Google veröffentlicht monatlichen Bericht zu selbstfahrenden Autos

Googles autonom fahrende Fahrzeuge sind wohl der weiteste Blick in die Zukunft, den man in Sachen Technik aktuell erhalten kann. Und es ist ein transparenter Blick in die Zukunft, Google lässt schließlich alle an der Entwicklung und vor allem den Fortschritten teilhaben. Schon neulich wurde eine Zwischenbilanz zu Unfällen in Verbindung mit selbstfahrenden Autos veröffentlicht, nun will Google monatlich nachlegen.

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Im ersten monatlichen Bericht (Mai 2015) zeigt Google auch, was bisher erreicht wurde und wie der aktuelle Status aussieht. So erfährt man, dass autonome Fahrzeuge zur Zeit rund 10.000 Meilen pro Woche zurücklegen und sich 32 dieser auf den Straßen bewegen. 23 Fahrzeuge davon stammen von Lexus, nur 9 sind Google Prototypen. Seit Projektbeginn wurden mit den Fahrzeugen 1.011.338 Meilen im Selbstfahr-Modus zurückgelegt und 796.250 Meilen im manuellen Modus.

Die Beschreibung der Unfallszenarien der vergangenen Jahre, liest sich wie eine Verkaufsbroschüre für die Fahrzeuge. Immer wenn ein selbstfahrendes Auto in einen Unfall verwickelt war, waren entweder die anderen Verkehrsteilnehmer Schuld oder das Fahrzeug wurde manuell gesteuert. Die Fahrzeuge sollten vielleicht über eine Karriere in der Politik nachdenken, reine Unschuldslämmer sind das. Spaß beiseite, das verdeutlicht eigentlich nur, wie oft der Faktor Mensch die Unfallursache ist.

Die Berichte werden künftig monatlich auf dieser Seite erscheinen, den für den Monat Mai könnt Ihr als PDF direkt an dieser Stelle abrufen. Sehr interessant, wenn man sich für die Thematik interessiert – und das sollte man, wenn man bedenkt, dass es nicht mehr so lange dauern wird, bis die Fahrzeuge bei uns im Alltag ankommen. Für Google sind diese Berichte hingegen eine gute Möglichkeit, um den Menschen eine eventuell vorhandene Angst gegenüber den fahrerlosen Autos zu nehmen.

(via USA Today)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. das verdeutlicht eigentlich nur, wie oft der Faktor Mensch die Unfallursache ist

    Entweder er lenkt das Auto oder hat die Software geschrieben, die das Auto lenkt. Wie kann „der Faktor Mensch“ jemals nicht Ursache des Unfalls sein?

    Abgesehen davon ist das Ergebnis nicht wirklich überraschend. Wenn man ein selbstfahrendes Auto so programmiert, dass es allen Risiken schon großräumig aus dem Weg geht, verursacht es natürlich nie einen Unfall. Aber Autofahren ist immer eine Abwägung zwischen Risiko und Nutzen. Wenn nur noch risikoaverse Fahrzeuge auf den Straßen sind, reicht ein einziger Störfaktor und für Wochen erreicht niemand mehr sein Ziel.

    Ich bleibe dabei: Selbstfahrende Autos sind technologisch interessant, aber infrastrukturell überflüssig. Wenn man schon die Möglichkeit hat, fast 100 Jahre sinnlose Individualmotorisierung zu revolutionieren, sollte man das Geld lieber in den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel stecken. Oder vielleicht beides kombinieren? Was wäre so schlimm an selbstfahrenden Bussen?

  2. Sobald ein solches Auto optimal eingestellt ist und keine Fehler aufweist, ist es auch für den Straßenverkehr geeignet.
    Trotzdem wird ich mich wie im Film „iRobot“ fühlen, wo das Auto von Außen kontrolliert werden kann.

  3. Zosh you made my day. 😀
    Ich kann nicht mehr vor Lachen und muss gleichzeitig den Kopf gegen die Wand schlagen. Danke dir! 😀

  4. 3lektrolurch says:

    Entweder er lenkt das Auto oder hat die Software geschrieben, die das Auto lenkt. Wie kann “der Faktor Mensch” jemals nicht Ursache des Unfalls sein?

    @zosh
    Aha. Ich würde noch einen Schritt weitergehen: wie kann ein Verkehrsunfall geschehen, wenn es keine Menschen gibt?

  5. 3lektrolurch says:

    Oder: erst seitdem es Menschen gibt, geschehen Verkehrsunfälle.

  6. Ja, ich weiß schon. Sobald man in Deutschland, in dem die erste Strophe der Nationalhymne „Auto Auto über alles“ lautet, in dem eher die Mehrwertsteuer als die Geschwindigkeitsfreigabe auf Autobahnen abgeschafft wird, in dem das Recht auf Individualmotorisierung noch vor dem Recht auf Bildung gehandelt wird, in dem Sonntags die Religion gepflegt wird indem der Innenraum gepflegt wird … Wenn man hier etwas gegen das hochheilige eigene Auto sagt, dann hat man schon per definitionem verloren.

    Aber … nur ganz kurz … stellt euch mal vor, wie es aussähe, wenn all das Geld, das Privatleute, Firmen und öffentliche Hand für die Individualmotorisierung ausgeben in den öffentlichen Verkehr gehen würde. Und dann sagt mir, dass es sinnvoll ist, noch wesentlich mehr Geld in selbstfahrende Autos zu stecken. Ich meine, billiger als heutige „dumme“ Autos werden die wohl kaum sein.

  7. @zosh: Mit ÖPNV verdienen die aber kein (großes) Geld 😉
    Ein neues Auto kauft man sich alle 5 bis 10 Jahre (die Amis weniger, die Europäer häufiger). Ein Bus/Zug/Tram wird erst nach 30-50 Jahren ersetzt und fährt dann immernoch in Afrika/Asien/Südamerika weiter.

    Und es gibt bereits selbstfahrende Züge und Bahnen (U2/3 in Nürnberg z.B.). Ok das ist Schiene und was anderes als ein Bus oder Straßenbahn, geb ich zu.

    Bei Flugzeugen und Schiffen wirds dann erst richtig interessant.

  8. „Bald“ ist ein dehnbarer Begriff. Was hier in der Entwicklung ist, dass sind Fahrzeuge der Stufe 5. Stufe 5 bedeutet, es sind voll autonome Fahrzeuge, keine Assistenzsystem / unterstützenden Geräte.

    Stufe 5 = Ey Googlecar, fahr mich zu xyz und man pennt hinten drinne bis die Karre da ist.

    Jeder Hersteller, egal ob Audi, BMW, Mercedes, Google usw, sieht Fahrzeuge der Stufe 5 nicht vor 2050 auf der Straßen. Von „Bald“ ist das noch etwas weg. Auch gibt es dazwischen viele, viele gesetzliche Regelungen zu ändern.

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