Apple schmeißt Marihuana-Anbau-Game Weed Firm aus dem AppStore

22. Mai 2014 Kategorie: iOS, geschrieben von:

Was haben Apple und Helge Schneider gemeinsam? Beide finden Marihuana nicht gut. Während der eine nur darüber singt, schmeißt der andere die Nummer 1-App der Store-Charts einfach raus. Der Titel des Spiels war Weed Firm, das Ziel eindeutig: Marihuana anbauen und mit Profit verkaufen. Zwischendurch müssen noch Gangster vertrieben werden und die Polizei mit genügend Schmiergeld vom Leib gehalten werden. Grafisch eher in der Kategorie „einfach“ einzuordnen und auch spielerisch keine große Herausforderung.

WeedFirm_iOS

Wie auch immer, trotz 17+-Rating im AppStore verbannte Apple das Game, das sich seit ein paar Tagen auf dem ersten Platz der Download-Charts befand. Nicht nur hierzulande, sondern auch in anderen Ländern. Eine Begründung gab es nicht. Der Entwickler behauptet, dass dies Apples Entscheidung war. Im Gegensatz zur Android-Version, die ebenfalls aus dem Store verschwunden ist. Hier soll es Probleme mit dem Publisher geben, so der Entwickler.

Weed Firm wird aber zurückkehren, wie der Entwickler ebenso mitteilt. Auf beiden Plattformen, angepasst, damit es löschsicher ist. Ob tatsächlich der Verkauf von Drogen ausschlaggebend für die Entfernung war? Ich glaube es fast nicht, da es auch andere solcher Spiele gibt. Weed Firm hatte aber auch genügend sexuelle Anspielungen. An so etwas stört sich Apple sehr schnell. So kann ich mir gut vorstellen, dass die Bonus-Aktionen wie der Lapdance einer Kundin oder die „Panties“ einer Gras kaufenden College-Schülerin der Stein des Anstoßes waren. Prüde kann Apple, das wissen wir ja nicht erst seit heute.

Was meint Ihr, zieht Apple die Grenze zu früh oder ist das immer gerechtfertigt, wenn etwas gelöscht wird? Interessant ist in diesem Zusammenhang noch eine Aussage der Entwickler, die es eigentlich sehr gut beschreibt, was viele immer denken: „We do not want kids playing Weed Firm, but we firmly believe that adults should have a choice to do whatever the hell they want as long as they are not hurting anybody in the process.“


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Quelle: The Verge |

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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