HTC soll Interesse an Virtual Reality-Ausgliederung in eigene Firma haben

18. Januar 2016 Kategorie: Hardware, Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_htcHTC hat mit seiner Virtual Reality-Lösung Vive ist zwar noch nicht auf dem Markt, es zeichnet sich aber bereits ab, dass HTC hier ien glückliches Händchen bewiesen hat. Zur CES kündigte HTC mit der Vive Pre eine neue, noch einmal verbesserte Version an, ab dem 29. Februar wird man das Gadget dann vorbestellen können. HTC hat Vive zusammen mit Valve erschaffen und soll nun angeblich drauf und dran sein, eine eigene VR-Firma aus dem Boden zu stampfen. Die Abspaltung von HTC würde durchaus Sinn ergeben. Auf dem Smartphone-Markt läuft es für HTC alles andere als gut, hier könnte die VR-Entwicklung ausgebremst werden, wenn Smartphones für zu viel Verlust sorgen.

Laut Focus Taiwan ist es nicht das erste Mal, dass HTC mit dem Gedanken einer Abspaltung des VR-Geschäfts spielt. Bereits bevor Peter Chou 2015 den Chefposten abgab, soll es solche Überlegungen gegeben haben. Die Firma soll unabhängig von HTC arbeiten, aber HTC und CEO Cher Wang gehören. Gespräche mit entsprechenden Mitarbeitern soll es bereits gegeben haben.

htc vive pre

Sollte dies so zutreffen, könnte HTC sich noch mehr auf den sich schnell entwickelnden VR-Markt konzentrieren. Einen „Big Player“ gibt es in dem Bereich noch nicht, der Kunde muss erst noch entscheiden, welcher Hersteller das beste Gesamtpaket liefert. Das könnte bereits dieses Jahr der Fall sein. Oculus Rift wird ab März ausgeliefert, HTC dürfte wenig später folgen und auch die VR-Geschichte von Sony wird nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Und hier stehen HTCs Chancen gar nicht so schlecht.

Eine offizielle Stellungnahme zur VR-Abspaltung gibt es bisher nicht, die Börse reagierte auf die Gerüchte aber durchaus angetan. Nicht immer ein Zeichen, dass etwas an einem Gerücht stimmen könnte, aber durchaus ein Hinweis, dass HTC vielleicht gar nicht so schlecht beraten wäre, sich auf ein neues Feld zu konzentrieren.

(via 9to5Google)

Über den Autor: Sascha Ostermaier

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