LG G6 Testbericht

2. Mai 2017 Kategorie: Android, Hardware, Mobile, geschrieben von: caschy

Das LG G6 hat von mir im Vorfeld nicht die besten Noten ausgestellt bekommen. Ich war skeptisch, was das Smartphone anbelangt. Und dann gab es da ja noch einige Aufreger abseits des Preises. Das Smartphone kostet in Deutschland in seiner 32 GB-Ausgabe momentan 749 Euro. Das ist natürlich eine Menge Geld, des Weiteren kommt das LG G6 hier in Deutschland mit einem Weniger auf dem Markt. Nicht nur weniger in Sachen Speicher.

Das LG G6 hat hierzulande in Sachen Audio nicht den Quad-DAC, der für besseren Sound sorgen soll, das in Deutschland erhältliche Gerät kann auch nicht drahtlos geladen werden. Des Weiteren setzt LG beim G6 nicht auf den neuen Snapdragon 835, sondern verbaut den Qualcomm Snapdragon 821. Nicht die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Marktstart, oder?

Ich habe es mir aber dennoch nicht nehmen lassen, mir das LG G6 mal anzuschauen. Ich mochte das LG G2, das G3 und das G4 hatte ich auch. Bin recht problemlos damit gefahren, lediglich auf das modular aufgebaute LG G5 hatte ich dann gar keinen Nerv – und schaut man sich den Markt an, so bin ich sicherlich nicht der Einzige.

Fangen wir mal an mit dem Preis. Der hat viele schockiert, da sie der Meinung waren, dass sich das LG G6 im Bereich 599 Euro bewegen würde. Dass das nicht der Fall sein wird, das war doch schon vorher klar. Und klar ist auch, dass der Preis fallen wird. 749 Euro ist der aktuelle Preis in Deutschland, teilweise bieten Händler das Gerät aber schon für 100 Euro weniger an.

Wer schmerzfrei ist, der kann bei eBay auch die 64 GB-Variante bekommen, die die oben genannten Vorzüge hat. Kostenpunkt: Um 649 Euro. Kritikpunkt Quad-DAC. Hätte dem Gerät in Sachen Sound vielleicht gut getan und hätte Audiophile mehr angesprochen, meine Behauptung ist: Kennt und nutzt Otto Normal eh nicht. Die wissen nicht einmal, dass es Streamingdienste mit HQ gibt, geschweige denn, dass Spotify standardmäßig nicht die beste Qualität streamt. LG versucht dies auch zu erklären:

Als Ergebnis der zunehmenden Tendenz von drahtlosen Kopfhörern implementierte LG Hi-Fi Audio Unterstützung für Bluetooth (Apt-X HD Codec) auf seinen Premium Geräten.
Allerdings zeigen Statistiken einen signifikanten Unterschied im Vertrieb von Bluetooth Headsets zwischen westlichen und asiatischen Märkten, mit einer viel langsameren Annahme solcher drahtlosen Kopfhörer in asiatischen Märkten. Das bedeutet für den asiatischen Markt ist die Bedeutung von kabelgebundenem HiFi-Audio höher, so dass ein zusätzlicher Quad-DAC für die asiatische Region hinzugefügt wurde, um den Bedürfnissen des Marktes gerecht zu werden. Allerdings unterstützen die US und Europäische G6 Versionen externe DACs über USB. Wenn ein solches Gerät angeschlossen ist, wird der Sound Sound über USB geleitet, anstelle über den Klinkenstecker von dem G6.

Nun ja.

Drahtloses Aufladen? Geteilter Meinung bin ich da. Meine Aussage: Interessiert mich nicht. Ich hab nie auf kabelloses und damit langsameres Laden gesetzt. Letzten Endes – wenn ich nämlich nicht eine Ladestation in meinen Möbeln verbaut habe – muss ich das Lade-Pad auch irgendwo anklemmen, was Kabelkram bedeutet.

Ob drin oder nicht: mir so egal. Sieht vielleicht bei Menschen anders aus, die so eine Lademöglichkeit im Auto haben und das Smartphone schnell reinwerfen und so aufladen. Wichtigkeit der Funktion darf jeder für sich bewerten. Wenn mir jemand plausibel erklären kann, warum ich kabelloses Laden brauche, dann nur zu. Ich habe im Schreibtisch einen aktiven 5er-USB-Hub verbaut, den ich flexibel bestücken kann.

