Geodatendienstekodex erleichtert Widersprüche gegen Street View-Fotos

25. Oktober 2012 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Der gute Deutsche (der dich beim Einparken beobachtet) darf innovativen und neuen Diensten nun noch einfacher einen Knüppel zwischen die Beine werfen. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich Google Street View und Dienste, wie sie Microsoft und Nokia bereitstellen, sehr mag.

Als Google Street View hierzulande an den Start ging, gab es Medienrummel, viele falsche Informationen und den Kleingärtner von nebenan, der bei Street View sein Haus verpixeln ließ, aber in Immobilienportalen und Co sein Haus in voller Pracht präsentiert.

Sicherlich, man darf das Ganze nicht pauschalisieren, auf den Nerv ging es mir persönlich mit der Blurmany-Debatte schon – für mich ist der Blick auf ein Haus von der Straße aus eine Art Allgemeingut. Microsoft hatte sogar so viele Anträge auf Verpixelung bekommen, dass man Bing StreetSide hierzulande einfach stoppte. Mittlerweile gibt es nun auch den Dienst Geodatendienstekodex.de,mit dem der geneigte Benutzer überprüfen kann, wo denn sein Häuschen zu sehen ist.

Des Weiteren gibt es dort jede Menge Informationen, wie man sein Haus unkenntlich machen kann, inklusive Vorlage. Der Dienst ist nicht von irgendwelchen StreetView-Gegnern initiiert worden, sondern Microsoft, Google, Nokia , Telekom und Panolife gehören zu den Vereinsmitgliedern, bislang findet sich dort aber lediglich Google unter den Diensten, bei denen ihr euer Häuschen überprüfen könnt.

Mit der Realisierung der Seite lösen Mitglieder aus der IT-Branche eine Zusage an die Politik ein. Nach einer Debatte um Geodatendienste wie Google Street View und Bing Streetdside hatten die Unternehmen unter dem Dach des BITKOM zugesichert, entsprechende Regelungen auf freiwilliger Ebene zu schaffen.

Ja, der Dienst und die Möglichkeit, Unternehmen auf die Finger zu schauen und / oder zu klopfen ist gut und richtig – in Sachen Street View aber für mich Pille Palle.



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Über den Autor: caschy

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