Wuala: wie viel Schweiz steckt noch drin?

1. September 2014 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Der Schweizer Service Wuala zieht sich seit Jahren hier durch das Blog. Einer der ersten großen Cloudspeicher, der für die Massen gut und einfach nutzbar war. Zudem gab es Verschlüsselung und immer wieder die Aussage: „die Daten sind sicher, wir sitzen in der Schweiz“. Diese Aussagen änderten sich auch nicht, als Wuala Teil von LaCie wurde, die wiederum Teil von Seagate sind.

Wuala Logo

Seagate ist ein US-Unternehmen und nachdem Wuala sich fragen lassen musste, wie viel Einfluss die USA auf den Dienst haben, hieß es unter anderem: „Wir sind unter LaCie Schweiz (bzw. schlussendlich Seagate Irland) eingegliedert.“.

Vollmundige Aussagen, da fühlt man sich doch irgendwie sicher? Auch viele unserer Leser kommentierten in den letzten Jahren immer wieder, dass sie froh seien, dass die Daten auf Servern in Europa liegen, zudem verschlüsselt sind. Dennoch ist Wuala wohl doch nicht ganz unangreifbar für Ansagen aus den USA.

Auf der Facebook-Seite des Unternehmens kommentierte ein Nutzer aus dem Iran, dass er auf seine Daten nicht mehr zugreifen könne, der Zugang gesperrt sei und er seine wichtigen Daten nicht mehr nutzen könne.

Bildschirmfoto 2014-09-01 um 14.52.54

Nun die Antwort von Wuala: Es wurde ihnen leid tun, was dem Nutzer widerfahren ist. In Zeiten, in denen immer mehr Cloudspeicher schließen müssen, hätte es für Kunden Vorteile, dass Wuala zu Seagate gehört. Dies würde aber auch implizieren, dass man US-Vorschriften befolgen müsse, zu denen das dem Nutzer aus dem Iran auferlegte Embargo gehört.

Hier darf man sich nun tatsächlich die Frage stellen, wie viel Schweiz noch im Cloudspeicher Wuala steckt. Klar, hier geht es um einen Bürger des Iran und nicht um ein westliches Land, welches wohl kaum mal eben unter Embargo eines US-Dienstes fällt. Dennoch zeigt es, wie Wualas Unabhängigkeitsbekundungen zu deuten sind. (danke Cecil!)



Über den Autor: caschy

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58 Kommentare

ted 1. September 2014 um 16:12 Uhr

ja das Problem mit US Anbietern…

Mr_Kane (@Mr_Kane) 1. September 2014 um 16:13 Uhr

Danke für den Artikel, ich werde mich von Wuala zurückziehen. die eigene Cloud scheint die einzige Konsequenz zu sein.

Florian P. (@benderbot) 1. September 2014 um 16:16 Uhr

Ich hab meinen Account stillgelegt als sie damals von Seagate gekauft wurden.

Matti12 1. September 2014 um 16:21 Uhr

Solang wir die Merkeline noch ertragen müssen, die ja vollständig an den Strippen der Transatlantic-Brücke hängt, dürften wir wohl sicher nicht so schnell ausgesperrt werden. Sollte es aber ausnahmsweise ein Politiker mit Rückgrat ins Kanzleramt schaffen, haben wir hier sehr bald Iraker Lebensbedingungen. Und dann dürfte das das kleinste Problem sein. Aber eher friert die Hölle zu, als dass z.B. Gregor Gysi Kanzler wird.

dch36 1. September 2014 um 16:30 Uhr

Das haut dem Fass den Boden raus … Noch immer werben diese Fieslinge mit dem Claim „Wuala is the secure cloud storage from Switzerland:“.

Ist wie in einer Wildwest-Filmstadt, alles nur grosse Fassade. Wuala hat mit Schweiz und swiss made NULL zu tun.

