Google I/O: Vorstellung von Android „L“ – Release im Herbst?

Kein geringerer als Android-Chef Sundar Pichai hat im Vorfeld der Google I/O vielleicht schon einen entscheidenden Hinweis gegeben, was Google morgen so zeigt. In einem Interview erzählte der gute Mann, dass er die Welt früher wissen lassen möchte, was Google vorhat. Bisher war es so, dass Google bei der Vorstellung einer neuen Android-Version zumindest Nexus-Geräte sehr schnell mit einem Update versorgt hat. Warum der Sinneswandel, wenn es denn zutrifft?

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Da gibt es mehrere Erklärungen. Die erste ist, dass Android „L“ gravierende Änderungen beinhalten wird. Vielleicht möchte man die Nutzer darauf vorbereiten. Ebenso wäre es aber möglich, dass Google den Geräte-Herstellern die Zeit geben will. Kündigt man Android „L“ morgen an, heißt dies, dass es bereits etwas gibt, womit die Hersteller arbeiten können. So könnten Geräte, die im Herbst erscheinen, direkt mit Android „L“ auf den Markt kommen. Reine Spekulation meinerseits, allerdings sieht man ja, dass der 3-monatige Vorlauf, der Herstellern bei neuen Releases geboten wird, kaum Einfluss auf die ausgelieferte Android-Version hat.

Auch nicht vergessen sollte man, dass Android „L“ ART als Standard-Laufzeitumgebung nutzen wird. Für Entwickler bedeutet dies, dass sie eventuell ihre Apps anpassen müssen. Auch hier wäre eine jetzige Ankündigung (mit entsprechender Dokumentation für Entwickler) ein guter Schritt, um einen reibungslosen Übergang zu schaffen.

Und zu guter Letzt kann man sich bei Google auch Apple zum Vorbild nehmen. Apple stellt neue iOS-Versionen rund ein viertel Jahr vor dem Release vor. Im Fall von iOS 7 hat man sehr schön beobachten können, wie der erste Aufschrei über das „Klickibunti“-System bis zum finalen Release abgeflaut war. Aber, lange Rede, kurzer Sinn, wir werden morgen wissen, ob Google tatsächlich eine Preview auf Android „L“ gibt. Vielleicht erfahren wir dann wenigstens den Namen und müssen sie nicht mehr „L“ nennen.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

8 Kommentare

  1. Mädchen in die erste Reihe *kreisch*

  2. User wird Betatester. Mehr als je zuvor.

  3. Und wie testen Entwickler dann die Apps, die sie für Android L anpassen wollen und sollen, wenn sie kein Android L haben?
    Dass es morgen vorgestellt wird ist spätestens klar seit der Zeitplan veröffentlicht ist:
    https://www.google.com/events/io/schedule/session/9cba49df-b7b3-e311-b30e-00155d5066d7

  4. Also ganz langsam ueberspannt google den bogen. Apple legt mit swift eine grosse sprache hin – google macht alles immer umstaendlicher, zu viel ist schon von 4.0 zu 4.4 deprecated. Android Studio ist sei ewigkeiten noch nicht einmal beta.Leichter wird es damit auch nicht.

    Das wird immer mehr nervig.

  5. @Sepp

    Mit der SDK?

  6. @Joe
    Ein Test auf den Geräten selbst ersetzt das lange nicht.

  7. Für was die APP wird auf Android L laufen und ART kann man bereits aktivieren und seine APPs anpasse…Problem ist nicht vorhanden.

  8. @Sepp

    http://developer.android.com/preview/setup-sdk.html

    Damit dürfte sich die Frage / Problematik erledigt haben.