Google will mehr Geld aus den App-Verkäufen

5. Juli 2013 Kategorie: Android, Google, geschrieben von:

Ihr kennt das Revenue-Sharing in den App Stores. 70% der Erlöse gehen an die Entwickler und 30% an den App Store Eigentümer. Ist in fast allen Stores so und in meinen Augen auch ziemlich fair. Was viele aber sicher nicht wissen ist, dass Google beim Carrier-Billing (Bezahlen von Apps über die Mobilfunkrechnung) satte 25% an die Netzbetreiber abdrückt. Somit bleiben nur noch 5% für Google selbst.

Play Store Logo Google
Das ist zu viel denkt sich nun anscheinend Google und möchte mehr vom Gewinn abhaben. In Korea wird bereits versucht mehr zu bekommen, 15% sind im Gespräch. Das heißt, dass von den 30% die Google einbehält wenigstens die Hälfte auch beim Konzern selbst bleibt. Auch außerhalb Koreas soll dies durchgesetzt werden. Was bedeutet dies in Zahlen? Eugene Jung und Ben Schachter haben nachgerechnet und sind zu folgendem Ergebnis gekommen.

Schachter geht von einem App Umsatz in Höhen von 350 Millionen Dollar im Mai aus und beruft sich dabei auf Zahlen von Distimo. Das bedeutet, dass 17,5 Millionen Dollar an Google gehen, wenn man die verbleibenden 5% zur Hand nimmt. Mit dem neuen Modell, also den 15% wären es 52,5 Millionen Dollar. Auf das Jahr gerechnet könnte Google, wenn die Verhandlungen mit den Netzbetreibern erfolgreich sind, 2014 ca. 500 Millionen Dollar einfahren.

500 Millionen Dollar sind für Google nicht viel. Bedenkt man aber, dass man durch Android an sich keine direkten Gewinne erzielt, ist es immerhin etwas. Schön zu sehen ist allerdings auch, dass Google nicht bei den Entwicklern angreift, um mehr Gewinne aus dem Play Store zu erzielen. Es wäre sicher der einfachere Weg, umso erfreulicher, dass dieser nicht eingeschlagen wird.


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Quelle: Business Insider |

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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