Kurztest: Devolo dLAN LiveCam

6. Juni 2015 Kategorie: Hardware, Smart Home, geschrieben von:

Smart Home ist ja ab und an auch bei uns mal ein Thema. Gelegentlich schaue ich mir auch günstige Kameras für die eigenen vier Wände an, einfach, um mal selbst zum Überwacher zu werden. Finde es immer nett, wenn das Ganze via Web aufrufbar ist oder gar mit meiner Surveilance Station von Synology kompatibel ist. Für die einfache Garagenüberwachung müssen das nicht die teuersten Hobel sein, ich hab seit langem ein Gerät von D-Link im Einsatz, welches eben direkt via Web oder IP ansprechbar ist, sodass ich eben einen flotten Blick reinwerfen kann. Aber – jetzt geht es nicht um D-Link, sondern um Devolo.

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Push-Benachrichtigungen bei Bewegungen wären natürlich knorke, aber das bieten aus der Günstig-Sparte irgendwie keine Anbieter an. 82 Euro kostet die Devolo dLan Live Cam derzeit und die ist nicht unpraktisch, wenn man eh dLan im Haus hat. Flott an die Steckdose angeschlossen und los geht es. Kein Verbinden per WLAN oder Bluetooth, einstecken und ab dafür.

Die Devolo dLan Live Cam ist schon einige Jahre erhältlich, sie lässt sich stehend nutzen, oder man bringt sie irgendwo seitlich an, der Sockel ist da ja vorhanden. Optisch sieht der Spaß so aus, als habe man eine Kamera die man eventuell drehen kann, dem ist nicht so. Das Ganze muss von Hand eingestellt werden, danach ist die Kamera fixiert. Die Bauweise ist gut, so hat man halt – je nach Position – einfaches Spiel. Dreieinhalb von vier Sternen bekommt die Devolo dLan Live Cam bei Amazon, dies klingt erst einmal gut.

Hier bei muss aber bedacht werden: das Ganze setzt halt die dLan-Infrastruktur voraus, hier liegt dann ein Starterset mit Kamera bei knapp 127 Euro. Haptisch ist die Kamera dem Preis entsprechend, nicht klapperig oder billig. Einrichtung erfolgt dann klassisch über die Devolo-App, das ist ein Selbstgänger, wenn das dLan einmal steht. Und dann? Tja – dann ist nicht mehr so viel möglich. Ich sag mal so: als Babymonitor oder zur Dauerüberwachung kann man die Cam sicher nutzen.

Live-Bild über die App ist kein Thema, das Bild ist in heller als auch in dunkler Umgebung klar und gut, ebenfalls lassen sich schnell In-App Screenshots erstellen und sharen. Was halt schade ist: Bewegungsmelder gibt es keine, Push-Benachrichtigungen auch nicht. Sofern ihr nicht die mobile App nutzt, müsst ihr zudem auf einen MyDevolo-Account zurückgreifen, der dann transparent zu euch durchleitet und somit das Betrachten aus der Ferne im Browser erlaubt. Für viele vielleicht ausreichend, ich selber fand es schade, die Cam nicht direkt über eine IP und ein Interface ansprechen zu können, damit ich vielleicht die Cam in meine Syno-Umgebung integrieren kann.

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In Kurzform: für viele reicht die Kamera aus. Das Aufstellen und die Inbetriebnahme ist super einfach, das Live-Bild mit bis zu 20 Bildern für die Jedermann-Überwachung auch im Urlaub geeignet. Fotos lassen sich anfertigen, Videos allerdings nicht. Ein Betrieb ist auch nur indoor vorgesehen, es gibt keinen Feuchtigkeitsschutz – nur falls jemand der Meinung ist, die Igelwanderung im Garten live betrachten zu wollen. Letzten Endes darf man festhalten: Devolo macht keine Versprechen, die man nicht halten kann. Das Gerät funktioniert wie beschrieben – aber auch nicht mehr. Die Kamera ist für die Live-Überwachung brauchbar, für alles andere aber nicht.

Nach all den Jahren darf man bei Devolo vielleicht einmal nachlegen und Software mit Bewegungsmeldern ausstatten. Die gibt es im dLan-Universum schon und die Software ist so in der Lage, den Besitzer via SMS oder Mail über Aktivitäten zu informieren. Schade eigentlich, denn man sollte aus der Software schon etwas mehr herausquetschen im Jahre 2015, selbst günstige Kameras in diesem Segment bieten schon einen Ticken mehr an. Wer nur das Beschriebene sucht, der bekommt allerdings eine Lösung in die Hand gedrückt, die auch von Laien schnell und einfach eingebunden und genutzt werden kann.

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Über den Autor:

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