Europäische Kommission befragt Konkurrenz zu Qualcomms Geschäftspraktiken

9. Mai 2015 Kategorie: Mobile, geschrieben von:

Schaut man sich auf dem Markt der mobilen Chiphersteller um, denkt man sofort an Qualcomm. Nvidia hat sich aus dem Geschäft mit Smartphone-Chips quasi zurückgezogen, lediglich Eigenkreationen von Samsung oder Huawei sind im High-End-Bereich noch zu finden. Bei günstigeren Geräten dann auch einmal Chips von MediaTek. Die Europäische Kommission befragt nun im Rahmen einer kartellrechtlichen Untersuchung die Konkurrenten von Qualcomm, so wie es in solchen Fällen üblich ist.

Qualcomm_Snapdragon

Qualcomm weiß bereits seit Oktober 2014 über diese Untersuchung Bescheid. Untersucht wird der Verkauf und das Marketing der Chips, ebenso wie Kundenrabatte und finanzielle Vorteile für Qualcomm-Kunden. In der jetzigen Befragung der Konkurrenz will die Europäische Kommission herausfinden, wie sich verschiedene Geschäftspraktiken, wie beispielsweise das Durchreichen von Patenten, auf die Konkurrenz auswirken.

Patente scheinen hier auch das Hauptanliegen zu sein. Qualcomm hat zahlreiche Patentabkommen und gibt diese Nutzungsrechte an die Chipkäufer weiter. Diese sparen sich so natürlich die Lizenzierung der Patente und kommen wohl finanziell besser weg als bei einer eigenen Lizenzierung.

Bis Mitte Mai haben die Befragten Zeit, um der Europäischen Kommission Antworten zu liefern. Erst danach wird entschieden, ob in die Sache eingegriffen werden muss. Für Qualcomm sind solche Untersuchungen nichts neues. Es läuft bereits seit 2010 eine sehr ähnliche Untersuchung, eine weitere wurde nach zwei Jahren eingestellt.

(Quelle: Reuters)


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