Was noch viel schlimmer ist? Bei allen anderen Cloud-Anbietern weisst Du, dass sie Kollborateure mit der dunklen Seite der Macht sind.

Wuala aber versprach, ganz anders zu sein. Sie haben uns belogen, wissentlich und über Jahre. F*** Wuala.

ReadySteady 1. September 2014 um 16:35 Uhr

Habe grosses Interesse, diverse Dateien „sicher“ in einer Cloud zu hinterlegen, um von überall Zugriff darauf zu haben. Dabei ist mir natürlich auch wichtig, dass die Daten, wie oben erwähnt, in Europa liegen. Bin natürlich auch auf Wuala gestoßen, war drauf und dran mir einen Account anzulegen. Doch nun „das“! Welche Alternativen habe Ich denn nun?

Georg 1. September 2014 um 16:37 Uhr

Zum Zeitpunkt der Übernahme habe ich meinen Account gekündigt, zum Glück.

Was lernt man daraus?
1. Die US-Regierung besteht aus machtgeilen und rasstischen Ar***geigen, denen der Besitz von Nicht-Amis schnurzpiepe ist.
2. US-Unternehmen haben keine Eier in der Hose und sitzen lieber im Dickdarm der Regierung drin, anstatt Anstand und Moral walten zu lassen.
3. Die IT-Industrie ist eine Blase und moralisch abgrundtief verdorben. Das sollte man alles platzen und neu aufgebaut werden.
4. Sicherheit my ass. Die Daten sind doch verschlüsselt. Würde man auf IP-Logs verzichten, könnte man sagen: Iranische Kunden? Welche iranischen Kunden? Ham‘ wir nich‘, kennen wir nich‘. Aber hey, Amis und Datensparsamkeit? Ohne Gier geht da gar nix, man kann ja jeden gesammelten Datenschnippsel irgendwo an den Mann bringen.
Da Wuala nun zugibt, Anfragen der USA folgen zu wollen, muss man auch von Backdoors in der Crypto ausgehen. Wuala = Lügnerpack = lügt beim Premium-Service = Abzocker = meiden.

Schlingel 1. September 2014 um 16:41 Uhr

Ui. Schnell Daten abziehen von Wuala.

Das wars dann wohl. Macht aber nichts. Tut auch nicht weh.

Was hat der Iran angestellt? Unschuldige Menschen mit Drohnen bombardiert? LAender angegriffen. Irgendwo fuer Chaos gesorgt?
Achso, seit 25 Jahren behauptet die CIA ja der Iran sei nur noch Monate von der ersten Atombombe entfernt. Jedes Jahr hoert man das seitdem. Na, dann. Tschuess Wuala.

Michele Elia 1. September 2014 um 16:51 Uhr

@ ReadySteady: synology.com. Was schönes raussuchen, einrichten und wenigstens ein bisschen Privatsphäre haben. Oder einen eigenen Server einrichten (da tut es ein gebrauchter PC für 50 Öcken) und da Owncloud oder XPEnology installieren.

Alles andere macht langfristig keinen Sinn. Was bis heute nicht in der Hand amerikanischer Firmen ist, wird eben auch peu a peu aufgekauft und der jeweilige Datenbestand assimiliert. Man kann jetzt von Cloud zu Cloud ziehen, oder sich etwas eigenes hinstellen und langfristig Ruhe haben.

Markus Weng 1. September 2014 um 17:01 Uhr

So eine sauerei! Ein lokaler Server in meiner Wohnung ist keine Alternative, ich möchte meine Daten auch vor Einbruch & Feuer gesichert haben. Deshalb nutze ich eine Cloud.

