Google Tastatur 5.0 für Android: Kann mehr als man denkt

5. Mai 2016 Kategorie: Android, Google, geschrieben von: caschy

google tastaturDie Google Tastatur für Android ist mittlerweile in Version 5 erschienen. Trotz potenter Alternativen wie SwiftKey oder Swype – ich bin vor einiger Zeit auf die Google-Tastatur umgestiegen, weil sie mir für meine Tippereien alles bietet, was ich so brauche. Die Google-Tastatur läuft nicht nur auf Nexus-Geräten, sondern lässt sich auch auf anderen Smartphones installieren. Viele Hersteller setzen da ja mittlerweile auf Dritt-Anbieter, so hat Huawei beispielsweise eine angepasste Version von Swype im Angebot. Die Google-Tastatur ist recht rudimentär aufgebaut, wahrscheinlich nicht für jeden etwas – doch vielleicht möchte jemand nach dem recht großen Update mal einen Blick hineinwagen. Die Google Tastatur für Android – beschrieben für Menschen, die sie noch nicht kennen.

Der Werkszustand der Google Tastatur

Die Google Tastatur kann wie jede klassische Tastatur mit Tipperei bearbeitet werden, es gibt eine Spracheingabe, alternativ wischt man die Wörter. Das funktioniert nach einer Weile wirklich gut, ich selber möchte diese Funktion nicht mehr missen. Hat man die Google Tastatur für Android das erste Mal in Betrieb genommen, so zeigt sich folgendes Bild:

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Wie ihr seht, gibt es keine separate Zahlenreihe in der Google Tastatur, ein Umstand, den viele Menschen kritisieren. Ich kann aber schon einmal sagen, dass eine solche Funktion angedacht ist, findet man schon in der App, ist aber nicht funktional.

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Sonderzeichen verbergen sich ganz links hinter der Taste ?1 :). Hier findet man auch die Emoticons (rechts neben der Leertaste, alternativ in der Standardansicht durch längeren Klick auf Enter aufrufbar) und ein separates Tastenfeld, mit dem ihr Eingaben wie am Taschenrechner machen könnt, ein separates Numpad quasi (links neben der Leertaste).

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Theoretisch könnte man jetzt schon Wörter einsprechen, tippen oder aber auch wischen. Die Tastatur arbeitet dann ab Werk so wie beschrieben, man muss für Sonderzeichen in den separaten Bereich wischen (oder länger auf das Zeichen Punkt drücken). Will man Zahlen schreiben, so müsste man eben auch in den Bereich mit den Zahlen.

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Alternativ wird die Zweit-Funktion einer Taste durch einen langen Klick auf die Taste aufgerufen, hier bekommt man dann nach standardmäßigen 300 Millisekunden die Zweitfunktion geboten. Das wäre beim O zum Beispiel der Umlaut Ö oder aber auch die Zahl 9, wie im Screenshot zu sehen.

Einstellungen der Google Tastatur

Will man vielleicht flotter tippen, dann sollte man auf jeden Fall einen Blick in die Einstellungen werfen, denn hier gibt es Dinge, die ich zumindest immer für mich einstelle. Ob ihr das nutzt, bleibt natürlich euch überlassen. Die Einstellungen könnt ihr über das System vornehmen, alternativ klickt ihr mal 300 Millisekunden auf das Komma-Symbol, wählt das Zahnrad aus und geht dann in die Einstellungen der Google Tastatur für Android.

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Hier gibt es dann den Bereich Sprache. Schreibt man nur in deutscher Sprache, so muss man hier nichts ändern. Will man andere Layouts / Spraxchen nutzen, so kann man diese auswählen. Die verschiedenen Tastatur-Layouts kann man dann auswählen, wenn man länger auf die Leertaste drückt – oder man nutzt das Symbol mit der Weltkugel – siehe Screenshot über diesem Absatz.

Der Unterpunkt Einstellungen in den Einstellungen. Der zweite Punkt auf der Liste. Hier können Nutzer ein Design auswählen, seit der Version 5.0 der Google Tastatur gibt es hier nur ein helles oder dunkles Design, was ihr hier auswählt, ist natürlich Geschmacksache, ich selber bin mit dem hellen Theme unterwegs. Wer wissen will, wie das dunkle Theme aussieht, der schaut sich den folgende Screenshot an:

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Eine weitere Einstellung ist ebenfalls optischer Art, nämlich die Option, die einzelnen Tasten mit Rand anzuzeigen. Müsst ihr mal schauen, wie ihr damit arbeiten könnt.

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Der Einhandmodus. Ebenfalls in den Einstellungen der Version 5.0 und höher zu finden: der Einhandmodus. Ist dieser aktiviert, so wird die Tastatur verkleinert dargestellt, hierbei ist die linke oder rechte Position in den Einstellungen wählbar. Dieser Modus kann aber auch direkt auf der Tastatur gewählt werden, ohne dass man in die Einstellungen eintauchen muss.

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Dieser Modus kann auch durch einen längeren Klick auf das Komma oder die Enter-Taste aktiviert werden, hier erscheint dann ein Symbol, welches den Einhandmodus aktiviert. Ist man in diesem Modus, so kann man mittels Klick auf das Pfeilsymbol die Tastatur nach rechts oder links verschieben, das obere Kreuz bringt die Google Tastatur wieder in den Standardmodus.

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Ebenfalls lasen sich benutzerdefinierte Eingabestile einstellen, so lässt sich – je nach Sprache – auch das Layout aussuchen. Wahrscheinlich nichts, was Nutzer verändern müssen, die lediglich in einer Sprache mit einem Stil kommunizieren.

