Facebook: Messenger wird aus mobiler Web-Variante gerissen

2. Juni 2016 Kategorie: Android, Social Network, geschrieben von: caschy

artikel_facebookOriginal vom 18.04.2016: Facebook experimentiert wieder mit einigen Nutzern. Und ich persönlich hoffe, dass das Experiment eines bleibt und nicht final wird. Wir alle erinnern uns, dass Facebook und den Messenger getrennt hat. Chats in der Messenger-App, netzwerken in der Facebook-App. Auf dem Desktop sieht es da noch etwas anders aus, da ist das Netzwerk weiterhin aus einem Guss. Nutzer, die Teil des Experimentes sind, bekommen derzeit Hinweise auf dem Smartphone eingeblendet, dass sie doch den Messenger installieren sollen, allerdings nur, sofern sie nicht die Facebook-App nutzen, sondern das Social Network im Browser besuchen.

Dass man die Facebook-App nicht benutzt, kann mehrere Gründe haben. Einer davon ist sicherlich die immer wieder kritisierte Verhaltensauffälligkeit in Sachen Akkulaufzeit des Smartphones. Wer die Facebook-App vom Smartphone haut, hat unter Umständen wahrscheinlich mehr vom Akku, muss so seltener das Gerät aufladen.

swipe

„Your conversations are moving to Messenger“ lautet die knappe Nachricht, garniert mit dem Hinweis, dass man nur noch dort die Möglichkeit haben wird, die Nachrichten zu lesen. Dieses Facebook’sche Experiment ist auch schon den Entwicklern von Wrappern aufgefallen. Wrapper sind Apps, die Web-Dienste oftmals etwas schicker und mit Mehrwert verpacken, sodass der Nutzer vielleicht nicht zur Original-App greift, sondern zum Wrapper.

Ich mache dies derzeit und habe mich momentan auf Swipe for Facebook eingeschossen. Ja, diesen Einsatz merke ich tatsächlich am Akku. Die von Facebook angestoßenen Änderungen betreffen auch die Macher der Wrapper, da diese ja auf Funktionen zugreifen, die Facebook im Web bereitstellt. Bislang ist es aber so, dass die Entwickler der Wrapper und Nutzer von Facebook im Browser am Smartphone Ausweichmöglichkeiten haben. Denn Facebook im mobilen Web hat nicht nur eine Adresse, sondern derer mehrere.

So findet man m.facebook.com, mtouch.facebook.com oder auch touch.facebook.com als mögliche Einstiegsadressen vor, nicht alle verweisen auf die Installation des Messengers – zudem steht messenger.com als Möglichkeit der Nachrichten-Abfrage zur Verfügung.

Sicherlich, Facebook will den Messenger pushen und es soll ja in naher Zukunft viele Mehrwerte geben. Ob das die Menschen, die Facebook im Wrapper oder im Browser nutzen interessiert, dürfte dahingestellt sein.

Update 02. Juni 2016: Vermehrt melden uns Nutzer, dass sie jetzt auch zum Messenger gezwungen werden.



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Über den Autor: caschy

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