Wie sieht es mit der Strato Cloud aus? Die machen auch immer viel Werbung
http://www.strato.de/online-speicher/

besucherpete 1. September 2014 um 17:02 Uhr

Das „eigene“ wird niemals den Komfort eines „richtigen“ Cloud-Anbieters haben. Das geht schon los mit der geringen Upload-Bandbreite, die vielfach zur Verfügung steht, außerdem hast Du noch ein weiteres Gerät zu Hause rumstehen, was Strom verbraucht und irgendwo auch mal gewartet werden muss. Sicher, das ist alles zu verschmerzen – aber doch nicht für den „Normalo“ da draußen. Das ist eine Alternative für Nerds oder zumindest technisch interessierte, aber keinesfalls etwas, was man dem Nachbarn einfach so anbieten kann.

besucherpete 1. September 2014 um 17:06 Uhr

Daten online abzulegen ist „von Haus aus“ unsicher. Ein Restrisiko wird es immer geben, bei jedem Anbieter. Du als Nutzer weißt nie wirklich, wer was mit Deinen Daten anstellt. Du kannst einfach nur darauf vertrauen, dass die Aussagen eingehalten werden. Und man darf auch nicht vergessen, dass auch Geschichten wie Owncloud u.ä. keinesfalls die Gewähr bieten, dass kein Dritter an Deine Daten kommt. Wer garantiert denn, dass da nicht auch ein Backdoor eingebaut ist? Richtig, niemand. Sicher, das mag nun etwas konstruiert sein, aber mal ehrlich, dass sind doch die ganzen Geschichten über die „bösen Datenabgreifer USA“ doch auch. Im Grunde weiß doch hier niemand wirklich genau, wer mit wem und in welchem Umfang kooperiert.

Cecil 1. September 2014 um 17:07 Uhr

Scheint ganz interessant als Alternative zu sein: https://tresorit.com/
Server Schweiz, Unternehmen aus Ungarn
Client-Seitige Verschlüsselung vor Upload
5 GB kostenlos / 100 GB, 9,99 € p.m.
Gibt es Erfahrungen? Alternativen?

andy2010 1. September 2014 um 17:10 Uhr

Another One Bites the Dust…….

Michele Elia 1. September 2014 um 17:18 Uhr

@ Markus Weng: Natürlich ist das eine Alternative. Vielleicht nicht gerade die einfachste und bequemnste, aber wie gesagt, Du kannst auch weiter von Anbieter zu Anbieter ziehen und hoffen dass sich irgendwann mal einer findet, der

a) ehrlich
b) diskret
c) zuverlässig
d) integer
e) sicherheitstechnisch up-to-date
f) etc.

ist.

Oder: Ein lokaler Server in Deiner Wohnung und einer bei Eltern / Freunden / Nachbarn / etc. 😉

Ob Strato da unbedingt drunter fällt? Wohl kaum. Es ist ja inzwischen bekannt, dass der BND u.a. Server von Strato im Datencenter Frankfurt anzapft und die Daten den USA zur Verfügung stellt: http://www.spiegel.de/spiegel/.....26221.html

Generell: Ich glaube, wir hatten in den letzten Monaten mehr als genug Berichterstattung die einem eigentlich klar machen dürfte, dass alles, was bei deutschen Anbietern auf den Servern liegt genauso gut auch direkt in den Staaten auf Servern liegen könnte, da kämen sie auch nicht leichter dran.

Markus Weng 1. September 2014 um 17:23 Uhr

Gibt es eigentlich Cloud Anbieter welche Owncloud hosten?

stackevil 1. September 2014 um 17:32 Uhr

Es ist doch schon länger bekannt gewesen das die Server von Wuala nicht nur in der Schweiz standen sondern auch bei Hetzner & Domainfactory.

Nach der Übernahme durch Seagate war aber abzusehen das der Service bald teuer wird.

schade drum!

Name unwichtig 1. September 2014 um 17:38 Uhr

Wenn ich eine passende (und einfache 😉 ) Alternative wüsste, wäre ich auch schon weg von Wuala. Aber mein Lieblingsfeature, die funktionierende (!) Synchronisation meiner bestehenden Ordnerstruktur, hab ich so noch nirgends entdeckt; jedenfalls nicht außerhalb amerikanischer Anbieter.

