Cloud: Wuala bricht Versprechen an Kunden, ändert alte Pressemitteilung

23. Oktober 2014 Kategorie: Backup & Security, Internet, geschrieben von: caschy

Wuala ist einer der ersten Consumer-Cloudspeicher gewesen, die ich hier im Blog vorstellte. “Damals 2007” gab es verschiedene Möglichkeiten, Speicher kostenlos zu bekommen: Einladungen, Codes oder das zur Verfügung stellen des eigenen Plattenplatzes.

Wuala Logo

Am 11. Juni veröffentlichte Wuala einen Beitrag, der weitreichende Änderungen beinhaltete. Man schwenkt auf das Bezahlmodell um. Kein Speicher für lau, man hat zu zahlen. Und ganz ehrlich? Dagegen ist nichts einzuwenden, Dienste müssen halt irgendwie Geld verdienen, damit Mensch und Maschine gezahlt werden kann. Ich habe mir die Pressemitteilung von damals aufgehoben und ich bitte euch, einmal den fett markierten Text ins Auge zu nehmen.

Bildschirmfoto 2014-10-23 um 12.20.18Remaning customers will keep their free storage. Bestandskunden behalten also ihren irgendwann mal erworbenen Speicher. Klingt fair, oder? Schaut euch mal die Pressemitteilung an – Stand heute:

Bildschirmfoto 2014-10-23 um 12.22.16Da fehlt also einfach mal eine Passage. Macht ja nichts, der Speicher bleibt Bestandskunden ja erhalten. Halt! Bleibt er eben nicht, denn seitens Wuala hat man im Nachhinein nicht nur die Pressemitteilung abgeändert, man stößt seinen Kunden auch noch einmal per Mail vor den Kopf. „Moin Kunde – du bist vielleicht lange dabei, aber egal: der kostenlose Speicher ist ab Ende des Jahres weg! Rette dich und werde Zahlkunde“

wualaMan rudert also zurück, cancelt den Bestandskunden den freien Speicher und sagt: friss (zahl (dann bleibt auch dein alter Free-Speicher)) oder stirb.

Das alles wäre ja nicht so schlimm, hätte man dem Kunden nicht vorab gesagt: alles klar, bleibt kostenlos, was du vorher erworben hast. So hat das einen extrem faden Beigeschmack, da eine transparente Kommunikation fehlt.

Zum faden Beigeschmack erwähne ich noch einmal: Wuala hat sich immer die sichere, neutrale Schweiz ans Revert geheftet. Blödsinn – das Unternehmen gehört mittlerweile zu Lacie, die wiederum dem US-Unternehmen Seagate gehören. Und da gab es ja schon einmal Sperrungen, weil man sich dem Druck der US-Regierung beugen musste.

Behauptung: Wuala ist nun tot und wird entweder künstlich am Leben gehalten oder schließt spätestens 2016. Die letzten Kostenlos-Kunden ist man ab dem 1. Januar 2015 los. Ironie: pünktlich zur Mail mit den Kündigungen schreibt Wuala ein Sonderangebot aus: wer sich beispielsweise 100 GB mietet, der bekommt noch einmal 100 GB als Promo. (danke Jürgen für die Infos!)



Über den Autor: caschy

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134 Kommentare

David 23. Oktober 2014 um 13:04 Uhr

Gibt es Alternativen für 100% sicheren Cloud-Speicher. Ich bin auf der Suche…

Karim™ (@WiFiCable) 23. Oktober 2014 um 13:05 Uhr

Wuala war für mich irgendwie schon eine Totgeburt. Das Konzept war damals ja ganz nett, so mit Storage selbst zur Verfügung stellen und so, aber das war dadurch einfach kriechend langsam. Noch dazu war der Client permanent scheiße und die Versprechen hatten schon immer einen wirklich komischen Beigeschmack. Wird also mal Zeit, dass sie den Laden dicht machen, finde ich. Bin also bei deiner Prognose dabei. 2017 erleben die nicht mehr.

