur Hardware bietet Nuki ein umfangreiches Webinterface, über das die Verwaltung und Vergabe von Rechten für Bewohner und Servicedienstleister problemlos möglich ist. Zutrittsberechtigungen können einfach per Mausklick an bereits auf der Nuki Plattform registrierte Zustelldienste, Handwerker oder Pflegedienste vergeben werden.“

    Die Zukunft wird echt rosig für Hacker ^^

    „Würdet Ihr als Mieter 39 Euro für 2 Jahre Nuki-Nutzung an Eurer Haustür bezahlen, wenn es Euer Vermieter anbieten würde und Ihr dafür auf das lästige Sperren mit einem Schlüssel verzichten könntet?“

    Phaha never! Und was ist an einem Schlüssel denn lästig? … naja irgendwann in 20 Jahren oder so wird dann sich-mit-den-eigenen-Gließdmaßen-fortzubewegen aka „laufen“ wahrscheinlich auch lästig sein. Muss irgendwie grad an Wall-E denken… 😉

  8. Ich habe bei:
    „und es fallen auch laufende Kosten an“
    aufgehört zu lesen.
    Welcher erwachsene und halbwegs klar denkende Mensch, halst sich tatsächlich diesen Pseudo „Hipster-Dreck“, der zudem eine potentielle, hackbare Schwachstelle ist, auf?
    Unfassbar…Kopf –> Tischplatte.

  9. Nur mit Cloud? Ohne mich! Internet gestört, Anbieter pleite = Tür bleibt verschlossen? Sorry, aber ich begebe mich nicht in eine Abhängigkeit die mir nur Nachteile bringt. Habe mir Keymatic vor kurzem bestellt. Danalock wäre es geworden, hätte ich den Schließzylinder beibehalten können.

  10. Extra bezahlen damit der Vermieter protokollieren kann wann ich das Haus betrete und wann verlasse, klingt jetzt nicht so attraktiv. Fallen die 39€ für zwei Jahre pro Mieteinheit an oder pro Bewohner?

  11. Ich habe es wohl immer noch nicht verstanden. Was spricht gegen einen Schlüssel und ein Schloss? Muss das „smart“ sein?

  12. @Voo
    Wenn du Joggen gehst oder Kinder hast die ihre Schlüssel verbummeln weist du warum ohne Schlüssel auch schön sein kann.
    Für ein Ferienhaus ist ohne Schlüssel auch toll.

    Es gibt sicher mehr Beispiele wo ich gern auf alternativen ausweisen möchte.

    Die Cloud ist aber keine Alternative.
    Warum praktisch alle Hersteller auf diesen Zug aufspringen ist zwar nachvollziehbar.
    Weil noch besser kann ich kein Geld generieren.
    Der Kunde ist auf Gedeih und Verderb auf den Hersteller angewiesen.

    Vom Sicherheitsaspekt ist es aber eine 6.

    Ich frag mich wie das eine Versicherung sieht. Ich würde diesen Mist nicht versichern wollen.

  13. Ein gutes elektronisches Zugangssystem mit Zugangskontrolle über RFID-Chips kostet auch ne Menge. Der Preis würde mich bei einem solchen System nicht unbedingt abschrecken.
    Aber ich würde mich nicht an eine App binden wollen. Weiß ich, ob die in zwei Betriebssystemgenerationen noch unterstützt wird (siehe 32Bit-Apps)?

  14. General Failure says:

    Wow, Caschys „Techblog“ nähert sich hier mal wieder gefährlich dem „Trollblog“.
    Neue Ideen Scheiße, Cloud Scheiße, Großpapa hatte einen Schlüssel, warum sollten wir was anderes brauchen?

    Ich hab Nuki damals gefundet (crowdfunding, auch so neue Hipster-Cloudscheiße, am besten verbieten den Mist) und war 1,5 Jahre sehr zufrieden. Das böse Cloud ist hier gar nicht drin, die Versicherung hatte nichts dagegen (fragen hilft) und überwachen konnte ich mich damit ganz toll selber.

    Mein neues Schloß ist nicht mehr kompatibel aber davon geht die Welt auch nicht unter.

    Alles ne Frage der Einstellung.

  15. „Seit mehr als einem Jahr sperre ich die Haustür nicht mehr manuell auf, sondern lasse dies per App oder auf Zuruf durch Alexa erledigen.“ – Ich bin nicht kleinlich, aber das halte selbst ich für reichlich gewagt. Da muss doch nur einer vor der Tür stehen, laut genug rufen und schon steht er in der Bude …

  16. Muss man denn alles „Smart“ machen? Es gibt genügend Beispiele wo solche smarten Lösungen sicherheitstechnisch eine Katastrophe sind.

    Ich sehe es kommen das man in ein paar Jahren grade entbundenen Babys einen Rfid Chip einsetzt. Damit kann man doch ganz prima den neuen Erdenbürger überwachen.

  17. @Bernhard
    hast du kein Handy oder Smartphone? das wird ständig getrackt
    und wird man nicht müde, sowas immer wieder zu wiederholen

    der User der es will, der soll es nutzen
    derjenige der kein Interesse hat, soll es bleiben lassen – dito mit dem Chip.

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