Gartner: Weiterhin Flaute im internationalen PC-Markt

computer pcGartner hat wieder einmal eine Analyse zum internationalen PC-Markt veröffentlicht. Demnach wurden im zweiten Quartal 2016 rund 64,3 Mio. PCs ausgeliefert. Das entspricht einer Abnahme um 5,2 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2015. Laut den Analysten handele es sich um das siebte Quartal infolge, in welchem die PC-Auslieferungszahlen weltweit gesunken seien. Dabei bezieht Gartner in seine Analyse Desktop-PCs, Notebooks und Ultrabooks ein – nicht aber Chromebooks und Tablets. Als Probleme bewertet man Preissteigerungen bei der Hardware, was auf gegenüber dem US-Dollar viele, schwache Währungen zurückzuführen sei.

Der Brexit habe sich übrigens bisher noch nicht auf die Auslieferungszahlen ausgewirkt, dazu ist das Thema wohl auch noch zu frisch. Wie sich Großbritanniens umstrittener Austritt aus der EU langfristig auf dem PC-Markt widerspiegeln könnte, ist aber noch offen. Lenovo bleibt dabei international Marktführer im PC-Markt, gefolgt von HP und Dell. Während Lenovo allerdings bei den Auslieferungsmengen ein Minus von 2,2 % hinnehmen musste, konnten HP (+ 1,8 %) und Dell (+ 3,1 %) gegenüber dem gleichen Zeitraum 2015 sogar zulegen. An vierter Stelle steht Asus mit einem Plus von 1,3 %, während Apple auf Platz 5 ein recht hohes Minus über 4,9 % hinnehmen musste, wenn man das zweite Quartal 2016 mit dem zweiten Quartal 2015 in Bezug setzt.

gartner pc juli 2016

In den USA sieht es für sich genommen übrigens etwas anders aus: Dort belegt Dell vor HP den Platz der erfolgreichsten PC-Hersteller. Auf den Plätzen 3 bis 5 folgen jeweils Lenovo, Apple und Asus. Insgesamt rechnet man bei Gartner für das dritte und vierte Quartal nun mit einer schleichenden Erholung des Marktes. So rüsten etwa im dritten Quartal oft öffentliche Institutionen in den USA ihre IT-Infrastruktur auf. Auch Geschäftskunden könnten international Ende 2016 verstärkt zu Windows 10 wechseln.

Für Europa bzw. speziell die EU bleibt jedoch der aktuell schwache Euro ein Problem. Da in England außerdem der Pfund durch den Brexit geschwächt ist, muss man auch dort mit im Verhältnis hohen Preisen und damit geringen PC-Verkaufszahlen rechnen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Sparbrötchen says:

    @André
    Ein TRS-80 und dann noch Model 1, da darfst Du Dir ruhig einen neuen Rechner gönnen.

  2. MonteCaterno says:

    ..und sogar noch die Version ohne Zehnertastatur (die konnte man später statt des Typenschildes nachrüsten).
    Zusammen mit dem grünen Monitor war das damals trotzdem topmodern 😉

  3. Apple schwächelt immer stärker an immer mehr Fronten.

  4. Komisch auf was die Analysten immer kommen. Außer auf das naheliegende. Und zwar das die meisten einfach keinen Neuen PCs brauchen. Die Dinger haben genug Reserven.

    Dasselbe bei Tabletts. Wenn man nicht gerade das billigste Ding nimmt.

  5. Vermutlich trägt auch Microsofts Entscheidung, Win 10 als kostenloses Upgrade anzubieten, einen kleinen Teil zum Umsatzrückgang bei. Hat man bei früheren Versionssprüngen oft noch einen komplett neuen PC gekauft statt nur das Betriebssystem, weil da das Windows im Preis mit drin war, sehen die Leute jetzt, dass ihr alter PC mit dem Win 10 nocht super läuft. Warum also was neu anschaffen?

  6. @John
    Ich bin mir nicht sicher, wie ich deinen Kommentar deuten soll. Analysten analysieren. Und sie haben analysiert, dass die Absätze von PCs weltweit gesunken sind. Was ist daran komisch? Das selbe gilt für die Tablets.

    Hm. Einzelteile – speziell RAM – sollen ja noch recht günstig zu bekommen sein. Habe vor einiger Zeit erst was dazu gelesen. Dabei ging es primär um RAM, der aber vermutlich noch bis nächstes Jahr preisstabil bleiben soll. Aber auch sonst würde mich ein schwacher Euro nicht vom Kauf eines neuen PCs bzw. dessen Bauteilen abhalten. Wenn ich aufrüsten möchte/will/muss, dann mache ich das zu dem Zeitpunkt, wo ich es für nötig erachte. Waren starke Preisschwankungen früher in dem Bereich nicht Normalität? Tagespreise bei RAM und CPUs waren doch normal…
    Ich werde jedenfalls nicht auf einen Desktop-PC verzichten.

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