Die Ausstattungs-Kritik in Verbindung mit dem Preis: Kann ich jeden Nutzer nachvollziehen, wirklich. Aber den Schuh müssen sich ja mehrere Geräte heutzutage anziehen. Man schaue mal rüber zum Samsung Galaxy S7. Gab es schon richtig drastisch reduziert unter 400 Euro, ist immer noch ein unfassbar gutes Gerät mit ordentlicher Ausstattung und auch ein OnePlus 3T reicht für viele aus. Identischer Prozessor und auch mehr Speicher. Kostet? 439 Euro. Wisst ihr Bescheid. Und das sind nur wenige Beispiele für Alternativen, die weniger kosten.

Anders herum: Wer 749 Euro investiert, der kann auch 50 Euro drauflegen und sich ein Samsung Galaxy S8 kaufen. Offiziell im Handel für 799 Euro. Snapdragon 835 (in anderen Ländern, in Deutschland bekommt man den vergleichbaren Exynos) und 64 GB Speicher ab Werk. Dennoch quatsche ich Menschen nicht in ihr Gerät rein. Der eine kauft sich vielleicht sein Wunschgerät und zahlt 100 Euro mehr, weil er keine gute Kamera haben will, sondern eine sehr gute – der andere gibt mehr Geld aus, weil er das Gerät einfach so will. Ist wie mit Felgen am Auto oder anderen Extras. Nicht alles ist rational erklärbar, muss auch nicht – denn sonst könnte man immer sagen: Hier, nimm Gerät XY für 399 Euro, langt für dich dicke.

Auszug Technische Daten LG G6

Display: 5,7 Zoll Full Vision 18:9 QuadHD Display (2880 x 1440). 565 ppi, Gorilla Glass 3, (Helligkeit normal 500 nits, outdoor 600 nits)
Abmessungen und Gewicht: 148 x 71,99 x 7,9 mm, Gewicht: 163 Gramm
Speicher: 32 GB Speicher erweiterbar via microSD
Prozessor: Qualcomm Snapdragon 821 (MSM8996 AC) Quad Core bis 2,35 GHz
Arbeitsspeicher: 4 GB LPDDR4 RAM
Kamera: 13 MP Dual Kameras, Weitwinkel,(f/2.4, 125° Weitwinkel) und 13 MP Standard OIS 2.0 (f/1.8, 71° Weitwinkel)
Videoaufnahme: 4K
Front-Kamera: 5 MP Frontkamera mit Weitwinkel (f/2.2, 100° Weitwinkel)
Akku: 3.300 mAh Akku (fest verbaut)
Betriebssystem: Android 7.0 Nougat mit Google Assistant
Anschlüsse: USB Type-C 2.0 (3.1-kompatibel); 3,5 mm Kopfhörer, WiFi 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.2 BLE, NFC
Weiteres: Dolby Vision HDR 10, erhältlich in den Farben: Ice Platinum, Astro Black und Mystic White, Rückseite aus Glas (Gorilla Glass 5), teilweise in Metalloptik gehalten, wasserdicht nach IP68-Standard, 2.5D-Glas

LG G6 Haptik und Optik

Weit weg betrachtet, würde nicht viel für das LG G6 sprechen. Dachte ich mir auch, bis ich es in der Hand hielt. Das LG G6 wirkt auf mich schlicht und elegant. Auffallend ist das Display. Viel Display. Wenig Rahmen. Hersteller prahlen immer damit, wie dünn ein Gerät ist. Interessiert mich ab einem gewissen Punkt nicht mehr. Geiles Display und guter Akku, dazu etwas Handlichkeit – das will ich. Das Display des LG G6 bietet 5,7 Zoll, das des iPhone 7 Plus 5,5 Zoll. Ein Google Pixel XL hat 5,5 Zoll. Wie das nebeneinander aussieht? So:

Ihr seht: Ihr bekommt mit dem LG G6 ein kompaktes Gerät. Liegt gut in der Hand. Ist mal was anderes so ein 18:9 Quad-HD-Display.

Auf der rechten Seite habt ihr den SIM- und microSD-Karten-Slot, die Tasten für die Lautstärke befinden sich links.

Einen klassischen Power-Button gibt es nicht, man kann über den rückseitigen Fingerabdruckleser das Gerät an- und ausschalten. Oben befindet sich dann noch der Anschluss für die Kopfhörer, unten ist der Lautsprecher und USB-C verbaut.

