DVB-T2 HD startet Ende Mai in deutschen Ballungszentren

24. März 2016 Kategorie: Hardware, Streaming, geschrieben von: André Westphal

dvbt 2

Es geht weiter mit dem klassischen Fernsehen ohne Satellit und Kabel. Sowas gibt es noch? Ja, das gibt es und nennt sich DVB-T2 HD. Passend zu den Sportereignissen des Jahres 2016 haben sich die entsprechenden TV-Sender  mit den Medienanstalten und dem Netz- und Plattformbetreiber Media Broadcast auf einen Zeitplan geeinigt. Ab dem 31. Mai 2016 wird DVB-T2 HD in ausgewählten, deutschen Ballungszentren an den Start gehen. Dann empfangt ihr darüber also auch ohne Kabel- oder Satellitenanschluss die HD-Programme Das Erste, RTL, ProSieben, SAT.1, VOX und ZDF.

Wer kommt in den Genuss? Für die erste Stufe des Umstiegs sind geplant Bremen/Unterweser, Hamburg/Lübeck, Kiel, Rostock, Schwerin, Hannover/Braunschweig, Magdeburg, Berlin/Potsdam, Jena, Leipzig/Halle, Düsseldorf/Rhein/Ruhr, Köln/Bonn/Aachen, Rhein/Main, Saarbrücken, Baden-Baden, Stuttgart, Nürnberg und München/Südbayern. Hui, da bin ich überrascht, denn meine Heimatstadt Kiel ist auch dabei. Die öffentlich-rechtlichen Sender bieten ihre Programme auch nach der Umstellung auf DVB-T2 HD unverschlüsselt an, damit der Rundfunkbeitrag noch seinen Sinn behält. Welche Sender der Privaten eventuell verschlüsselt bzw. unverschlüsselt sein sollen, ist noch nicht ganz klar. Es heißt lediglich vage „Für den Empfang der meisten Programme der Privatsender in HD-Qualität wird ein technisches Entgelt erhoben.
dvbt2 hd

Die bundesweite Umstellung soll übrigens schrittweise bis Mitte 2019 folgen. Um DVB-T2 HD empfangen zu können, benötigt ihr ein geeignetes Empfangsgerät. Das ist entweder eine passende Set-Top-Box oder aber ein aktueller Fernseher mit entsprechendem Empfänger. Gekennzeichnet sind jene Geräte mit dem grünen DVB-T2-HD-Logo, das ihr auch oben als Artikelbild seht. DVB-T2 HD ist dabei der offizielle Nachfolger des Antennenfernsehens DVB-T und nutzt HEVC-Codierung für bessere Bildqualität, so dass überwiegend in HD angeboten werden kann. Ca. 40 Programme sollen in den eingangs genannten Ballungsräumen zur Verfügung stehen.



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Über den Autor: André Westphal

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