Facebook at Work: mehr Produktivität durch Google-, Microsoft- und LinkedIn-Konkurrent?

Facebook streckt seine Fühler immer in neue Geschäftsbereiche aus. Das ist wichtig, will man nicht irgendwann wie MySpace dastehen. Der nächste Schritt könnte Facebook at Work sein, ein Netzwerk, das sich in das Arbeitsumfeld integrieren soll und einen einfachen Kontakt zu Kollegen und Geschäftspartnern ermöglicht. Außerdem soll die Zusammenarbeit an Dokumenten möglich sein. Eine direkte Konkurrenz zu Produkten von Google, Microsoft und LinkedIn.

Facebook-Logo

Facebook at Work soll sich nicht allzu stark von dem Facebook unterscheiden, das man als Privatperson nutzt. Nur soll es eben die Zusaamenarbeits-Möglichkeit geben, außerdem wird die private Nutzung von der beruflichen getrennt. Facebook-Mitarbeiter sollen das System schon lange nutzen, Diskussionen, die Funktionalität auch anderen zugänglich zu machen, sollen ebenfalls schon länger geführt werden.

Den Unternehmen Facebook at Work schmackhaft zu machen, dürfte indes etwas schwierig werden. Man benötigt ein großes Vertrauen, wenn man geschäftliche Vorgänge über einen „Drittanbieter“ laufen lässt. Aktuell sieht es so aus, dass viele Firmen den Facebook-Zugang sogar sperren, damit die Angestellten nichts an Produktivität einbüßen. In Sachen Privatsphäre genießt Facebook ebenfalls nicht den besten Ruf, versucht sich hier aber seit geraumer Zeit eine bessere Stellung zu verschaffen, indem das Netzwerk aufklärt und manche Standard-Einstellungen privater anlegt als früher. Außerdem wurde dieses Jahr eine Verschlüsselung verteilt, die die Spionage durch Geheimdienste verhindern soll.

Facebook at Work wird zu Beginn vermutlich nichts kosten, das Wachstum sollte hier im Vordergrund stehen. Je länger Facebook genutzt wird, desto besser für Facebook, das muss sich nicht zwangsläufig direkt monetär niederschlagen. Wann Facebook at Work verfügbar sein wird, ist nicht bekannt, Facebook selbst gab gegenüber der Financial Times dazu keinen Kommentar ab.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Interessant, aber ich bin da eher skeptisch ob Facebook in dem Feld erfolgreich sein wird aber sinnvoll es zu versuchen ist es trotzdem. Ich würde mich freuen wenn FB vielleicht mit MS kooperieren würde da die mit Yammer ja durchaus ein gutes Produkt am start haben dem es aber aus meiner Erfahrung immer wieder an Einfachheit bzw. Authentizität im vergleich zu FB fehlt.

  2. Manchmal muss man sich fragen, in welchem Paralleluniversum die leben!? Da kann ich auch gleich den Fuchs meinen Hühnerstall bewachen lassen – weil: Der ist ja echt ’nen Netter und voll vertrauenswürdig!

    Obwohl… selbst dafür finden sich noch ein paar Hippster, die das geil finden…

    Manchmal könnte man echt meinen, dass solche Vorhaben als Satire geplant sind…

  3. Erst mal abwarten, denke es wird schwer im Unternehmen das einzusetzen. Aber auf lange Sicht sehe ich es eher, als direkte Konkurenz zu Xing und LinkedIn.

  4. windowspupser says:

    Die, die sich nicht verändern verlieren IMMER . Haben nur so die letzten 1000 Jahre gezeigt btw.

    Evolution FTW!

  5. Made my day!

  6. Als Aktionär von Xing oder LinkedIn würde ich anfangen mir Sorgen zu machen. Wenn Facebook alle Features für alle Nutzer kostenlos anbietet, dürfte das die Lust der Kunden von Xing und LinkedIn auf die kostenpflichtigen Updates deutlich dämpfen.

    Aber erst mal abwarten, was Facebook da baut und wie einfach es wird, darein zu kommen.

  7. Klingt eigentlich nicht nach einem wirklichen XING /LinkedIN-Konkurrenten – das geht ja wie ich das verstehe eher in Richtung „Teamwork unter Kollegen“. Und den Ansatz fände ich super. Ein geschlossenes Abteilungs-Facebook, mit Newsfeed, Gruppen (für Projekte), Terminen und so weiter. Good bye, Intranet, hieße es dann wohl! 😀

  8. Ja, praktisch wie Yammer und andere Dienste. Ich glaube aber nicht das das Kostenlos sein wird, denn wird da jemand Werbung akzeptieren? Eher nicht.

  9. @Stephan: An anderen Quellen liest sich das aber auch etwas anders. Da wird eher auf Xing gezielt als auf Groupware (Yammer) oder von mir aus auch Google Apps.

    Aber das wissen wir natürlich alles noch nicht …

  10. Habe schon öfters Feedback an Facebook gesendet. Wenn ich heutige Büros sehe, die mit ihrer Arbeit kein Geld verdienen und fast alles ehrenamlich machen: Voll krass, was heute alles noch manuell gemacht wird, mit Papier, Telefon und elektronisch quer gemixt. Auch Anmeldeverfahren für Gruppenveranstaltungen. Und jedes Jahr dasselbe Theater. Facebook at Work könnte nicht nur das Büro überflüssig machen, sondern alle verwaltungstechnischen Arbeiten! Facebook at Work könnte aber auch ein Modus sein, um bestimmte Inhalte während einer Sitzung auszublenden, die man sich im Privatmodus wieder anzeigen lassen kann. Dies habe ich auch an Facebook als Wunsch-Feature gesendet!

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