Rainer Battefeld (@RainerBattefeld) 23. Oktober 2014 um 13:05 Uhr

Die Idee, eigenen Speicher herzugeben um damit die wuala-Cloud „am Leben“ zu erhalten, war schon faszinierend. Hat offensichtlich nicht funktioniert. Nette Idee von Studenten aus der Schweiz, aber in der Praxis wohl unbezahlbar. Schade eigentlich. Ich war auch ein Weilchen dabei und fand die Idee interessant. Der grottige JAVA-Client wird nun sicherlich aber auch die Letzten vergraulen. Bezahlen würde ich dafür niemals.

Marc 23. Oktober 2014 um 13:06 Uhr

@David:

Klar. Der eigene Server zu Hause…

Paul 23. Oktober 2014 um 13:09 Uhr

Die hätten sich damals lieber auf die Linux User konzentrieren sollen.
Wuala ist einfach zu modern und hat eine schwierige Zielgruppe.

Mit LinuxUser hätten die ein sehr großes Potenzial.

Martin 23. Oktober 2014 um 13:09 Uhr

Oh man, so ein Mist…ich hab seit Jahren bezahlten und mutmaßlich relativ sicheren Speicher bei Wuala. Und muss wieder neu suchen…grummel.

Dominik Stauber 23. Oktober 2014 um 13:10 Uhr

Sicher und in Deutschland: Ja; Leider nur bisher ohne gute Software-Lösung obwohl APIs vorhanden sind und gut dokumentiert.

http://www.ventengo-cospace.de/

JMK 23. Oktober 2014 um 13:11 Uhr

100% sicheren Cloud Speicher? der war gut

Jürgen 23. Oktober 2014 um 13:14 Uhr

Ich bin langjähriger Nutzer von Wuala und habe dort schon sehr viel miterlebt aber das was dort mit den Nutzern veranstaltet wird ist schon echt nicht mehr schön. Danke Cashy das du so schnell reagiert hast und den Artikel dazu geschrieben hast. Seitdem LaCie den Laden übernommen hat ging es nur noch bergab und die Deadline 31.12.14 für alle die noch freien Speicher haben ist der Todesstoß. Hier entledigt man sich einer ganzen Community und nun auch der letzten treuen User. Dateien verschwinden. Accounts werden gelöscht weil man sich länger nicht einloggt. Das vertrauen ist arg gebeutelt worden in den letzten Jahren und nun komplett dahin. Man muss schon verrück sein um jetzt noch Geld zu investieren in diesen Verein.

Steve 23. Oktober 2014 um 13:14 Uhr

100% sicheren Cloud-Speicher kann es nicht geben. Aber man kann lokal seine Daten verschlüsseln und damit schonmal ein relativ hohen Grad an Sicherheit erhalten. Dann ist es auch egal, welchen Dienst man nutzt (man schränkt meist nur den Komfort stark ein).

Mit BoxCryptor erhälst du z.B. eine Möglichkeit zur lokalen Verschlüsselung, verwendest du aber auch die mobile App, so ist dein Schlüssel (versprochenerweise sicher) im Netz.

Ebenso zählt ja zu dem Auslesen reiner Daten auch die Informationen über die Größe, Zeitpunkte etc. – d.h. jeder der Cloud-Dienste nutzt (egal wie verschlüsselt etc.) hat die Daten nicht 100% sicher, wie auf einem Offline-Rechner in der Zimmerecke.

Leider muss man ebenso bei Verschlüsselungen erwähnen, das es keine 100% sichere Verschlüsselung gibt, es gibt nur sehr (!) schwer knackbare, also quasi sicher. Zudem spielt natürlich der Schlüssel bzw. die Aufbewahrung des Schlüssels eine Rolle.
Bei Verschlüsselungssoftware, die nicht quelloffen sind, gilt ebenso das Vertrauen zum Entwickler (und sowas wie TrueCrypt zeigt auch, halbwegs quelloffene Software Sicherheitsprobleme haben kann).

