Amazon: eure Software ist ein Witz

30. März 2015 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Seit einigen Tagen bietet Amazon Cloudspeicher zum Festpreis an. Daten ohne Ende in der Cloud speichern, zum pauschalen Preis. Gut für die, die Backups in der Cloud lagern wollen. Es gibt Anbieter, die halten es ähnlich, auch Microsoft bietet mit dem OneDrive einen Cloudspeicher an, der 15 Gigabyte in der Grundausstattung bereithält, wer mehr will, der zahlt entsprechend mehr.

Amazon Cloud Drive

Am interessantesten dürfte das Angebot für all jene sein, die sich ein Office 365 gönnen, dieses gibt es schon für unter 70 Euro als Jahres-Abonnement bei Amazon. Inhalt: Office und unbegrenzter OneDrive-Speicherplatz. Dropbox macht es noch anders, die nehmen derzeit noch 99 Euro – für 1 Terabyte. Und was macht Amazon? Nachdem man initial für seine Kunden 5 GB kostenlosen Cloudspeicher anbot, erweiterte man das Angebot für Prime-Nutzer.

Die bekamen zudem noch unbegrenzten Speicherplatz für Fotos in die Hand gedrückt. Nett. Nun – wie eingangs erwähnt – das Angebot des unendlichen Cloudspeichers. Kostet 59,99 Dollar im Jahr und ist für jedermann nutzbar. Hört sich interessant an, mag man denken. Ist irgendwie frech, wenn man die Software von Amazon in ihrer alten und neuen Version kennt. Die alte Version war eine normale Software, die sich halbwegs gut ins System integrierte, sodass sich der Cloudspeicher gut bedienen ließ – auch in Sachen der Dateien, die man in die Cloud schicken wollte.

Vor einiger Zeit dann aber die Neuaufstellung in Sachen Software, sowohl Windows- als auch Mac-Client bekamen einen Neuanstrich, welcher aber sicherlich nicht nur mich enttäuschte. Und gerade jetzt, wo man auf die Pauke haut, wie toll und günstig der unbegrenzte Cloudspeicher doch ist, macht sich die schlechte Software mal wieder bemerkbar. Vom funktionellen Tool, welches man nutzen konnte, um Ordner zu synchronisieren und zu sichern, hin zum lieblos dahingeklatschten Web-Uploader, der seinen Nutzern das Hochladen von Dateien erlaubt, wenn diese per Drag & Drop auf ein Fenster gezogen werden. Das ist nicht intuitiv, das ist nicht für ernsthafte Speicherungen akzeptabel, das Ganze ist ein Witz.

Amazon scheint gar kein Interesse daran zu haben, dass Kunden ernsthaft Daten speichern und sichern – zumindest nicht über Amazons Cloud Drive. Anders ist nicht zu erklären, dass man einen Client so verstümmelt und dahingehend verschlechtert hat, dass eine ernsthafte Nutzung unmöglich erscheint. Ja, man bietet eine Speicher-Flat an – will aber anscheinend keine Power-Nutzer – und so bestraft man mit der furchtbaren Software eben alle. Das ist echt ein Trauerspiel…


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