LG verbaut viel Display, setzt hier auf der Frontseite auf Gorilla Glass 3, während die Rückseite Gorilla Glas 5 sein soll. Gorilla Glass als Gütesiegel ist eh immer so ein Ding. Einmal mit Schlüssel in der Tasche – zack, Kratzer. Auch bei Gorilla Glass. Die Rückseite des LG G6 wirkt aber keinesfalls wie Glas, es ist so als hätte LG noch eine feine Kunststoffschicht übergezogen. Das wirkt nicht billig, das wirkt weniger zerbrechlich. Optik ist immer Ansichtssache – von mir bekommt das LG G6 den Daumen nach oben. Schlich. Schön. Schön schlicht.

LG G6 Display

LG verbaut ein 5,7 Zoll großes TFT-Display mit einer Auflösung von 2880 x 1440 Pixeln (Dolby Vision, HDR10, QuadHD+ FullVision-Bildschirm.). Die Farben wirken auf mich lebensfroh und vor allem natürlich. LG kann definitiv gute Displays verbauen. Sollten aufgrund der 18:9-Herstellung Apps nicht 100% angepasst sein, so kann man sie in den Einstellungen nachjustieren. Nicht nur das, man kann auch die Darstellung als solches justieren. Das ist ein gehöriger Unterschied.

Das LG G6 bietet drei dieser Stufen, wählt man die höchste, sieht man mehr auf dem Display, die Schrift ist aber dadurch einen Ticken kleiner, was vielleicht für den einen oder anderen nicht so optimal ist. Alternativ: Schriftgröße separat justieren.

Ferner gibt es ein Always-On-Display, Informationen zu eingehenden Nachrichten werden hier angezeigt – oder die Uhrzeit. Ist deaktivierbar, generell oder auf Basis Zeit. Auch einen Blaulichfilter hat das LG G6 an Bord.

LG G6 Software

Über Android 7.0 Nougat verliere ich mal keine großen Worte. LG hat es schlicht gehalten, viel Gelumpe gibt es beim LG G6 nicht, das ist erfreulich. LG macht es wie viele Hersteller mittlerweile, bietet eine Oberfläche ohne App Drawer an, quasi wie iOS, alternativ kann man auch einen klassischen Launcher nutzen. Viel Einstellungsmöglichkeiten hat dieser nicht, wer mehr will, der greift beispielsweise wie ich zum Nova Launcher. Da geht einiges.

Weiterhin gibt es bekannte Funktionen, die praktisch sind. Automatisch das WLAN justieren, wenn man daheim ist oder eine bestimmte App öffnen, wenn ein Bluetooth-Gerät angeschlossen wird. Smart Settings sind praktisch, wie auch die bekannten LG-Funktionen wie Knock On zum Aufwecken oder Deaktivieren des Displays. Der Sperrbildschirm lässt sich mit Apps belegen, damit man diese schnell starten kann. Bonuspunkte gibt es für Kalender und Quickmemo von mir.

Warum in die Ferne schweifen? LG gibt echt brauchbare Memo-Software mit. Screenshots festhalten und bearbeiten, Texte getippt und handschriftlich festgehalten, inklusive PDF-Exportmöglichkeit. Wie bei Quickmemo eignet sich der Kalender nicht nur für Termine, sondern auch für Erinnerungen und Listen. Man kann sogar Facebook-Termine flott übernehmen oder aber auch Bilder und andere Inhalte zu Terminen anheften. Wer rein mobil arbeitet und nicht zig Dritt-Apps benötigt: Super Setup für den Start. Da haben die Hersteller im Gegensatz zu früher schon aufgeholt, nicht nur LG, sondern beispielsweise auch Huawei oder Samsung. Dämpfer? Ungeil? LG ist eine Partnerschaft mit Google eingegangen. Mal wieder. 100 GB Drive-Speicher für zwei Jahre. Aber: Selbst als Käufer bekommst du die 100 GB nicht, wenn du schon einmal ein LG-Gerät mit so einer Promo gekauft hast.

LG G6 Akku

Ich habe das LG G6 als mein Hauptgerät im Rahmen dieses Tests genutzt. Hier habe ich bis auf Bluetooth alles angeschaltet gelassen. Bei moderater Nutzung ohne Gaming bin ich jeden Tag bis zum Zubettgehen mit dem Akku hingekommen. 3.300 mAh bietet der Akku. Was schön ist: Das LG G6 beherrscht Quick Charge 3.0, bedeutet, ihr könnt euch flott wieder Akkukapazität auftanken.