Daher mein Fazit: NUR die Daten in die Cloud, die man quasi auch public machen könnte. Daten die kein Schaden für die eigene Person oder andere Personen anrichten und man ständig über Webdienste erreichen müssen, können in die Cloud, alle anderen sollten möglichst lokal bleiben (oder wenn es nicht anders geht, verschlüsselt den Rechner verlassen)

Jan 23. Oktober 2014 um 13:15 Uhr

@David 100% Sicherheit ist so utopisch wie Weltfrieden. Was ich einsetze ist eine Kombination aus HiDrive von Strato (www.strato.de/online-speicher/) als Speicherplatz und TeamDrive (www.teamdrive.com/de/) für Sync, Backup samt Verschlüsselung.

Robert 23. Oktober 2014 um 13:15 Uhr

Ich freu mich immer wieder über meine Owncloud 😀

elknipso 23. Oktober 2014 um 13:21 Uhr

Cloudspeicher Anbieter gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Sehr wichtig finde ich dabei auch die Integration des Speichers in andere Dienste, und da ist für mich aktuell Google Drive die rundeste Lösung, zumal ich auch meine primäre E-Mail Adresse dort habe.
Und ganz ehrlich, ein Preis von unter 2 Euro pro Monat für 100 GB Speicherplatz sind nun auch sehr fair.

Bimmelmann 23. Oktober 2014 um 13:30 Uhr

Leider ist Owncloud keine Alternative zu den professionellen Anbietern, es hat zuviele Fehler und Bugs.

Ich betreue beruflich mittelständische Unternehmen unter anderem mit Cloud-Lösungen, bin jedoch dazu übergangen grundsätzlich von Cloud-Speichern abzuraten. Für IT-affine Menschen mag es mit verschlüsselten Containern vermeintlich sichere Lösungen zu geben, diese kann man jedoch nicht auf Firmen mit unbedarften Nutzern übertragen.

Cloud-Speicher birgt zu viele Risiken, selbst wenn man seinen eigenen Root-Server in ein Rechenzentrum stellt kann man sich heutzutage nicht mehr sicher sein, dass niemand die Daten abschnorchelt, außerdem sind Mitarbeiter, welche Links zu Dokumenten versenden oder Passwörter eingeben sollen ein großer Unsicherheitsfaktor.

Ich bin dazu übergangen lokale Fileserver aufzustellen, welche bestenfalls über VPNs übers Netz genutzt werden können, außer der Kunde wünscht es explizit anders. Wer übrigens eine ordentliche Alternative zu Owncloud sucht sollte sich mal http://seafile.com/ angucken. Kostet allerdings für Firmenkunden.

plingplong 23. Oktober 2014 um 13:35 Uhr

Ich habe noch ein altes damals billiges 20 GB GDrive Abo und mit den kostenlosen Speichererweiterungen von Google sollte das laaaange ausreichen.

Billiger Speicher-Server mit BitTorrent Sync, gerne auch zusammengebaut aus verschiedenen Diensten wäre gut: z.B. DigitalOcean mit BitTorrent Sync + Strato-Speicher oder so. Keine Ahnung ob und wie das geht.

werner67 23. Oktober 2014 um 13:40 Uhr

Und auch die Promo ist Bu…it:
„Example: You buy 100 GB and you get an extra 100 GB free for one year.“
Und was mach ich nach einem Jahr ? Genau, die 100GB extra auch noch bezahlen!

Phil 23. Oktober 2014 um 13:48 Uhr

Da freu ich mich doch schon auf meinen Protonet Server.

leosmutter 23. Oktober 2014 um 13:49 Uhr

Bislang konnte mich noch kein anderer Cloudanbieter von Dropbox wegbekommen. Rennt einfach 1a und machte bislang auch im Team keine Probleme

Micha 23. Oktober 2014 um 13:52 Uhr

Uninstalling…

288GTO 23. Oktober 2014 um 13:55 Uhr

@Bimmelmann

Da sogar die [url=http://tinyurl.com/p6wehee] TU Berlin [/url] neuerdings auf ownCloud setzt, kann sie so schlecht ja nicht sein.