Eine Zeitlang hatte ich Jottacloud (aus Skandinavien) ausprobiert, Leider wird dort nur der eigens angelegte Ordner gesynct – alles andere erfährt nur ein Backup in der Cloud.

John 1. September 2014 um 17:46 Uhr

Warum nutzt ihr nicht irgendeinen stabilen Anbieter, sei es jetzt Google oder Dropbox oder Skydrive und ladet nur vollverschlüsselte Daten hoch (aka Clientseitig z.B. mit Truecrypt, ecfs, ecryptfs)?

Im Zweifelsfall wird in ein nach außen hin erreichbares NAS sicherlich auch eingebrochen werden können, selbst wenn es bei euch in der Bude steht.

Schweizer Datensicherheits Beobachter 1. September 2014 um 17:58 Uhr

Wuala war leider der einzige Cloud Anbieter dem ich so halbwegs vertraut habe. Es gibt nicht viele die einfach UND sicher sind (natürlich nur suggeriert, überprüft hat es ja ncoh keiner).

Normand 1. September 2014 um 18:10 Uhr

Ist denn owncloud auf dem Home Server nicht viel anfälliger für hacks als ein x-beliebiger hoster, der ne eigene Sicherheitsabteilung engagiert?

tom 1. September 2014 um 18:13 Uhr

@Michele Elia:
Wenn alle so denken wird mir auch immer mehr klar warum es keine ernsthaften europäischen/deutschen Alternativen gibt. Das Bewusstsein ist hier in Europa (speziell Deutschland sicherlich) natürlich grundsätzlich ein anderes, aber wenn jeder das Wissen, die Zeit, das Geld, die Internetleitung, … hätte einen eigenen Server zu betreiben (von Funktionen/Komfort solcher Lösungen oder anderer Probleme nicht zu sprechen) und niemand mehr einen „sicheren“ europäischen Anbieter benutzt ist mir klar warum es diese nicht mehr gibt: Mangels Kunden geschlossen oder billig aufgekauft!
Für nicht-Europäer ist ein solcher Dienst idR nicht interessant und es gilt allein der Preis.

peter 1. September 2014 um 19:36 Uhr

Hi kennt jemand gute Seafile Provider?
Habe mal bei https://basedrive.net angefragt die meinten Ihr Service ist noch im Betastatus mit Servern in Österreich & Deutschland Seafile-Server.de hat seine Server bei Hetzner laut angaben auf der Website.

Markus 1. September 2014 um 20:18 Uhr

Ich habe nachgefragt: Die Daten werden noch immer verschlüsselt und in den Datenzentren gemäss Homepage gespeichert.

Das Embargo bedeutet, dass Benutzer mit einer Vorgeschichte (z.B. in diesem Fall Leaker von Filmen) durch Wuala blockiert werden und keine neue Accounts eröffnen dürfen (bzw. sich in die anderen Mirror-Accounts nicht mehr einloggen können).

Holgi 1. September 2014 um 21:01 Uhr

Man müsste jetzt wirklich zu dem Schluss kommen auf Onlinespeicher zu verzichten. Es wäre nur logisch wenn man ernsthaft etwas geschützt halten will.

Subscape 1. September 2014 um 21:07 Uhr

@Markus Weng: Es gibt z.B. OwnCube (https://owncube.com). Da kann man den Serverstandort angeben, also wo Deine Cloud gehostet wird.

Antares 1. September 2014 um 21:47 Uhr

@Markus Weng: Ich weiss auch, dass die Betreiber von Openmailbox ihren Cloudserver mit OwnCloud befeuern. Musste mal recherchieren, ob das was für dich ist.

