Netflix: verbesserte Proxy-Erkennung soll Netflix-Unblockern den Garaus machen

15. Januar 2016 Kategorie: Internet, Streaming, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_netflixEs gibt immer wieder Berichte, dass Netflix Nutzer von Proxy-Diensten aussperrt, die letzte größere Welle gab es im April 2015 als Netflix die AGB entsprechend anpasste. Proxys werden genutzt, um auch Inhalte bei Netflix zu sehen, die im eigenen Land nicht verfügbar sind. Diese Lizenzierungshürde gibt es auch 2016 noch, Inhalte werden jeweils für Länder lizenziert. Wird die Lizenz für ein Land nicht erworben, darf der Inhalt in diesem Land auch nicht verbreitet werden. Netflix ist mittlerweile in 190 Ländern aktiv und erklärt nun, dass der Service seine Proxy-Erkennung verbessert habe. Dadurch wird Netflix in den kommenden Wochen in der Lage sein, Nutzern nur die Inhalte auszuliefern, die für sie bestimmt sind, auch bei Nutzung eines Proxys, der dies umgehen soll.

Netflix erklärt, dass es durchaus im Sinn des Dienstes sei, Inhalte überall anzubieten. Dies sei aber aktuell noch nicht möglich und Netflix respektiere die aktuelle, regionale Lizenzierungsmethode. Dazu gehört dann nun einmal auch, dass Nutzer an der Nutzung eines Proxys gehindert werden, beziehungsweise dennoch nur (von Netflix) gewünschten Inhalte beim Nutzer ankommen.

netflix guthabenkarte

So wie sich die Unblocking-Proxys weiterentwickeln, entwickelt Netflix auch die Erkennung weiter, man ist fast versucht von einem Katz- und Maus-Spiel zu schreiben. Unschön ist die Situation zweifelsohne für beide Seiten. Der Nutzer möchte das sehen, was es gibt, nicht was in seinem Land eventuell lizenziert wurde, Netflix möchte im Gegenzug so viele Inhalte in so vielen Ländern wie möglich anbieten, muss sich aber an die Lizenzierung halten. Wird dies nicht erreicht, werden die nächsten Lizenzverhandlungen sicher schwieriger, insofern kann man auch verstehen, dass sich Netflix öffentlich gegen Proxy-Nutzer stellt.

Die Änderungen, die in den nächsten Wochen von Netflix eingeführt werden, sollen nur Proxy-Nutzer betreffen und keine Auswirkungen auf Nutzer haben, die den Dienst ohne Proxy aufrufen. Solltet Ihr zu den Nutzern gehören, die sich andere Inhalte über einen Proxy besorgen – keiner kann Euch das verübeln – beobachtet das ruhig einmal, theoretisch solltet Ihr bald keinen Zugriff mehr auf Inhalte haben, die eigentlich nicht für Euer Land bestimmt sind.

Weiterhin ist Netflix aber bemüht, das eigentliche Ziel – jeden Content überall anzubieten – zu erreichen. Wann dies einmal der Fall sein wird, nennt Netflix nicht. Allzu schnell dürfte dies allerdings nicht passieren, dazu ist das ganze Lizenzierungsverfahren viel zu undurchsichtig, bei Videoinhalten noch schlimmer als bei Musik.

(Quelle: Netflix)


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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