Chrome: Weiterleitende Werbung bereits jetzt unterdrücken

9. November 2017 Kategorie: Android, Google, geschrieben von: caschy

Google möchte seine Nutzer besser schützen, aber das eigene Werbegeschäft nicht zerstören. Jüngst erst kündigte das Unternehmen Neuerungen in Chrome an, die dafür Sorge tragen sollen, dass bösartige Werbung, wie ausbrechende Frames, gestoppt werden. Die komplette Verlagsindustrie versucht seit über einer Dekade eine Monetarisierung zu finden, die sicher funktioniert. Bezahlschranken und Spenden haben sich bei vielen als bisher nicht wirtschaftlich erwiesen. Man finanziert sich halt über Werbung und in den meisten Fällen auch sauber. Natürlich gibt es bei Werbetreibenden schwarze Schafe und mit jenen hat Google so seine Probleme.

So kann es passieren – und dies ist seit einigen Wochen weltweit bei einigen Mobil-Lesern der Fall – dass sie bei Besuch über Facebook oder Twitter auf eine Seite gelangen und direkt umgeleitet werden. Das gab es bei uns auch schon und sorgte damals dafür, dass ich Werbeblöcke deaktivierte. Mit Chrome 64 soll dies nun nicht mehr passieren, offiziell soll im Januar 2018 der Schalter umgelegt werden, um die Nutzer zu schützen. Aber: Der Schalter ist auch jetzt schon in der finalen Version von Chrome zu finden, muss lediglich umgebogen werden. Ob damit jegliche bösartige Werbung zum jetzigen Zeitpunkt geblockt wird, ist nicht bekannt – denn sonst hätte Google das Feature vielleicht bereits zu einem früheren Zeitpunkt schon aktiviert.

Wer das Ganze für sich mal testen möchte: In der Adressleiste von Google Chrome chrome:flags eingeben und bestätigen. Auf der folgenden Seite nach dem Punkt „Frambusting requires….“ suchen, diesen aktivieren und Google Chrome neu starten. Wie erwähnt: Kann sein, dass es noch nicht zu 100% funktioniert, da es bisher ein experimentelles Feature ist. Könnt ja mal Feedback geben, ob der nervige Kram nach Aktivierung des Flags weniger wurde. Man kann auch über diesen Link testen. Eine nicht geschützte Chrome-Installation brachte mich auf eine nicht erreichbare Zielseite, mit aktiviertem Framebusting war alles ok.


Über den Autor: caschy

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