Ich selber habe Wuala nie verwendet, ist aber natürlich ärgerlich. Bisher habe ich noch keinen Nachfolger für Ubuntu One gefunden, allerdings dauert es bei mir auch noch etwas, bis bei mir die lokale Cloud steht. Momentan denke ich über TeamDrive als Übergangslösung nach. Das ist zumindest ein deutscher Anbieter, die Server stehen auch nur in Deutschland (Hamburg) und die Daten werden mit AES-256 verschlüsselt. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber 2GB kostenloser Speicher würden mir locker reichen.

werner67 1. September 2014 um 22:10 Uhr

@Cecil: Laut Tresorit sind die Server EU-basiert:
https://tresorit.com/features#Share_and_collaborate
Und Good Old Switzerland ist (noch ?) nicht Teil der EU…
Also kannst Du gleich bei Telecom bleiben.

thegab (@thegab_) 1. September 2014 um 22:33 Uhr

Die verlinkte Seite gibts nicht mehr:
http://www.swissmadesoftware.o.....&sm=1

In der Liste stehen sie auch nicht mehr drin:
http://www.swissmadesoftware.o.....es~W~.html

Krass, dass die trotzdem noch damit werben…

heutger 1. September 2014 um 23:47 Uhr

Ich kann die Begeisterung über owncloud und seafiles nicht nachvollziehen, beidem merkt man das Open Source deutlich an, die Apps sind auch nicht wirklich der Bringer. Pydio (ehemals AjaXplorer) ist mein Favorit und auch die App ist erstklassig. Ein Sync ist im Kommen.

Zum Cloudspeicher in Deutschland kann ich Portunity nur empfehlen, da kann ich auch keinen US- oder UK-Einfluss erkennen.

Pietz 2. September 2014 um 00:37 Uhr

Also Sicherheit besteht ja aus vielen Komponenten. Ich traue mich nicht insgesamt den sichersten zu kühren. Aber was Transparenz, Offenheit, ehrliche Kommunikation und einzig wirklich sichere Art der Verschlüsselung angeht, kann man eigentlich nur Spideroak empfehlen. Negativer Faktor ist wieder der US Server Standort, was spideroak aber mit dem neuen „canary“ sehr durchdacht angeht.

Dazu ist es eben nicht nur Sync cloud ala dropbox , sondern auch Backup cloud ala crashplan. Dafür haben die mobilen apps nicht all zu viele Funktionen. Sichere Verschlüsselung hat halt ihren Preis.

Hab mir Grad nach einem Angebot einen unlimited plan für 8€ im Monat geholt. Ziemlich guter deal.

Michele Elia 2. September 2014 um 07:32 Uhr

@tom: Das Argument, dass es in D/EU so wenig „sichere“ Hoster gäbe, weil so viele sich eine private Lösung zusammenzimmern, geht meiner Meinung nach am Kern des Problems vorbei, nämlich der Tatsache dass es in D/EU PER GESETZ keine sicheren Hoster geben kann, weil alle im Zweifelsfall Deine Daten rausrücken müssen, von der Möglichkeit einfach unbemerkt angezapft zu werden ganz zu schweigen. Und das passiert ja, wie wir wissen, im ganz großen Stil. Der BND hat offenbar absolute Narrenfreiheit.

Abgesehen davon glaube ich kaum, dass die paar Teiches oder „Nerds“, die tatsächlich eine eigene Cloud betreiben, überhaupt eine Rolle in den Bilanzen der Hoster spielen. Das dürften viel zu wenige sein.

Frank 2. September 2014 um 07:52 Uhr

Was ich nicht verstehe: was habt Ihr alle vorm amerikanischen Geheimdienst zu verbergen?

Ganz ernst gemeint.

Pietz 2. September 2014 um 08:12 Uhr

@Frank
Es ist ja noch früh, deshalb beschreibe ich dir mal kurz den Text den Caschy oben verfasst hat. Einem Nutzer wurde Zugang zu seinem Account und damit zu allen seinen Daten verwehrt. Ich gehöre auch noch zu denen, die das „in die Daten gucken“ relativ locker sehen, aber wenn ich mein gesamtes BackUp online habe und mich darauf verlasse, ist es schon krass, wenn die dir einfach den Zugang blocken.

