Android L Developer Preview: Erster Eindruck

26. Juni 2014 Kategorie: Android, Google, Mobile, geschrieben von:

Wie bereits zuvor berichtet, hat Google, wie gestern angekündigt, die Entwicklervorschau von Android L in Form von flashbaren System Images für das Nexus 5 und Nexus 7 (2013, Wifi) veröffentlicht und wir haben uns natürlich schnellstmöglichst daran gemacht, euch ein paar erste Eindrücke von einem Nexus 5 vermitteln zu können.android-l-system-info

Das Flashen des neuen ROMs läuft wie gehabt und ist, die benötigten Tools vorrausgesetzt, innerhalb von 5 Minuten erledigt. Der erste Start dauert etwas länger als sonst üblich und man wird direkt mit einer neuen Bootanimation einiger verspielt umherschwirrender Punkte in den typischen Googlefarben begrüßt.android-l-wifi-keyboardEs erfolgt die bekannte Anmelde-Prozedur beim ersten frischen Start eines Gerätes. Spätestens bei der Anmeldung am Wifi-Router begegnet man dann zum ersten Mal Material Dark, dem neuen Design, basierend auf dem neuen Material Design Konzept. Auch direkt auffällig, die Oberfläche der Bildschirmtastatur hat sich geändert und orientiert sich am buttonlosen Anstrich von Material. Das ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da man das Gefühl hat, die (nicht vorhandenen) Tasten wären kleiner als sonst. Den Dreh hat man jedoch schnell wieder raus.android-l-home-screenIst die Ersteinrichtung abgeschlossen, so begrüßt einen der bekannte Homescreen mit Launcher, der abgesehen des invertierten Start-Buttons und der bewährten drei Navigations-Buttons mit neuem Design, keine weiteren Änderungen verbirgt. Ein Wisch nach Links hält noch immer Google Now bereit, ein Wisch nach Rechts führt zu weiteren Arbeitsflächen.android-l-app-gridSchaut man in das App-Grid, so stellt man fest, dass Google clevererweise nur die aktuell verfügbaren Versionen der Google Apps ausliefert und abseits der Systemeinstellungen und des Taschenrechners hat sich auch auf Seiten der Icons nichts verändert. android-l-enhanced-notificationsIn der Tat beschränken sich die direkt sichtbaren Neuerungen auf die neuen erweiterten Benachrichtigungen, das nun im Karten-Look daherkommende Recent-Menü der kürzlich aufgerufenen Apps, sowie einiger an Material angepasster System-Apps. Darunter zählen Telefon, Kontakte, Taschenrechner und die Systemeinstellungen. Alle sonstigen Apps entsprechen dem aktuellen Stand von Kitkat, bzw. der Versionen, die aktuell über den Play Store zu beziehen sind.android-l-recents-menuAuch in den Systemeinstellungen hat sich abgesehen der optischen Änderungen im Funktionsumfang wenig bis gar nichts getan. Die Einstellungen sollten weitestgehend den Einstellungen von Kitkat ensprechen.android-l-recents-menuInsgesamt macht das neue Design einen sehr schicken Eindruck, zumindest dort, wo es bereits eingesetzt wird. Die Menge der Animationen und des visuellen Feedbacks hat stark zugenommen. Jede Interaktion hat eine nachvollziehbare optische Reaktion zur Folge, die ansprechend gestaltet sind und auch nicht negativ auffallen. Beim Herumspielen in den Systemeinstellungen hat sich gezeigt, dass noch nicht alle Untermenüs zum neuen Design hin übersetzt wurden, so dass es vorkommen kann, dass man sich plötzlich im altbekannten Holo-Design wiederfindet. Auch das Design der Tastatur springt dann auf das bekannt Look & Feel zurück. Ob das dem unfertigen Zustand der Preview oder einem Bug zuzuschreiben ist, lässt sich momentan nur schwer beurteilen.

Seitens der Performance fühlt sich Android L sehr flüssig an, hat gelegentlich jedoch mit kurzen Aussetzern zu kämpfen, was bei der bunten Mischung aus Alt und Neu jedoch nicht wirklich verwundert. Während des bislang einstündigen Tests kam es zu keinen Abstürzen oder sonstigem beunruhigendem Verhalten. Wem der Aufwand des Flashens mit dem damit verbundenen Neu-Einrichten des Systems nicht zu groß ist, der sollte auf keine sonstigen Schwierigkeiten stoßen. android-l-material-appsInteressant bleibt im weiteren Verlauf, ob Google regelmäßig Updates für die Preview-Version ausrollen wird, so dass man bis zum offiziellen Release dem Stand der Entwicklung folgt, oder ob es bei der aktuellen Fassung bleibt und man erst am Release-Tag die tatsächlich fertige Version von Android L in Händen halten wird.

Wer im Übrigen das aus früheren Versionen bekannte Easteregg in den Systemeinstellungen ausprobiert hat, bei dem folgenden Ergebnis dann aber auf dem Schlauch steht, dem sei eine Google-Suche nach ‚Webdriver Torso‘ ans Herz gelegt.


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