Ich verwende privat schon seit Längerem OwnCloud und bis auf die frühen Versionen des Windows Sync-Clients hatte ich keine Probleme damit. Das Sync-Thema habe ich mit dem in diesem Blog auch schon angesprochenen BitTorent-Sync bzw. Syncthing zufriedenstellend gelöst.

plingplong 23. Oktober 2014 um 13:57 Uhr

Protonet? 1783,81 € für 512 GB? ernsthaft? Ok, sind ja nur so 7 Jahre Strato. Wobei Strato vor 7 Jahren auch mehr kostete. Also sind es wohl mehr so 10 Jahre oder noch viel mehr oder sogar soviel, dass es sich nie lohnt. Und Stromkosten fallen auch noch an.

Area3o 23. Oktober 2014 um 14:01 Uhr

Eine mögliche weitere Entwicklung von Wuala sehe ich wie Caschy: entweder der Dienst geht über kurz oder lang „baden“ oder wird auf Ewigkeit vor sich hindümpeln.
Ich fand das Konzept damals interessant (kostenlos, Speicher in der Schweiz), aber nun nach der ganzen Salami-Taktik-Verarsche können die sich ihren kostenlosen Speicher gerne da hinschieben, wo die Sonne nicht scheint. Meine dort noch verbliebenen Daten habe ich nun auf meine eigene OwnCloud umgezogen.

288GTO 23. Oktober 2014 um 14:01 Uhr

@Bimmelmann

Da sogar die TU Berlin neuerdings auf ownCloud setzt, kann sie so schlecht ja nicht sein:

https://owncloud.com/de/technische-universitat-berlin-mit-einer-der-grosten-installationen-von-owncloud/

Ich verwende privat schon seit Längerem OwnCloud und bis auf die frühen Versionen des Windows Sync-Clients hatte ich keine Probleme damit. Das Sync-Thema habe ich mit dem in diesem Blog auch schon angesprochenen BitTorent-Sync bzw. Syncthing zufriedenstellend gelöst.

Leif Sikorski 23. Oktober 2014 um 14:06 Uhr

Wer das Konzept des Speicher für Speicher Tauschens mag um ein günstiges off-site Backup zu haben kann sich ja mal CrashPlan anschauen. Deren Anwendung ist gratis so lang man deren Online Speicher nicht verwendet und läuft auf so gut wie allen Systemen. Dort muss man sich dann zwar eine 2. Person selbst suchen mit der man dies machen möchte, aber vielen dürfte wohl eh wohler dabei sein wenn die eigenen Daten verschlüsselt auf dem Rechner eines Freundes oder Angehörigen liegen und nicht auf dem einer unbekannten Person.

Robert 23. Oktober 2014 um 14:06 Uhr

Ich denke, bei Owncloud hat sich viel getan, aber ob es was für unternehmen ist, ist eine andere Frage. Ich benutze es ja nur privat.

Als Alternative wäre da noch open xchange…

Jon 23. Oktober 2014 um 14:10 Uhr

Wuala hatte ich vor etlichen Jahren auch mal ausprobiert, aber ich fand den Client und die Integration sehr schlecht. Ganz ehrlich- mich überraschen solche Nachrichten allgemein inzwischen recht wenig.
Jetzt habe mir gerade 200GB iCloud-Speicher geholt und probiere mal aus, wie das so läuft.. das ist wenigstens gut Integriert usw.
Ansonsten nutze ownCloud für wirklich sensible Daten.

Thalon 23. Oktober 2014 um 14:25 Uhr

@Robert
Bis jemand deinen Server zuhause hackt 😉
Aber vermutlich sogar dann noch, da du den Einbruch gar nicht bemerken wirst.

Robert 23. Oktober 2014 um 14:35 Uhr

@Thalon
Wer dafür Energie aufbringt ist selber Schuld, bei 2 Accounts auf die man dann Zugriff hätte. Und selbst bei physischem Zugriff auf den Speicher sind die Daten verschlüsselt (sind ja auch keine Nacktbilder a la iCloud drauf 😉 ). Aber 100% sicher kann es natürlich nicht sein.

