AppAnnie: 98% des Google Play-Umsatzes durch Freemium, 90% durch Games

24. Juni 2014 Kategorie: Android, Google, Mobile, geschrieben von:

Krasse Zahlen, die AppAnnie zum Google Play Store zu berichten weiß. Google wird sicher morgen offizielle Zahlen zu verfügbaren Apps und Downloads bringen, insofern gehe ich hier nur kurz auf die Umsätze ein. Diese zeigen, dass sich das Freemium-Prinzip durchgesetzt hat. Nicht nur ein bisschen, sondern Paid-Apps quasi komplett aus dem Rennen genommen hat. 98% aller Umsätze weltweit im Google Play Store werden durch Freemium-Apps generiert. Das ist natürlich eine Ansage, die es Freemium-Gegnern schwer macht, gegen das Modell zu argumentieren.

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Ich habe es schon in anderen Beiträgen geschrieben, dass der Erfolg dem Freemium-Modell recht gibt. Da hilft es nichts, wenn sich ein paar Leute weigern, solche Apps zu installieren. Es interessiert einfach nicht, solange der Gewinn beim Entwickler stimmt. Die Masse hat Freemium akzeptiert, sicher ein Stück weit gezwungenermaßen, was will man auch machen, wenn es keine Alternative gibt.

Games konnten im Vergleich zum letzten Jahr ebenfalls noch einmal zulegen. Sie sind für 90% des Umsatzes verantwortlich, 2013 waren es 80%. Mobile Gaming wird durch leistungsstarke Geräte und die mittlerweile sehr starken Displays auch weiterhin für den Großteil der Umsätze sorgen, zumal nachträglich installierte Features durch Verbesserungen der mobilen Betriebssysteme immer unwichtiger werden, bzw. die verbreiteten Dienste meist sowieso kostenlos sind.

Was im Fall des Google Play Store vor allem für Entwickler interessant sein dürfte, ist der generell sehr stark steigende Umsatz. Man sagt ja immer, dass Android-Nutzer kein Geld für Apps ausgeben. Durch die immens hohe Verbreitung von Android konnte es dennoch geschafft werden, dass die Umsätze im ersten Quartal 2014 2,4 Mal so hoch sind wie im ersten Quartal 2013. Interessant wäre hier eine „pro Gerät“-Aufstellung, gibt es aber leider nicht.

Festhalten kann man wohl, dass Google es geschafft hat, sowohl die Nutzer, als auch die Entwickler vom Play Store zu überzeugen. Wenn diese Wachstumsraten so anhalten, braucht sich Apple bald auch nicht mehr mit den „besseren“ Apps brüsten. letztendlich zählt das, was am Ende beim Entwickler auf dem Konto ist, hier wird die iOS-Bevorzugung sicher nicht ewig bestehen bleiben.


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Quelle: AppAnnie |

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