Bitcasa: Nutzer klagen über Datenverlust

17. November 2014 Kategorie: Backup & Security, Internet, geschrieben von:

Über Wuala und Bitcasa mussten wir in der letzten Zeit berichten. Beide Cloudspeicher haben Änderungen vorgenommen, darüber hinaus Nutzer verärgert – und Datenverlust steht auch im Raum. Wuala schaffte den Gratis-Speicher ab und änderte im Nachhinein die Pressemitteilungen, seitdem haben uns auch Nutzer geschrieben, die ihre Daten nicht mehr von Wuala herunterladen können, des Weiteren gibt es Medienberichte, die von einem Nutzer reden, der so mal eben 12.000 Fotos verloren hat.

bitcasa

Bitcasa hingegen änderte das Geschäftsmodell, vom unbegrenzten Speicher in der Cloud für kleines Geld blieb danach nicht mehr viel übrig. Viel schlimmer wiegt es aber, dass Nutzer bei Bitcasa Daten verloren haben, ein breiteres Problem, wenn man im Forum des Anbieters wühlt. Unser Leser Axel hat hierbei rund 70 GB an Daten verloren.

Das große Problem hierbei: der Desktop-Client meldete „OK, alle Daten sind auf dem aktuellen Stand“, während sie nicht bei Bitcasa ankamen. Logo – wenn die Daten nicht korrekt beim Anbieter ankommen, dann hilft auch deren Versionierung bei der Wiederherstellung nicht. Unser Leser Axel hat mir circa 20 Threads aus dem offiziellen Forum geschickt, in denen die Nutzer ihrem Ärger Luft machen. Viele Daten bei Nutzern gingen wohl beim Transfer vom alten auf das neue System verloren.

Weiterhin interessant: Bitcasa wurde es erst einmal untersagt, Daten von Nutzern einfach so zu löschen. Hierbei handelt sich aber nur um ein kleines Zeitfenster. Bitcasa kündigte an, alte Daten zu löschen, sofern die Nutzer nicht auf das neue System migrieren, das Zeitfenster war bis zum 16. November geöffnet. Laut Erlass ist es nun so, dass Bitcasa bis zum 20. November nichts löschen darf. Lächerliche vier Tage – die auch denen nichts bringen, die schon vorher nicht an ihre Daten kamen.

Geschichten wie diese sind es, die mich darin bestätigen niemals komplett auf die Cloud zu setzen. Ich selber habe meine Daten zusätzlich in den eigenen vier Wänden gesichert und dies wird auch noch länger so bleiben.


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