Ausprobiert: Elgato Avea

6. Mai 2015 Kategorie: Hardware, iOS, Mobile, geschrieben von: caschy

Unser Haushalt wird immer smarter, sofern wir das denn wünschen. Wir können unsere Türen per Smartphone öffnen, die Rollläden herunterfahren, die Zahnbürste via Bluetooth funken lassen und in Sachen TV haben wir die Auswahl zwischen einem reinen Smart TV oder einer Stick- beziehungsweise Boxenlösung, die ich bevorzuge.

2015-05-06 13.11.04

Aber auch in Sachen Lichtgestaltung gibt es seit einiger Zeit diverse Lösungen, die um die Gunst des Kunden buhlen. Das geht los von normalen Schaltern, die man per Fernbedienung oder Modul bedient bis hin zu Lampen, die diverse Modi bezüglich des Lichts bieten. Hier tummeln sich diverse Anbieter, bekannt sind sicherlich Belkin-, Osram- oder Philips Hue-Lösungen, aber auch Elgato hat mit der Avea-Reihe etwas im Angebot.

2015-05-06 12.07.14--2015-05-06 12.07.25

Eben jene habe ich mir anschauen können. Diese Lösung besteht nur aus den reinen Birnen, die der Nutzer per Bluetooth ansteuert. Das hat alles seine Vor-und Nachteile. Während Lampen mit WLAN-Anbindung eine größere Entfernung des Nutzers erlauben, sind die reinen Bluetooth-Lösungen oftmals günstiger und benötigen keine Bridge. Bin ich da allerdings aus der Reichweite, so fällt ein Umschalten schwer. Kurzum: ich kann eine WLAN-Lampe in meinem Obergeschoss auch von unten ausschalten, da ich eine WLAN-Verbindung habe, bei Bluetooth wird das aber unter Umständen etwas enger. First World Problems.

2015-05-06 12.10.39--2015-05-06 12.10.27

Die Avea-Lampen funktionieren über das besagte Protokoll Bluetooth und sind somit schnell und überall einsetzbar. Die Einrichtung ist in Windeseile erledigt und Laien-kompatibel. Installiert man die App, die bislang leider nur für iOS zu haben ist, so muss man mit aktiviertem Bluetooth lediglich die angeschaltete Lampe suchen lassen, um diese zu koppeln. Diese kann man dann benennen, sodass man in der App eine bessere Übersicht bei mehreren Birnen hat – unterstützt werden übrigens 10 davon. Randfakt: Apple Watch-Träger bekommen auch die Möglichkeit in die Hand gedrückt, die zuletzt ausgewählte Lampe via Smartwatch zu steuern.

2015-05-06 12.48.49

Die App nebst Einrichtung ist ein Selbstgänger, den Spaß hab ich meiner Frau überlassen, die das Ganze fix einrichtete und offensichtlich sehr angenehm findet. In der App selber hat man nicht die meisten Optionen. Man findet hier diverse Presets vor, beispielsweise Abendstimmung, Polarlicht, Kirschblüte, Kaminfeuer oder aber auch die reine Farbe der Lampe. Ob man einzelne Lampen oder das komplette Set steuert, ist einstellbar, ebenso die Helligkeit oder die Lebendigkeit (Randinfo: 7kWh/1000h Energieverbrauch, Effizienzklasse A).

2015-05-06 12.10.30--2015-05-06 12.12.30

Einzelne Presets lassen sich zudem als Favorit definieren. Wer mag, der kann in der App einen Lichtwecker aktivieren. Hier lassen sich Vogelgezwitscher, aber auch eigene Lieder definieren. Hier wird dann die Lampe langsam eingeschaltet und der Song erreicht die höchste Intensität zum Weckzeitpunkt. Hierbei muss allerdings bedacht werden, dass das iPhone in Lampenreichweite sein sollte. Die Birne hat keinen Lautsprecher, sodass das Smartphone als Tongeber herangezogen wird. Die Einstellungsmöglichkeiten bezüglich des Weckers sind rudimentär, eine Wochenplanung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, wäre aber wünschenswert.

2015-05-06 13.09.33

Interessant: wer mehrere Birnen nutzt, der wird feststellen, dass sie untereinander für die nötigen Farbwechsel sorgen, hierbei muss man nicht mehr steuernd eingreifen oder eine Verbindung zu iPhone oder iPad haben. Was nicht funktioniert: Das Ausschalten der Lampe auf Basis eines Timers. Lässiges Einschlafen bei emuliertem Kaminfeuer ist also nicht möglich. Das wäre noch schick gewesen, wie ich finde. (Tipp am Rande: Die Birne macht sich gut in den runden Tischleuchten, beispielsweise Ikea FADO, Reality und Co)

Der technisch Versierte in mir sagt, dass die App zu wenig kann, da ist noch Luft nach oben. Während meiner Frau eine Avea-Lösung ausreicht, schaut man doch vielleicht neidisch zu anderen Lösungen herüber, die beispielsweise Lichtrezepte via des Dienstes IFTTT anbieten. Da geht schon einiges und die reine App-Asuwahl ist auch einen Ticken größer.

Preislich liegt man bei Elgatos Avea unter dem Wettbewerb, eine Birne ist bei Amazon für 39,95 Euro zu bekommen, während Gravis via ebay die Lösung für 34,99 Euro anbietet. Zum Vergleich: Das Philips Hue Starterset liegt bei rund 189 Euro (ebay 169 Euro), hier bekommt man drei Birnen nebst Bridge, die Einzelbirne ist für 59 Euro (ebay um 45 Euro) zu haben.

Nein, definitiv kein schlechter Einstieg in die Welt der smarten Lampen, aber dennoch ist Luft nach oben. Elgato kann und will Smart Home-Lösungen alltagstauglich machen, dies sieht man an der Eve-Lösung. Aber man muss dann auch einfach mal den Wettbewerb hinter sich lassen und Möglichkeiten bieten. Während die Lösung vielleicht vielen reicht die einsteigen wollen, so werden doch genug Menschen eben zu den Lampen greifen, die ein Mehr an Funktionen bieten – wenn auch mit Aufpreis. Ich bin gespannt, was man da noch aus dem Ärmel schüttelt. Und wenn ein Nachfolger kommt: der darf ruhig etwas heller sein: die in Variante E27, E26 und A21 zu beziehbare Lampe bietet 430 lm / 3000K. Das reicht für meinen Schreibtisch dicke, aber für einen großen Raum darf das kräftiger sein.



Werbung: Drohne, GoPro & Oculus Rift: Instaffo.com verlost coole Gadgets Zur Infoseite.

Über den Autor: caschy

Hallo, ich bin Carsten! Daddy von Max, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter, Gerne-Griller und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING, Linkedin, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende.

Carsten hat bereits 22535 Artikel geschrieben.