Ich meine es kann doch nicht sein, dass man führt einen Service ZAHLT und die tatsächlich den rechtlichen Anspruch haben, dir den kompletten Zugang zu verweigern. Darauf komme ich einfach nicht klar.

Hendrik 2. September 2014 um 08:15 Uhr

Wirklich ein unglaubliches Verhalten. Da muss man sofort die Daten abziehen.
Die Alternative heißt für mich SecureSafe. Hier beschrieben: http://www.diehasses.de/2014/n.....zer-konto/

plumtree 2. September 2014 um 09:28 Uhr

Ich verwenden die web.de Cloud. Steht in Deutschland, ist sicher und fühlt sich gut an.
In manchen Dingen ist es ein wenig umständlicher als Dropbox (Freigaben managen z.B.), aber insgesamt alles gut.
Kostet allerdings was, weil es nur im Premium Paket des Web Mailers enthalten ist. Da ich den aber sowieso verwende, schmerzt das nicht allzu sehr.
Kostenlos, sicher und immer verfügbar ist wohl ein nicht realisierbarer Traum.

Aber grundsätzlich haben sehr sensible Daten in Clouds nichts verloren. Zu leicht kann da mal was abhanden kommen. Hat man ja jetzt wieder beim Apple Hack gesehen.

Tuok 2. September 2014 um 10:09 Uhr

Ich bin, nachdem mir ein Cloud-kundiger Freund von der geänderten Lage bei Wuala erzählt hat, zur OwnCloud.
Und ich muss sagen, dass das syncen mit all-inkl.com Serven echt zuverlässig funktioniert.
Ich bin weit davon enttfernt, Mich gut mit Server aufsetzen etc. Auszukennen, aber mit den vielzähligen Anleitungen habe ich die Installation von OC trotzdem geschafft und synce damit handy und Dateien. Kann ich wirklich nur empfehlen, es mal in Angriff zu nehmen, hat insgesammt ca. 4 Stunden gedauert, bis es lief (habe etliche Anfängerfehler gemacht), hat sich aber gelohnt.

Markus Weng 2. September 2014 um 10:16 Uhr

Also Cubby kann ich nicht empfehlen, die können nicht mal unsichtbare Dateien syncen und es ist ein reines US Unternehmen.

Ich suche nun einen Cloud Anbieter welcher eine Client seitige Verschlüsselung der Daten vornimmt und eine App für Windows Phone 8 hat. Nicht jeder hat iOS oder Android.

Markus Weng 2. September 2014 um 10:20 Uhr

Wie ist das mit der Verschlüsselung der Dateien bei Owncloud. Werden diese auf dem Server verschlüsselt oder muss ich das selber machen bevor ich die Dateien hochlade? Sonst kann ich ja gleich einen FTP Server nutzen zur Dateiablage.

Markus Weng 2. September 2014 um 10:21 Uhr

Wie ist das mit der Verschlüsselung der Dateien bei Owncloud? Ist das out of the box oder muss ich die Dateien vor dem hochladen selber verschlüsseln?

MikeS 2. September 2014 um 11:02 Uhr

Was hat den jetzt unser Auslandsgeheimdienst BND mit innerdeutschen Servern zu tun. Die fallen wohl eher in den Aufgabenbereich des Inlandsgeheimdienstes Verfassungsschutz und der Polizei.

Claas 2. September 2014 um 11:21 Uhr

Mir ist das mitlerweile egal wo auf der Welt meine Daten liegen, solange ich zugriff drauf habe. Ich habe aber allerdings auch von anfang an meine Daten selber verschlüsselt, schon vor Upload.

