41.000 Löschanfragen: Google will Informationen auf zensierter Suchergebnisseite anzeigen

9. Juni 2014 Kategorie: Google, geschrieben von:

Das Recht auf Vergessen – eines der kontroversesten Themen in der jüngsten Vergangenheit. Der Gerichtshof der Europäischen Union hatte entschieden, dass Google diversen Löschanfragen nachgehen und diese gegebenenfalls aus dem Suchindex verbannen muss. Dem vorangegangen war eine Klage eines Spaniers, der zwei Zeitungsartikel aus dem Jahr 1998 löschen lassen wollte.

Google Office

Während die Zeitung nicht zur Rechenschaft gezogen werden konnte, muss Google sich darum kümmern, dass diese Seiten nicht mehr unter dem Namen des Klägers auffindbar sind. Laut Europäischem Gerichtshof müssen sich Menschen, die etwas löschen lassen wollen, direkt an Google wenden. 12.000 Löschanfragen gab es bereits am ersten Tag und in der Zwischenzeit ist die Anzahl der Anfragen bei 41.000.

Ein Drittel der Anfragen dreht sich um Betrugsfälle, ein Fünftel schwere Kriminalität und 12 Prozent sollen sich auf Informationen über Verhaftungen im Zusammenhang mit Kinderpornografie beziehen. Laut Berichten des britischen Guardian könnte Google zensierte Suchergebnisse dennoch kenntlich machen, so wie es heute bei Suchergebnissen der Fall ist, bei dem Suchergebnisse aufgrund von Urheberrechtsverletzungen ausgeblendet werden. Beispiel: Sucht nach Adele und MP3 und scrollt bei Google nach unten.

So könnte eine betreffende Suchergebnisseite im unteren Bereich zum Beispiel darauf hinweisen, dass aufgrund des „Recht aufs Vergessen“-Gesetzes einige Suchergebnisse nicht angezeigt werden. Auch soll geplant sein, die zensierten Suchanfrage in Summe im Transparenzreport zu nennen.

Was sagt ihr denn zu der ganzen Geschichte? Findet ihr es gut, dass Google Suchergebnisse löschen muss? Ich persönlich empfinde das Ganze als sehr sensible Geschichte, über die ich keine pauschale Wertung abgeben möchte – da müsste der Einzelfall betrachtet werden.


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Quelle: guardian |

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