André 23. Oktober 2014 um 14:50 Uhr

Und ich hab gerade vorgestern tatsächlich überlegt, dass ich doch mal zusätzlich zu meinem Free-Speicher noch was buchen könnte.

Aber wenn man mir so kommt, lass ich das bleiben. Schade, war eine schöne Cloudlösung.

Bimmelmann 23. Oktober 2014 um 14:54 Uhr

@288GTO Als Ex-Student der TU vermute ich eher, dass es Kostengründe hat Owncloud einzusetzen. Vermutlich wird ein Großteil der Owncloudinstallationen auch nie Probleme machen, sobald man jedoch mit mehreren Nutzern in einer Cloud arbeitet und womöglich noch auf die Idee kommt an der gleichen Datei zu arbeiten kommt es nach meiner Erfahrung gerne zu Fehlern. Von dern Problemen bei Updates gar nicht zu sprechen, die Probleme werden in diesem Blogbeitrag ganz gut zusammengefasst: https://blog.kovah.de/die-suche-nach-owncloud-alternativen-fur-die-private-cloud

Für mich ist selbst Privat Owncloud keine Alternative mehr, es gab zu häufig Probleme. Es bleibt zu hoffen, dass sich das mit der Zeit einspielt und Owncloud eine echte Alternative darstellt, das Potential hätte es auf jeden Fall.

SilSte 23. Oktober 2014 um 15:00 Uhr

Ich war von Wuala bis vor einigen Jahren extrem überzeugt.
Relativ gute Geschwindigkeiten, sehr guter Sync auch großer Ordner, saubere Rechteverwaltung. Aber das war es nun… schade eigentlich…

Lustig wirds bei mir nur, da die keine Mailadresse von mir haben :D. Mal schauen wie Sie das kommunizieren werden…

SilSte 23. Oktober 2014 um 15:09 Uhr

Na toll. Jetzt wollte ich meine Dateien runterziehen. Geht nur leider nicht, da:

http://snag.gy/KjYr9.jpg

ChriZ 23. Oktober 2014 um 15:10 Uhr

Owncloud Alternative? Seafile!
habe das selbst seit längerem im einsatz und funktioniert alles astrein.
einziges manko ist momentan, dass sync und webui nicht über standard http-ports laufen, also hat man probleme beim zugriff z.b. von firmennetzwerken. das soll allerdings in einer der nächsten versionen behoben werden

plingplong 23. Oktober 2014 um 15:28 Uhr

Ich ärger mich gerade irgendwie etwas, dass ich damals nicht für 1,67$/Monat 80 GB oder für 4,17$/Monat 200 GB bei Google Drive abonniert habe. Dann hätte ich wirklich für immer und ewig genug 😀
http://www.androidpolice.com/2.....ered-plans

plingplong 23. Oktober 2014 um 15:31 Uhr

…und viiiiel zu viel. Was speichert ihr da alles? Bei mir sind in der Cloud gerade mal 0,5 GB Dropbox + 2,5 GB Google Drive.
Und danke Caschy, dass du mich wenn auch nicht gewollt mit dem Artikel daran erinnert hast, meine Zahlungsinformationen bei Google wieder richtigzustellen. 🙂

Hans 23. Oktober 2014 um 15:45 Uhr

arxshare
http://www.arxshare.com/

Das läuft auf jedem 08/15 Webspacepaket und bietet end-to-end-encryption.

Nachteil: Momentan nur Clients für Windows und IPhone verfügbar. Android Client ist aber grad in der Betaphase und wird demnächst kommen.

Als reines Datengrab für Files sehr einfach zu managen und administrieren. Einfach auf den Webspace hochladen und Adminscript ausführen. Fertig…

Auf dem Server liegen dann nur verschlüsselte Dateien, d.h. auch eine Serverfestplattenkopie ist ohne Passwort wertlos.

