Gartner: Weiterhin Flaute im internationalen PC-Markt

12. Juli 2016 Kategorie: Apple, Hardware, Windows, geschrieben von: André Westphal

computer pcGartner hat wieder einmal eine Analyse zum internationalen PC-Markt veröffentlicht. Demnach wurden im zweiten Quartal 2016 rund 64,3 Mio. PCs ausgeliefert. Das entspricht einer Abnahme um 5,2 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2015. Laut den Analysten handele es sich um das siebte Quartal infolge, in welchem die PC-Auslieferungszahlen weltweit gesunken seien. Dabei bezieht Gartner in seine Analyse Desktop-PCs, Notebooks und Ultrabooks ein – nicht aber Chromebooks und Tablets. Als Probleme bewertet man Preissteigerungen bei der Hardware, was auf gegenüber dem US-Dollar viele, schwache Währungen zurückzuführen sei.

Der Brexit habe sich übrigens bisher noch nicht auf die Auslieferungszahlen ausgewirkt, dazu ist das Thema wohl auch noch zu frisch. Wie sich Großbritanniens umstrittener Austritt aus der EU langfristig auf dem PC-Markt widerspiegeln könnte, ist aber noch offen. Lenovo bleibt dabei international Marktführer im PC-Markt, gefolgt von HP und Dell. Während Lenovo allerdings bei den Auslieferungsmengen ein Minus von 2,2 % hinnehmen musste, konnten HP (+ 1,8 %) und Dell (+ 3,1 %) gegenüber dem gleichen Zeitraum 2015 sogar zulegen. An vierter Stelle steht Asus mit einem Plus von 1,3 %, während Apple auf Platz 5 ein recht hohes Minus über 4,9 % hinnehmen musste, wenn man das zweite Quartal 2016 mit dem zweiten Quartal 2015 in Bezug setzt.

gartner pc juli 2016

In den USA sieht es für sich genommen übrigens etwas anders aus: Dort belegt Dell vor HP den Platz der erfolgreichsten PC-Hersteller. Auf den Plätzen 3 bis 5 folgen jeweils Lenovo, Apple und Asus. Insgesamt rechnet man bei Gartner für das dritte und vierte Quartal nun mit einer schleichenden Erholung des Marktes. So rüsten etwa im dritten Quartal oft öffentliche Institutionen in den USA ihre IT-Infrastruktur auf. Auch Geschäftskunden könnten international Ende 2016 verstärkt zu Windows 10 wechseln.

Für Europa bzw. speziell die EU bleibt jedoch der aktuell schwache Euro ein Problem. Da in England außerdem der Pfund durch den Brexit geschwächt ist, muss man auch dort mit im Verhältnis hohen Preisen und damit geringen PC-Verkaufszahlen rechnen.


Über den Autor: André Westphal

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