Immer noch namenlos, nun aber in der offenen Beta-Phase: Android N auf dem Pixel C ausprobiert

19. Mai 2016 Kategorie: Android, Google, geschrieben von: Oliver Pifferi

google io artikelGestern war Google I/O Keynote-Tag und auch Android N war natürlich ein Kernthema: David Burke, Vizepräsident für Engineering im Android-Team, hatte im Laufe der heutigen Veranstaltung eine „Beta in Release Candidate-Qualität“ versprochen (wir berichteten) und Wort gehalten. Zwar gibt es für den Marshmallow-Nachfolger immer noch keinen Namen und mittlerweile darf jeder auch nun offiziell mitraten, aber die Beta ist nun sehr kurz nach der Veranstaltung da und wir haben sie uns auf dem Pixel C einmal angeschaut.

Das Schöne ist: Auch von einem Android Marshmallow in der aktuellen Version 6.0.1 mit dem Mai-Sicherheitsupdate könnt Ihr via OTA-Verteilung die „N“-Beta auf Euer Gerät herunterladen. Dazu bedarf es einmal der Registrierung des beziehungsweise der betreffenden Geräte auf der Webseite des Android-Betaprogramms, bedenkt hierbei bitte den nicht umsonst in fett gedruckten Hinweis 🙂 :

Android_N_Beta_Programm

Nun kann es eine Weile dauern, bis das Gerät feststellt, Teil des Beta-Programms zu sein. Unser Pixel C merkte das selbstständig nach fünf Minuten und offenbarte uns dann einen netten Download von 947,6 MB. Der Download für Googles Nexus 5X ist übrigens noch einmal knapp 150 MB grösser.

Android_N_Beta_Pixel_C

Nach dem Download ging es ans Eingemachte und das System wurde aktualisiert – Zeit sich an dem Androiden zu ergötzen, der mit Daten gefüttert wird oder eben etwas Sinnvolles zu tun. Irgendwann ist Android N dann installiert und gestartet. Der Hinweis, dass das Gerät an dem Beta-Programm teilnimmt, fällt erst einmal ins Auge und auch die Art der Benachrichtigungen wirkt sauberer und einfach aufgeräumter.

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Ein Blick in den Info-Bereich innerhalb der Einstellungen offenbart uns ein paar Daten zu der installierten Android N-Version mit dem Stand der Sicherheitsupdates vom 01. Mai 2016:

Android_N_Beta_3_Pixel_C_Info

Spielt man nun ein wenig mit dem Interface herum, so kommt man unweigerlich auf das Feature, was man in reiner Form eigentlich schon immer vermisst hat: Einen sauberen Splitscreen-Modus, den natürlich nicht jede App aktuell nativ unterstützt, der aber durch ein längeres Tippen auf das Viereck aktiviert werden kann – auf der rechten Seite des „Splits“ findet Ihr dann nun in Task-Manager-Optik die einzelnen anderen, neben der aktuellen App, aktiven Programme und könnt Eure gewünschte App hier auswählen und auf der getrennten Seite darstellen lassen:

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Die Mittellinie kann – wie von anderen Splitscreen-Modi gewohnt – entsprechend verschoben werden. Zieht man sie ganz bis zum Rand, wird der Splitscreen-Modus beendet und man hat nur noch eine App im direkten Zugriff, zumindest was die gleichzeitige Sicht angeht.

Freunde gepflegter Benchmarks dürfen sich einmal die folgenden Daten zu Gemüte führen – das Pixel C ging mit Android N durch die aktuellsten Versionen unserer gängigen Benchmarks Antutu, Geekbench 3 und 3DMark. Auffällig dabei war, dass in Sachen Antutu die Werte mit 126.916 beziehungsweise 130.168 Punkten deutlich über den Werten im selben Benchmark unter Android Marshmallow lagen.

Punktabzug gab es hingegen beim 3DMark, hier lag das Pixel C mit der Android N Beta-Version schon recht deutlich unter den Marshmallow-Werten, während in Sachen Geekbench der Single Core-Score minimal höher, der Multi Core-Score ein wenig niedriger als unter Android 6.0.1 lag. Das muss alles nichts heissen, sind doch noch System und Software aufeinander abzustimmen und auch die Vulkan-API wird noch ihren Platz finden, aber fest steht: Das System an sich ist in Sachen Bedienung flüssig und fühlt sich so gar nicht Beta-mässig an.

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Auch die Bedienbarkeit macht Spass, wenn man sich einmal auf die neuen Features eingelassen hat: Mit der Funktion“Quick Switch“ – einem Doppel-Tippen auf das Viereck (ein langes Tippen führt zum Splitscreen) führt Android N eine Art Alt-Tab ein: Die Aktion holt die zuletzt geöffnete App wieder nach vorne.

Alles in allem sind das nur wenige der über 450 Änderungen, die laut Google in Android N eingegangen sind. Auch System- und Sicherheitsupdates sollen nun benutzerunabhängig im Hintergrund geladen werden – in meinen Augen mehr als nur ein Schritt in die richtige Richtung. Mehr Einzelheiten erfahrt Ihr auch im Beitrag von André und wer ein Nexus 6, Nexus 9, Nexus 5X, Nexus 6P oder einen Nexus Player sein Eigen nennt, darf sich ebenfalls an dieser Beta versuchen. Mir ging es an dieser Stelle nur um die Frage, die Beta einmal anzuschauen und feststellen zu können, wie nah man in Sachen Bedienbarkeit schon dem Release „später in diesem Sommer“ gekommen ist. Wie sind Eure Erfahrungen zu der offenen Beta?


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Über den Autor: Oliver Pifferi

Digital Native, der trotzdem gerne das Mittelalter erlebt hätte und chronischer Device-Switcher. Multimediafreak. England-Fan. Freier Autor & Tech Blogger. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hoffnungsvoller Idealist. Gladbacher Borusse und hauptberuflicher IT-Consultant. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und XING. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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