Jürgen 23. Oktober 2014 um 16:04 Uhr

Wer keine oder eine alte Mailadresse angegeben hat, der hat bei Wuala nun ein Problem. Alle Accounts werden nach 90 Tagen inaktivität nun Suspended (also gesperrt). Wer nun 5 Tage verstreichen lässt und Wuala nicht dafür bezahlt, das er an seine Daten kommt hat ein Problem, denn nun werden diese Daten gelöscht. Herzlichen Glückwunsch Wuala so schafft man sicherlich vertrauen in einen Onlinespeicherdienst.

plingplong 23. Oktober 2014 um 16:06 Uhr

250 GB 9$/Monat in den Niederlanden https://backupsy.com/

plingplong 23. Oktober 2014 um 16:08 Uhr

und https://backupsy.com/ funktioniert mit Bittorrent Sync

vivien 23. Oktober 2014 um 16:09 Uhr

Die e-mail habe ich heute auch bekommen.
Jetzt ist es nicht einmal möglich einzuloggen um die Daten zu sichern.
Wie kann man solchen Unternehmen überhaupt vertrauen? Also für mich steht es fest.
Ich werde keine Produkte von lacie kaufen. … Nie

Thalon 23. Oktober 2014 um 16:14 Uhr

Wuala war mir nie recht sympathisch, ich loge mich aber alle paar Wochen einmal ein um nicht gelöscht zu werden (Daten liegen keine drauf). Ich hatte es als Reserve für die Zukunft sozusagen „aufbewahrt“.
Wenn der Speicher jetzt aber ohnehin mit Jahreswechsel verfliegt ist das auch hinfällig. Dass Bestandskunden dauerhaft den Speicher behalten hatte ich damals aber auch gelesen und mich gefreut.

@SilSte
Bei solchen Erfahrungen bin ich froh, dass ich seit langem auf Dropbox setze. Da gabs jetzt schon öfter temporär mehr Speicher und kürzlich 1 Jahr Pro-Account gratis.

@Robert
Klar, aber die selben Daten würde er bei einem Online-Dienst auch abgreifen. Aber selber hosten wird für mich aber auch immer interessanter. Gefühlt lässt die Übertragungsrate bei Dropbox langsam nach und für die Indexerstellung zum Abgleich braucht er jetzt schon ziemlich lange. Dabei liegen nur 90.000 Dateien drin ^o^

sinnwahn 23. Oktober 2014 um 16:54 Uhr

Bitte um Meinung / Erfahrung / Austausch: Wie steht ihr zu MEGA? Verschlüsselung Clientseitig ist ähnlich zu Wuala, Mobiler Sync funktioniert bei mir einwandfrei und auch ist ein FUSE-Treiber für unixoide Betriebssysteme sowie ein Windows-Mount geplant. Als mögliches Risiko ist der ausländische Serverstandort (Neuseeland) – was durch die Verschlüsselung jedoch relativiert wird – und der Name Kim Dotcom (mittlerweile jedoch nicht mehr im operativen Geschäft von Mega tätig) anzuführen. Hier könnte eine kurzfristige Abschaltung des Services durch u.U. in der Vergangenheit liegende Rechtsstreitigkeiten drohen. Seht ihr das ähnlich, gibt es andere Bedenken oder auch positives zu berichten? Ich sehe aktuell in MEGA eine gute Alternative zu Wuala zu besseren Konditionen mit vergleichbarer Sicherheit!

zoula 23. Oktober 2014 um 17:13 Uhr

@David
Edward Snowden schwört auf Spideroak!
https://spideroak.com/

Schlingel 23. Oktober 2014 um 17:20 Uhr

@David (1. Kommentar)

Hier kannst Du Deine Daten weltkriegsicher speichern:
https://www.mount10.ch

Paulinger 23. Oktober 2014 um 17:44 Uhr

Bei mir das gleiche. Komme nicht mehr an meine Daten. Heftig.

greeny 23. Oktober 2014 um 17:57 Uhr

Ich bin jahrelanger Fan von Wuala gewesen und hatte sogar ein kostenpflichtiges Abo. Ich bin leider nun komplett kuriert von Wuala..

