Ausprobiert: Zagg Pocket, Tastatur für Smartphones & kleine Tablets

22. Juni 2015 Kategorie: Hardware, geschrieben von: caschy

Der Zubehörmarkt ist ein großer – und so findet man zahllose Lautsprecher, Halterungen und sogar Tastaturen für Smartphones vor. Eine dieser Tastaturen konnte ich in den letzten Wochen einmal ausprobieren. Hierbei handelt es sich um die Zagg Pocket, die sich für Tablets, Phablets und Smartphones eignet.

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Das System ist ihr eigentlich egal, denn via Bluetooth verbindet sich die Tastatur mit Android, iOS und Windows. Viel muss man da zur Kopplung logischerweise nicht schreiben, über die Bluetooth-Funktion des jeweiligen Systems koppelt man die Tastatur an, die fortan genutzt werden kann, um Buchstaben in das System zu hacken.

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Das macht man typischerweise bei Tablets nicht beim Surfen oder beim kurzen Chat, sondern eben, wenn man längere Texte formulieren will. Beim Zagg Pocket handelt es sich um ein faltbares Keyboard mit Akku, welches sich laut Anbieter für Geräte bis zu 8 Zoll geeignet ist. Die eigentliche Tastatur ist dabei in zwei Teile unterteilt, was dem Falten dient. Klappt man die Tastatur zusammen, so hat man halt ein recht dünnes, langes Etwas, was sich schnell in der Tasche verstauen lässt (23 x 6 x 1,5 cm bei 195 Gramm Gewicht).

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Hat man die schwarze Tastatur also ausgeklappt und mit dem Smartphone oder Tablet verbunden, dann kann das Schreiben losgehen – theoretisch kann man dies bis zu zwei Jahre machen, denn so lange hält der wiederaufladbare Akku der Tastatur nach Angaben des Herstellers. Diese Aussage konnte ich in den letzten Wochen natürlich nicht auf Wahrheitsgehalt überprüfen, da ich den Akku nicht leeren konnte. Wie es um den Akku bestellt ist, kann der Besitzer der Tastatur allerdings einsehen, da es hier eine Tastenkombination gibt, die den aktuellen Akkuzustand verrät. Muss man dann aber dennoch aufladen, dann kommt hier ein microUSB-Kabel zum Einsatz, welches sich im Lieferumfang befindet.

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Einen dedizierten Schalter zum Ausschalten hat die Tastatur nicht, sie springt an, wenn sie auseinandergeklappt wird, sodass der Nutzer gleich loslegen kann.Doch wie tippt es sich auf einer solchen Tastatur? Hier kann ich eigentlich nur mit meiner subjektiven Meinung ins Blog gehen – obwohl ich schon auf einer kleinen Tastatur am Rechner arbeite, ist mir die Zagg Pocket zu fitzelig. Ja, man gewöhnt sich an das kleinere Layout, aber die besonders kleinen Umlaute machten mir schwer zu schaffen, wie auch die Enter-Taste, die nicht größer ist als ein normaler Buchstabe.

Wie erwähnt: man kann sich sicherlich dran gewöhnen, sollte aber mehr Zeit einplanen als am normal großen Keybord. Dennoch bin ich auf der Zagg Pocket natürlich wesentlich schneller unterwegs als mit dem Tippen auf dem Display. Voraussetzung für den Einsatz des Keyboard scheint eine stabile Unterlage – ein Tisch beispielsweise.

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Auf den Knien fand ich die Tastatur unmöglich nutzbar, während man auf dem Schreibtisch keine Probleme hatte, auch das Schauen auf das Gerät war kein Problem, das Zagg Pocket bietet da zwei Neigungswinkel. Ja, es handelt sich um eine faltbare Tastatur, die leicht und mobil sein soll – aber etwas störte mich massiv. Das Keyboard wirkt nicht ganz rustikal beim Anschlag auf die Tastenreihe, die den mittleren Teil des Zagg Pocket darstellt. Dies mag daran liegen, dass man genau hier die Teilung hat um das Keyboard zusammenzuklappen. Dies sorgte dafür, dass das Keyboard in diesem Bereich immer nachwippte, wenn man tippte – ich persönlich empfand das als störend.

Kurzfazit? Ich persönlich konnte mich nach der Einarbeitungszeit recht flott auf dem Zagg Pocket zurechtfinden, hier aber nicht 10 Finger einsetzen, sondern derer lediglich zwei, da ich mich blind nicht an das Layout und die extrem kleinen Umlaute gewöhnen konnte, zudem empfinde ich die Enter-Taste als zu klein. Ja, man ist definitiv schneller unterwegs, wenn man das Zagg Pocket einsetzt, man sollte hier aber auf einen stabilen Untergrund achten.

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Meines Erachtens hätte man auch den Mittelteil der Tastatur etwas versteifen können, das Nachwippen könnte doch einige Nutzer stören. Letzten Endes empfinde ich auch den Preis des Zagg Pocket als etwas zu hoch, denn der Hersteller verlangt um 74 Euro dafür. Schön dass es Nischenlösungen für den Einsatzbereich gibt – ich für meinen Teil bin froh, wenn ich unterwegs Platz für mein Notebook finde und auf dessen Tastatur tippen darf.



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Über den Autor: caschy

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