Kickstarter-Kampagne Ant Simulator: statt einem Spiel gab es feinste Speisen, Getränke und Frauen

3. Februar 2016 Kategorie: Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_kickstarterCrowdfunding ist immer wieder ein Thema bei uns, in den meisten Fällen glücklicherweise noch mit coolen Projekten statt schlechter Nachrichten für Unterstützer solcher Projekte. Diese gibt es nun aber für Unterstützer des Spiels Ant Simulator, das für die PS4 und auf Steam erscheinen sollte. Die Kollegen von Eric Tereshinski, dem Hauptentwickler von Ant Simulator, haben die über Kickstarter eingesammelte Kohle anderweitig ausgegeben. Nicht etwa sinnvoll ausgegeben, sondern in Bars, Restaurants und sogar für Stripper verprasst, so erklärt es Tereshinski in einem YouTube-Video. Aber damit nicht genug, seine (Ex)-Partner drohen ihm sogar, sollte er Ant Simulator ohne sie veröffentlichen.

Seine Partner haben sich durch den Vertrag abgesichert, Tereshinski hat keine große Wahl als sich neu zu orientieren und Ant Simulator sterben zu lassen. Für ihn persönlich ein großer Rückschritt in der Karriere, hat er doch viel Zeit und Arbeit in Ant Simulator gesteckt. Seinen YouTube-Kanal behält er, diesen gibt es schon vor der LLC-Vereinbarung, die er unterschrieben hat. Entfernt werden hingegen alle Inhalte, die in seiner Zeit mit seinen Kollegen entstanden sind. Das betrifft nicht nur Ant Simulator, sondern auch andere Titel.

Während diese Geschichte unschön für Tereshinski ist, sind letztendlich aber auch wieder einmal die Unterstützer die Dummen. Sie haben Geld investiert, in der Hoffnung, sie würden einmal das Spiel bekommen. Daraus wird nun nichts. Aber, auch das erfährt man im Video,. Backer, welche die Vorbestellungsunterstützung gewählt haben, sollen eine Rückzahlung erhalten. Dazu werden sie per E-Mail kontaktiert.

Der Vorfall zeigt einmal mehr, dass Crowdfunding durchaus mit Risiken verbunden ist. Nicht nur für die Unterstützer, sondern auch für Typen wie Tereshinski, die dann auf andere hereinfallen. In diesem Fall kann man auch Kickstarter kaum einen Vorwurf machen, wenn nicht einmal innerhalb eines Projekts alles geordnet zugeht, kann die Plattform wenig für verlorene Gelder.

Update: Mittlerweile haben sich auch die Geschäftspartner von Tereshinski zu Wort gemeldet. GameInformer unterhielt sich mit den beiden, die sich keiner Schuld bewusst sind. Im Gegenteil, Tereshinski soll versucht haben, die beiden loszuwerden, damit er alles für sich beanspruchen könnte. Alle Ausgaben, die getätigt wurden, waren verhältnismäßig, die Darstellung von Tereshinski schlichtweg Mist.

Klassischer Fall von Aussage gegen Aussage. Nur gut, dass es nicht um allzu große Summen geht, so kann man als Unbeteiligter wenigstens darüber schmunzeln. Für die Beteiligten bestimmt nicht so lustig, mal sehen, ob wir noch einmal etwas von Ant Simulator hören werden.

(Quelle: PCWorld)

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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