Vor einiger Zeit haben sie das „Dateisystem“ umgestellt vom „Fragmentierungssystem“ zum neuen „Blobsystem“. Dabei kam es zu Problemen bei der Konvertierung von Dateien zum neuen System. Schlimm war bei der Sache, dass man von den Problemen erst erfahren hat nach dem man sich einloggte, weil keine Email zu der Problematik von Wuala kam. Wie kann man seine Kunden darüber nur per login informieren und nicht von sich aus?
Man bekam dann beim Login die Meldung man hat bis Ende September Zeit die „problematischen Dateien“ runterzuladen bzw. zu konvertieren, ansonsten werden die Dateien gelöscht!
Ich merkte davon Anfang Oktober.. also schon nach der Deadline. Der Support schrieb mir dann, dass am 6.10. die Dateien auch wirklich gelöscht würden.
Ich habe dann die Konvertierung versucht, habe sie aber nach ca. 24h Dauerlauf aufgeben weil es viel zu langsam war und dann versucht möglichst viele Dateien runterzuladen. Den Support habe ich um eine Fristverlängerung gebeten, leider wurde dem nicht entsprochen.
Das Ende vom Lied war, dass ich über 50 GB an Daten verloren habe. Sie wurden einfach gelöscht. Meine Meinung nach kann man sowas nicht als „sicheren“ Online-Speicher bezeichnen, womit Wuala wirbt. Eine Entschädigung oder ähnliches wurde mir auch nicht angeboten. Ich bin daher weg von Wuala.

Wer eine alternative sucht, schaut euch http://www.tresorit.com an.

Leider kann man sich auch nicht mehr im Forum von Wuala äußern, weil dieses deaktiviert wurde. Man findet dort noch einige Beschwerden zu dem „Fragmentation“ problem zu denen man aber nichts mehr schreiben kann.
Z.B. hier https://support.wuala.com/forums/topic/fragmentation-issue-after-update/

Meiner Meinung nach ist ein Cloudanbieter der Dateien löscht ohne seine zahlenden User vorher per email draufhinzuweisen nicht als sicher zu bezeichnen. Was bringt einem denn die „sicherste“ Verschlüsselung, wenn der Anbieter die Dateien selber löscht.

plingplong 23. Oktober 2014 um 18:12 Uhr

@greeny und andere
CRAZY SHIT
Damit mir so etwas nie nie nie niemals passiert, werde ich am Wochenende alle meine Daten bei verschiedenen Anbietern runterladen (auch wenn ich nicht denke, dass sich Google und Dropbox solche Fauxpas leisten würden) und mir ein Backup basteln.

Martin 23. Oktober 2014 um 18:37 Uhr

Alternativen sind leider rar. Boxcryptor ist ein ziemliches Gebastel. Tresorit bietet keine volle OS X-Unterstützung und synchronisiert nicht alle Dateien, sondern (je nach Plan) nur bis zu einer bestimmten Grösse. Spideroak wird genauso vernachlässigt wie Wuala. BTSync hat keine Nutzerverwaltung und bietet auch keine volle OS X-Unterstützung. OwnCloud muss man selbst administrieren, ansonsten gibt früher oder später unerwünschte Zugriffe auf die Daten. Habe ich etwas Relevantes vergessen?

Sascha 23. Oktober 2014 um 18:41 Uhr

Als Caschy das erste mal darueber berichtete, dass der Laden Wuala Seagate gehoert habe ich sofort meine Daten von meinem 12GB grossen Speicherplatz abgezogen und auf dem Server geloescht. Man gut, dass ich sofort reagiert habe Dank Caschy.

Danke Caschy!

http://www.mount10.ch ist eine anstaendige Loesung wenn man z.B. sensible elektronische Daten vererben moechte, aber ganz schoen gepfefferte Preise. Wenn ich das Geld haette wuerde ich einen 100 Jahres Vertrag abschliessen und Rabatt einfordern. Ich habe dort mal angefragt was es kosten wuerde.

Details zum sichersten Datencenter Europas: http://www.swissfortknox.ch/


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