Das geht anfangs natürlich recht flott, nach oben hin dauert es. Könnt ihr beobachten. Rund 100 Minuten dauert es, um von 0 auf 100 zu kommen (schneller ist, wer es beim Laden ausschaltet). Akkulaufzeit ist immer so eine Sache. Eine auf die Minute genaue Angabe ist unmöglich, da so unfassbar viele Szenarien wie WLAN oder mobiler Netzzugang, Signalstärke, automatische Displayhelligkeit, Außenbedingungen, Art der Anwendung und ähnliches mit in die Laufzeit des Akkus fallen. 

Im normalen Alltag kam ich locker über den Tag – wobei ich dabei sagen muss, dass ich nicht unterwegs gespielt habe, sondern eher Twitter, Facebook, Mails, WhatsApp und Co genutzt habe – das „übliche“ Szenario für viele also. Je nach Anwendungsbereich schafft das Gerät 4-5 Stunden Screen on Time.

Kleiner Reinholer: Wir haben lange Zeit mit dem PC Mark den Akku strapaziert. Der soll das Smartphone strapazieren, eine Zahl am Ende ausgeben. Da gab es Smartphones, die schaffen den Benchmark 8 bis 11 Stunden. Das LG G6 schaffte lediglich knapp über 6 Stunden. Bedeutet aber nur, dass das LG G6 bei diesem speziellen Benchmark schnell die Grätsche macht, denn gefühlt unterliegt das LG G6 anderen Geräten bei weitem nicht so. Dennoch: Es gibt Geräte, die haben mehr Akku, dementsprechend unter Umständen auch mehr Puste. Mein persönliches Android-Gerät, das Huawei Mate 9, das schafft eine Ecke mehr.

LG G6 Kamera

Das LG G6 hat zwei Kameras auf der Rückseite, wie mittlerweile viele Smartphones. Die einen bauen mit der Kamera einen tollen Porträtmodus, erlauben zweifachen optischen Zoom, andere verbauen eine Monochrom-Optik, um noch tollere Fotos rauszuholen. Was macht LG?

Die machen Weitwinkel (125°), und bringen OIS und EIS in Sachen Bildstabilisator. Wichtig zu wissen: Macht nicht den Fehler, schießt Fotos und guckt euch die Ergebnisse lediglich auf dem Display an.

Das Display des Smartphones lügt oft. Ich dachte schon bei unzähligen Fotos vieler Smartphones: Wow, das sieht aber toll aus. Dann mal auf dem Rechner betrachtet und direkt in die Realität geboxt worden.

LG setzt im G6 auf zwei Kameras identischer Megapixelstärke (13 MP Dual Kameras, Weitwinkel,(f/2.4, 125° Weitwinkel) und 13 MP Standard OIS 2.0 (f/1.8, 71° Weitwinkel)).

Meine Eindrücke sind gemischt. Rein optisch macht der Weitwinkel natürlich etwas her, doch Details in der Entfernung finde ich etwas grobpixelig.

Das fällt auf, wenn man sich die Bilder einmal genauer an einem hochauflösendem Bildschirm anschaut. Auf jeden Fall sollte man bei ausreichender Beleuchtung auf den HDR-Modus verzichten, der überzeichnet die Fotos doch recht stark, was unschön wirkt.

Abseits des Weitwinkels bietet LG auch das normale Format an, die Fotos wirken frisch, lebensecht und können für mein Auge mit Detailreichtum punkten. Für Tests schieße ich die Fotos so, wie wahrscheinlich 98 Prozent aller Anwender: Aus der Hüfte, ohne manuelle Einstellungen.

Profis holen sicherlich mehr aus der Kamera, unterstützt dieses doch RAW, manuelle Einstellungsmöglichkeiten – und Spielereien sind auch mit bei, so bietet LG eine „quadratische Kamera“ mit diversen Funktionen. So lassen sich Doppelfotos erstellen, aber auch Fotogitter und Vorlagenaufnahmen.

Die Kamera des LG G6 ist wirklich gut, keine Frage, für mich persönlich fehlt aber das Quentchen Detail für die absolute Spitzenklasse.

Ja, natürlich ist das Jammern auf hohem Niveau. Um das mal etwas zu verdeutlichen, wie dicht das mittlerweile ist, hier einmal LG G6 im Vergleich zu iPhone 7 Plus, Huawei Mate 9, Huawei P10 und Google Pixel XL. Ist nur ein Bild bei „lala“-Lichtverhältnissen im Standardmodus.