Symbole einblenden, lange drücken und Verzögerung für langes Drücken. Diese beiden Punkte solltet ihr euch auf jeden Fall gut anschauen, für mich war das der erste Schritt, die Google Tastatur auf mich anzupassen. Was machen die Optionen? Aktiviert ihr „Symbole einblenden“, so werden die Sonderzeichen nicht nur hinter einem langen Klick auf das Komma-Symbol versteckt, sondern sie sind auf der Tastatur sichtbar.

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Und will man bei einem Klick nicht so lange warten, dann schraubt man unter „Verzögerung für langes Drücken“ die Zeit eben runter – von standardmäßigen 300 Millisekunden auf was kürzeres. Müsst ihr schauen, was für euch da am besten passt. Ich hab da derzeit 200 Millisekunden ausgewählt. Tja – und danach sie das Google Keyboard halt so aus, wie über diesem Absatz zu sehen. Da habt ihr halt die gängigen Zeichen direkt im Blick.

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Sicher für viele wichtig: die Größe der Tastatur. Ebenfalls ein Punkt in den Einstellungen, der Nutzer kann hier zwischen klein, eher klein, mittel, eher groß und groß wählen. Ich persönlich ziehe die kleine Tastatur vor, die Unterschiede zwischen klein und groß sind so wild nun auch nicht:

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Zu den weiteren Einstellungen gehören dann auch noch die Option“Vibration bei Tastendruck“ und „Ton bei Tastendruck„. Muss man hier sicher nicht separat erklären. Die Vibration kann noch einmal bezüglich ihrer Stärke von euch justiert werden. Auch der Oberbereich Textkorrektur muss nicht so lang und breit erwähnt werden, hier haben Nutzer die Möglichkeit, bestimmte Optionen zur Eingabe zu regeln. Will man nicht, dass die Automatische Groß- / Kleinschreibung greift?

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Sollen keine Wortvorschläge angezeigt werden? Soll die Tastatur beim Schreiben Kontakte vorschlagen? Soll nach einem Punkt ein Leerzeichen automatisch eingesetzt werden? Alles einzeln einstellbar. Übrigens: Solltet ihr nicht wollen, dass Google euch personalisierte Vorschläge macht, dann könnt ihr das hier auch deaktivieren.

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Ein interessanter Punkt ist sicher der Punkt Bewegungseingabe in den Einstellungen. Die ist standardmäßig aktiviert, kann aber ausgeschaltet werden. Wer keine Wörter wischen will, sondern lieber tippt, der fährt mit Deaktivierung richtig. Aber auch für Wortwischer kann ein Blick lohnen, denn hier kann man auch die Spur deaktivieren, die ansonsten standardmäßig kurz eingeblendet wird, ferner kann man hier seit Version 5.0 auch die Cursorsteuerung durch Bewegung aktivieren.

Den Punkt „Cursorsteuerung durch Bewegung aktivieren“ kann man mal noch einmal kurz anreißen, ist vielleicht ganz nützlich zu wissen. Schreibt man Texte, so kann man, wenn man die Leertaste anklickt und über diese wischt, den Cursor verschieben. Ihr könnt also frei durch euren Text wischen, das ist ganz angenehm, wenn man mal vielleicht Wörter einfügen oder Typos ausbessern möchte.

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Synchronisiertes Wörterbuch. Wer die Google Tastatur auf mehreren Geräten nutzt, der kann unter Wörterbuch die eigens hinzugefügten Wörter über die Google Cloud synchronisieren lassen. Google teilt mit, dass man die getippten Wörter vielleicht in Summe zählt, damit Dienste verbessert werden können. Wer das nicht mag, sollte dies deaktivieren.

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Was man aber mal vielleicht machen sollte, das ist einen Blick in das eigene Wörterbuch unter „Mein Wörterbuch“ werfen. Hier kann man nämlich eigene Wörter anlegen und diese mit einem Tastenkürzel belegen. Praktisch, wenn man lange Wörter oft eingeben muss – ich lasse mir beispielsweise meine Mail-Adresse mit einem Kürzel vorschlagen – alternativ kann man auch Floskeln oder andere Begrifflichkeiten durch Kürzel schneller tippbar machen. Sollte man auf jeden Fall reinschauen!

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Wie man ein unbekanntes Wort in das eigene Wörterbuch übernimmt, ohne in die Einstellungen der Google Tastatur zu gehen? Geht momentan meines Wissens gar nicht mehr, die Google Tastatur erlernt die Wörter automatisch, man muss kann falsche Vorschläge dann später aus der Wortvorschlagsliste entfernen. Hierfür drückt man das Wort in der Vorschlagsliste länger an, in der Folge erscheint dann die Mülltonne, der Wortvorschlag kann entfernt werden.

Soviel also zu den generellen Funktionen der neuen Google Tastatur – abschließend noch ein paar Hinweise: Ich selber habe ja die Zahlen und die Sonderzeichen immer eingeblendet, sodass ich diese bei kurzem Druck immer schnell aufrufen kann. Geht aber auch anders. Drückt man unten links auf ?1:) und hält diese Taste gedrückt, so wird die Zahlen- und Sonderzeichentastatur  eingeblendet, man wischt zum gewünschten Zeichen, lässt dann los und die Tastatur springt wieder in die normale Ansicht. Hier erreicht man dann auch durch längeren Klick die anderen Zeichen, die sich hinter den Zahlen verbergen, beispielsweise Brüche.

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Ebenfalls kann man mit der Google Tastatur noch schneller einzelne Buchstaben groß schreiben, hierfür wischt man dann einfach von der Caps Lock-Taste zum gewünschten Buchstaben, lässt man danach dann los, so verfällt das Google Keyboard wieder in den normalen Schreibmodus.

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Fazit für mich? Die Google Tastatur reicht für meine Arbeiten. Mehr brauche ich derzeit nicht.


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Über den Autor: caschy

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