Xiaomi Smart Glasses: Smarte Brille vorgestellt

Xiaomi hat seine Smart Glasses vorgestellt. Der Name lässt es erahnen, hierbei handelt es sich um eine smarte Brille. Um die Form einer gewöhnlichen Brille zu erreichen, mussten laut Xiaomi Herausforderungen bei der Bildgebung und der Anordnung der internen Komponenten (die Brille besteht aus fast 500 Komponenten) überwunden werden. Die Xiaomi Smart Glasses verwenden die MicroLED-Bildgebungstechnologie, um den für das strukturelle Design benötigten Platz und das Gesamtgewicht des Geräts (51 Gramm) zu verringern.

Um das Bildgebungssystem nahtlos in den Rahmen zu integrieren, ist MicroLED laut des chinesischen Unternehmens die beste Wahl. Wie bei OLEDs werden auch bei MicroLEDs die Pixel einzeln beleuchtet – ihre emittierende Eigenschaft ermöglicht hellere Displays und tiefere Schwarztöne. MicroLEDs haben jedoch eine höhere Pixeldichte und eine längere Lebensdauer, während sie eine einfachere Struktur haben. Dies ermöglicht eine kompaktere Anzeige und eine einfachere Bildschirmintegration. Damit auch bei starker direkter Sonneneinstrahlung genügend Licht durch die optischen Strukturen zum Auge gelangt, habe man sich für eine monochrome Displaylösung entschieden.

Mittels AI solle entschieden werden, welche Benachrichtigungen angezeigt werden. Man möchte nicht, dass der Nutzer abgelenkt wird. Beispiel Benachrichtigungen vom Smartphone: Da sei es natürlich unpassend, alle Push-Benachrichtigungen vor den Augen anzuzeigen. Daher wählt die Xiaomi Smart Glasses die wichtigsten Nachrichten aus, wie z.B. Smart-Home-Alarme, dringende Informationen von Office-Apps und Nachrichten von wichtigen Kontakten usw., um den Benutzer nicht zu sehr zu stören.

„Telefonieren“ ist das natürlichste Anwendungsszenario für die Smart Glasses, und Nutzer können die Nummer des Gesprächspartners sehen, wenn dieser anruft. Durch ein eingebautes Dual-Beamforming-Mikrofon nebst -Lautsprecher können sich beide Gesprächspartner deutlich hören, so Xiaomi.

Navigation und so etwas gibt’s natürlich auch – die 5MP-Kamera auf der Vorderseite der Brille kann auch Fotos aufnehmen und Text in Fotos übersetzen, Xiaomi Smart Glasses ist in der Lage, Audio in Text mit Übersetzungen in Echtzeit zu transkribieren. Die Anzeigeleuchte neben der Kamera leuchtet auf, wenn die Kamera in Betrieb ist, um anzuzeigen, dass Fotos aufgenommen werden.

Unter der Haube? Ein Quad-Core-ARM-Prozessor, ein Akku, ein Touchpad, Wi-Fi/Bluetooth-Modul, Android-Betriebssystem und mehr. Das Ganze ist erst einmal nur eine Vorschau auf Kommendes, genaue technische Details fehlen in der Ankündigung, ein Preis ist also ebenfalls noch nicht bekannt.

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12 Kommentare

  1. „ dringende Informationen von Office-Apps“
    Oh yeah, gutes Beispiel für den Blödsinn von AI im Jahre 2021

    • Damit sind eher dringende Mails oder Termine gemeint.

    • Hehe. Ich kann mir da auch nichts wichtiges vorstellen. Schritt eins, wenn einem Microsoft Teams aufgezwungen wird, alle Benachrichtungen abschalten. Weil Arbeit ausfuehren wichtiger ist, als darueber zu reden.

      Es gibt einen richtig guten Einsatzzweck fuer AR-Brillen HUD beim Sport. Egal ob Fahrrad oder Joggen, wo bin ich? Wie schnell bin ich? Wie viel Watt?

      Leider scheinen das wie Google-Glass und Facebook-Glass sogenannte Bespitzelungs-Glass zu sein. Ja, ne Danke.

  2. allerdings nur auf einem Auge. Das stelle ich mir merkwürdig / sehr gewöhnungsbedürftig vor, wenn man etwas auf dem rechten Auge gezeigt bekommt, auf dem linken aber nicht

    Und natürlich ist kein 3D damit möglich … aber hey, es ist mal ein weiterer Schritt 🙂

  3. Xiaomi ist schnell darin etwas vorzustellen. Das Endprodukt liegt jedoch weit in der Ferne. Kabelloses laden über mehrere Meter, der Roboter Hund und jetzt die Classes. Der durchsichtige TV ist alles andere als alltagstauglich, so war zumindest mein Eindruck von dem TV.

    Wie lange muss man jetzt auf die Brille warten? Kommt sie überhaupt?

    Das wichtigste von so einer Brille sind meiner Meinung nach Spiele. Es wurde keins gezeigt.

    Es ist nicht schlecht Studien zu sehen, nur was bringt das den Techies wenn die Produkte nie kommen.

    Ich hätte Bock auf so eine Brille, bisher schaffte es kein Produkt in die Märkte oder war zu teuer. Günstig wird die Brille mit Sicherheit auch nicht werden.

    Wahrscheinlich wird es Apple wieder machen müssen…

    • Niemand würde die für Spiele verwenden. Dafür wird es autarke AR/VR-Brillen geben. Kein Gerät in der Hand haben zu müssen ist der breiteste Anwendungsfall. Mit dieser Brille will sich der Hersteller ein Teil vom Kuchen des Wearable/Smartwatch-Marktes abschneiden denke ich.

  4. Alles ein alter Hut. In Mission Impossible gab’s sowas schon als Kontaktlinse 😀

    Aber Spaß beiseite…ich sehe sowas eher im Maschinenbau oder anderen beruflichen Anwendungen, wo man über längere Zeit spezielle Infos benötigt.

    Zudem Stelle ich mir vor, was es mit der Wahrnehmung des Menschen macht, sollte so etwas zum Standard werden.
    Wir laufen durch eine Welt, in der wir Zusatz-Infos einfach und ständig eingeblendet bekommen.
    Straßenschilder in der Windschutzscheibe, Werbung in der Stadt, Sightseeing mit individuell gebuchten und angepassten Themen.

    Unsere Wahrnehmung wird sich durch sowas sehr verändern und wenn wir dann unsere AddOn Geräte absetzen wird es gefühlt „leerer“.

    Kann gut sein, kann blöd sein.
    Naja, werden sich vermutlich erst die Kinder der Kinder mit auseinandersetzen müssen. 😉

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