Nach Heartbleed-Bug: Firmen gründen Core Infrastructure Initiative

24. April 2014 Kategorie: Backup & Security, Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Während unsere Politiker noch darüber nachdenken, ob man Open Source Software eventuell unterstützen sollte, sind die großen Internet- und Technik-Konzerne dieser Welt schon einen Schritt weiter. Mit der Core Infrastructure Initiative wurde ein Projekt geschaffen, das teilnehmende Firmen verpflichtet, mindestens 100.000 US-Dollar (pro Jahr, für mindestens die nächsten 3 Jahre) einzuzahlen, mit dem Geld sollen dann Open Source Projekte unterstützt werden.

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Die Unterstützung umfasst dabei die Finanzierung von Vollzeitarbeitsplätzen für Hauptentwickler eines Open Source Projekts, Sicherheits Audits, die Infrastruktur für Tests, Reisekosten, die Koordination von Meetings und weitere, nicht näher benannte Unterstützung.

Das Ganze läuft unter dem Dach der Linux Foundation, verantwortlich für die Gelder ist aber ein Gremium, das aus den teilnehmenden Firmen, Open Source Vertretern und weiteren Interessensvertetern besteht. Bereits jetzt nehmen große Namen an diesem Projekt teil. Die Linux Foundation geht davon aus, dass sich dem Projekt in den nächsten Wochen noch viele weitere Firmen anschließen werden. An Bord sind bereits Amazon Web Services, Cisco, Dell, Facebook, Fujitsu, Google, IBM, Intel, Microsoft, NetApp, Qualcomm, Rackspace und VMWare.

Auslöser für dieses Projekt war der Heartbleed-Bug. Während es zwar schade ist, dass es erst einen solch schlimmen Fehler benötigt, bevor Open Source besser unterstützt wird, ist es dennoch auch schön zu sehen, dass man nicht allgemein hofft, so einen Fehler künftig nicht mehr zu sehen, sondern aktiv wird. Aktiv werden kann übrigens jeder, auf der Seite zur Core Infrastructure Initiative kann jedermann via Paypal oder Kreditkarte spenden.



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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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