Anfangs noch mit Truecrypt und mittlerweile mit encfs.
Encfs ist nicht für den 0815 User geeignet, da die einrichtung auf einem OSX System ein bisschen verständnis benötigt, aber letztendlich bindet sich meine Dropbox so ein, als wäre sie eine Festplatte. Alles was ich da reinlege, wird stark verschlüsselt. Bequem und sicher.

Der einzige Nachteil: ich kann nicht mal eben von einem Fremden rechner auf meine Dropbox zugreifen.

Soweit ich weiß, gilt AES 256Bit noch als sicher.

Mike 2. September 2014 um 11:40 Uhr

Der Werbeslogan „secure“ bedeutet natürlich nicht „sicher vor der NSA“.
JEDES amerikanische Storage-Unternehmen (egal wo die Server stehen) wird früher oder später Besuch von den Herren in Schwarz bekommen mit der „Bitte“ um den Generalschlüssel für die Daten (Alternative: Ausflug nach Guantanamo für den Firmenbesitzer).
Dies betrifft auch Verschlüsselungsprogramme die nicht Open Source sind.

Und glaubt bloß nicht „ich habe ja nichts verbotenes…“.
Es haben sich schon einige Leute gewundert, warum sie plötzlich bei Ihrem Wochenendausflug in die USA nicht an der Personenkontrolle durchgekommen sind sondern gleich wieder nach Hause fliegen durften, nur weil sie mal an den falschen eine Mail geschickt haben oder anderweitig auf die „schwarze Liste“ gekommen sind….

Tuok 2. September 2014 um 11:48 Uhr

@ Markus Weng: ich habe eine SSL-Übertragung eingerichtet. So wie ich es verstanden habe, erfolgt die Endgültige Verschlüsselung dann aber erst serverseitig, insofern man es aktiviert.

Besucherpete 2. September 2014 um 12:47 Uhr

@Mike: „Dies betrifft auch Verschlüsselungsprogramme die nicht Open Source sind.“ – Und die, die Open Source sind, bieten auch keine Gewähr für Sicherheit. Wer garantiert denn, dass da keine Lücken sind, die genutzt werden (können)? Richtig, niemand. Im Gegenteil, dadurch, dass im Grunde jeder an Open Source „rumwerkeln“ kann, besteht fast schon automatisch eine höhere Gefahr der Kompromittierung.

Frank 2. September 2014 um 15:48 Uhr

Mir kommt die ganze Debatte komisch vor. Was die NSA an einem durchschnittlichen deutschen Cloud-Inhalt eigentlich interessieren soll, kann ja auch hier keiner sagen.

Das ist alles eine Schein-Debatte, mit der irgendein *anderes*, aber schwerer greifbares Unbehagen am Internet kompensiert wird. Nur welches?

Stefan 23. Oktober 2014 um 12:42 Uhr

Ich habe gerade eine Email von wuala bekommen, dass alle kostenlosen Accounts zum 31.12.2014 gelöscht werden. Damit hat sich für mich das Thema wuala erledigt.

Markus 23. Oktober 2014 um 13:33 Uhr

Oh Mann, immer diese lahme Argumentation „Wen interessierts, die NSA interessiert sich eh nicht für meine Files, ich bin sauber“.
Glaubt ihr die NSA stemmt die milliardenschwere Analyse riesige Petabyte-Datenmengen nur zum Spaß oder um ne Handvoll Terroristen zu jagen die eh kein Dropbox u.ä. nutzen ?

Klar, die interessieren sich nicht für deine Steuererklärung… das glaub ich gerne. Dennoch: Ich mich auch nicht, darf ich kurz mal reinschauen ?

Und Wuala ? Defintiv „stirb“… es gibt soviele gute Anbieter, wenn man sich schon kein Problem mit der Ami-Cloud hat, kann man sich problemlos einen Anbieter suchen der eine fairere (Preis-)Politik fährt.


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