G6:

iPhone 7 Plus:

P10:

Mate 9:

Pixel XL:

Schlechte Lichtverhältnisse? Das LG G6 holt da einiges aus dem wenigen Licht raus, wobei man da natürlich mit Abstrichen in Sachen Detailreichtum leben muss.

Selfies? Kann man natürlich auch machen und wie viele Mitbewerber bringt LG einige Filter und Poren-Glattzieher mit, die ich allerdings immer deaktiviere. Ich mag es nicht künstlich – wenn ich dann Menschen auf Facebook sehe, die glatt wie ein Babypo sind, im echten Leben aber die „grobporige Mischhaut“ haben… ihr wisst, was ich meine. Muss jeder selber wissen. Die Front-Cam des LG hat auch einen Weitwinkel, aber lediglich 5 Megapixel. Es passen viele drauf, allerdings ist die Qualität nicht wirklich Spitzenklasse. Hier einmal filterlos, mit und ohne Weitwinkel:

Kleiner Tipp am Rande: Snapseed oder aber auch Google Fotos holt auch beim LG G6 noch einmal ordentlich was aus den Fotos raus. Oder eben Hardcore-Modus und RAW bearbeiten. Unbedingt auch in die Einstellungen schauen, denn im 4:3 Format sind bis zu 13 Megapixel netto drin, bei 16:9 „nur“ 9,7 Megapixel – und bei 18:9 sind es lediglich 8,7 Megapixel. Kamerafazit für mich? Spielt oben mit, hat aber nicht die Krone auf.

LG G6 Leistung:

Der kritisierte Snapdragon 821 mit seinen 4 GB RAM an der Seite. Tja, was soll ich sagen: Hat in Sachen Spielen bei mir alles weggerockt. Das System als solches lief auch flüssig – alles andere wäre auch ein Witz. In den gängigen Casual Games gab es keine Ruckler und auch Asphalt und andere Spiele liefen bei mir fehlerfrei. Gesprochen in Zahlen muss man allerdings wie immer aufpassen.

Mich interessieren für gewöhnlich keine Benchmarks, doch muss man bedenken: Moderne Prozessorarchitektur gibt nicht immer Vollgas. Wird das Smartphone über längere Zeit starker Last ausgesetzt so erwärmt es sich, gelegentlich kann es so sein, dass die Leistung zeitweise herunter geregelt wird. So kann es sein, dass sich unterschiedliche Werte bei den Benchmarks ergeben, der erste somit einen höheren Wert erreicht als der fünfte.

LG G6: Sonstiges in Kurzform

Das LG G6 kann auch zum Telefonieren benutzt werden. Das funktionierte in meinem Test fehlerfrei. Ich konnte gut hören und wurde auch gut gehört. Das LG G6 arbeitete stabil in Sachen WLAN und Bluetooth. Der Fingerabdruckleser arbeitet genau, gefühlt vergeht aber längere Zeit „bis zum Display“ im direkten Vergleich zu Mate 9 oder P10 von Huawei. Ja, auch Jammern auf hohem Niveau. Lautsprecher? Fand ich dünn. Lässt eine gewisse Wärme vermissen. Hätte LG mal die Energie in die Speaker gesteckt, die man ins Display steckte.. Das Gute: Die nutze zumindest ich nicht zur Beschallung. Weiterhin erwähnenswert: IP68, ihr könnt das LG G6 auch mal aus Versehen versenken, das macht dem Gerät nichts aus. Machen mittlerweile viele Hersteller, eine gute Sache.

LG G6: (M)ein Fazit

Schweres Fazit für mich, wenn ich den ganzen Markt betrachte. Für mich ist es das beste LG-Smartphone bisher. Aber es ist in der Ausstattung auch nicht das beste und auch nicht das preisattraktivste auf dem Markt, das erwähnte ich ja bereits. Beim internen Speicher hätte man zu dem Kurs ruhig eine Schippe drauflegen dürfen – sprich: Mit mehr als 32 GB ums Eck kommen. Ob nun Snapdragon 821 oder 835 – das interessiert 95 Prozent der Nutzer eh nicht – und sie merken es auch mit ihrem Facebook-Kram heute und morgen nicht. Für das LG G6 spricht das gute Display, eine durchaus gute Kamera (Ich mag den Weitwinkel sehr!) und tolle Haptik und Optik. Wobei zuletzt angesprochener Punkt Geschmacksache ist.


Über den Autor: caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Carsten hat bereits 25300 Artikel geschrieben.