Microsoft Surface Pro: Windows 8 Flaggschiff oder Muster ohne Wert?

1. Dezember 2012 Kategorie: Hardware, Windows

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, wann und zu welchem Preis nun das Microsoft Surface Pro auf den Markt kommen wird. Im Januar geht es los und 899 Dollar werdet ihr dafür hinblättern müssen. Für diese Kohle bekommt ihr die “kleine” Ausführung mit 64 GB Speicher.  Eines der verfügbaren Covers müsst ihr separat erwerben, aber immerhin ist der Stylus dabei. Das wirft jetzt einige Fragen auf, denn wollt ihr wirklich produktiv werden, braucht ihr natürlich eine Tastatur und liegt dann schon im vierstelligen Bereich. Setzt Microsoft hier zu hoch an oder ist der Preis gerechtfertigt?

Drüben bei TechCrunch hat Matt Burns gerade einen Artikel veröffentlicht, der sich damit auseinandersetzt, dass das Surface Pro sehr schnell schon sehr harter Konkurrenz ausgeliefert sein wird. Samsung, Lenovo, ASUS und Co werden in absehbarer Zeit – vielleicht schon zur CES in Las Vegas im Januar – neue Windows 8-Tablets rausrocken und spätestens dann muss man mal sehen, wo Microsoft mit seinem Tablet steht.

Burns ist sich ziemlich sicher, dass aufgrund der starken Konkurrenz der Erfolg des Surface Pro sehr überschaubar bleiben wird. Er besitzt ein Surface RT, ist davon alles andere als begeistert und scheint wenig optimistisch, dass die durchaus großen Unterschiede zum Surface Pro ausreichen, um ein wirklicher Megaseller zu werden. Bevor ich euch jetzt frage, wie eure Meinung dazu ist, will ich schon mal verkünden, dass ich seiner Argumentation da nicht ganz folgen möchte. Es ist definitiv eine Stange Geld, aber es ist eben auch mehr als nur ein Tablet. Dank vollwertigem Windows 8, durchaus ausreichender Tastatur beim Type Cover und dem Stylus kann ich definitiv produktiv werden mit dem Ding – ein solches Paket zu diesem Preis müssen die anderen erst einmal bieten. Ich glaube auch nicht, dass man sich hier an Pixel-Zahlen beim Display aufhalten sollte – allein schon die Vorteile von Windows 8 gegenüber Windows RT fallen hier wesentlich stärker ins Gewicht.

Das Surface RT ist alles andere als ein riesiger Verkaufs-Schlager. Das sehe ich als ein Indiz dafür, dass sehr viele Menschen erst einmal abwarten, wann die Pro-Variante erscheint und zu welchem Preis. Jetzt ist die Katze aus dem Sack und wir müssen nun schauen, wie sich die Käufer entscheiden. Wird das Pro lediglich als irgendein weiteres Tablet betrachtet, dürfte es zu dem Preis in der Tat schwierig werden. Aber je mehr Leute sich entscheiden, künftig vielleicht auf Notebook oder gar Desktop-Rechner verzichten zu können, weil die Möglichkeiten des Surface Pro ausreichen, dann kann Microsoft hier in der Tat durchstarten. Viel wird diskutiert, ob Microsoft hier zu spät angreift – klar, die Android- und iOS-Konkurrenz scheint bei den Tablets weit enteilt. Betrachten wir das jetzt aber mal von der Seite, dass die modernen Devices – egal ob Tablets mit Tastatur-Dock oder Ultra-/Notebooks mit Touchscreen – die Geräte der nahen Zukunft werden, gibt es da aktuell noch nicht sehr viel auf dem Markt.

Also stelle ich jetzt nochmal die Frage: Glaubt ihr, dass sich Microsoft mit dem Surface RT/Pro verpokert hat und das bald schon empfindlich merken wird? Oder denkt ihr eher, dass Matt Burns mit seiner Einschätzung falsch liegt und Microsoft auf dem Tablet-Markt durchstarten wird im nächsten Jahr?

Quelle: TechCrunch

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Über den Autor: Casi

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