Vodafone: LTE-Geschwindigkeitslimits fallen weg, EU-Roaming-Gebühren für Privatkunden teilweise auch

Artikel Vodafone LogoDas Thema Roaming-Gebühren ist eine unendliche Geschichte und wir bereits seit ewigen Jahren thematisiert. Die Aufpreise für die Nutzung vom Smartphone im Ausland ist auch nach all der Zeit weder günstig, noch wirklich klar strukturiert – zumindest blickt der Otto-Normal-Verbraucher nicht wirklich durch die Gebühren bei der Nutzung im Ausland durch. Die Telekom hat ihrerseits kürzlich bekannt gegeben, dass man ab Ende April ihren Kunden eine weltweite Auslandsnutzung gestatten will, jedoch kommen auch hier unter Umständen Gebühren auf den Verbraucher zu.

„In der Praxis bedeutet dies, dass bei allen Tarifen, die Inklusiveinheiten bieten, diese auch angerechnet werden und somit nur noch der Aufschlag zu zahlen ist. Außerdem wird es die Tarifoptionen „All Inclusive“ und „EU Flat“ geben. Mit ihnen entfallen die Roaming-Gebühren komplett, sie sind jedoch kostenpflichtig.(…) Ab 15. Juni 2017 entfallen die Roaminggebühren dann komplett, allerdings auch mit einer Einschränkung. Sie entfallen nur dann vollständig, wenn „bestimmte Nutzungsgrenzen für das Telefonieren, den SMS-Versand und die Datennutzung im EU-Ausland nicht überschritten werden.“ Die neuen regulierten Tarife gelten im EU-Ausland sowie Liechtenstein, Island und Norwegen.“

So klärte Kollege Sascha die Ankündigung der Telekom Anfang März auf, die sichtlich immer noch nach einer Menge Reglementierung seitens des rosa Riesen klingt. Vodafone hingegen geht die Sache komplett anders an. Zuletzt gab man freudig bekannt, dass Geschäftskunden im Tarif Red+ Business ab dem 4. April gänzlich keine Roamingkosten mehr tragen müssen. Löblich, doch der Privatsektor schaute in die Röhre – bis jetzt.

Gegenüber RP-Online bestätigte Vodafones Vorsitzender der Geschäftsführung, Hannes Ametsreiter, dass man noch im April auch für Privatkunden die Roamingzuschläge abschaffen will. Zwar „nur“ innerhalb der EU, aber es ist ein Anfang. Vor allem dürfen sich nicht nur Neukunden über diese Regelung freuen, sondern auch Vertragsverlängerer. Dies hat natürlich auch den leicht faden Beigeschmack, dass Bestandskunden nicht automatisch aufgestuft werden. Betroffen sind jedenfalls alle Red-Tarife sowie Kunden des Smart-L-Tarif. Auch fallen offenbar Roamingzuschläge bei Inklusiveinheiten in CallYa-Prepaid-Tarifen weg.

Doch ein Ass hat Vodafone noch im Ärmel, was hoffentlich ebenso ein richtungsweisender Schritt für die Industrie sein wird: man schafft die LTE-Geschwindigkeitslimits in allen Vertrags- und Prepaid-Tarifen ab. Ab dem 14. April surft jeder Privatkunde mit voller LTE-Geschwindigkeit, die Kunden bis zu 225 MBit/s im Downstream bescheren könnte.

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12 Kommentare

  1. Betrifft die Aufhebung der Geschwindigkeit Limits nur Neukunden oder auch Bestandskunden ?

  2. In einem anderen Artikel heißt es auch „Bestandskunden“. Aber das mit dem Roaming innerhalb der EU kapiere ich nicht, ich MUSS also meinen Vertrag verlängern damit das greift, oder was soll das ?

  3. „Dies hat natürlich auch den leicht faden Beigeschmack, dass Bestandskunden nicht automatisch aufgestuft werden.“

  4. Die sollten sich lieber mal um die Netzauslastung im Kabel kümmern…. au 50K umgestellt und seit dem massive Probleme. In Stoßzeiten muss ich teilweise 3-4 mal neu laden eh sich was endlich was aufbaut. Da war meine 32K viel schneller, ich überlege schon ob ich mein 56K Modem aus dem Schrank hole.

  5. Mehr Datenvolumen wäre hilfreicher als diese teuren Pakete aus der Steinzeit

  6. Besser ein Kunde der den normalen Vertrag weiter nutzt als ein Kunde der ab der Grenze den Flugmodus an hat und nur noch von WLAN zu WLAN tingelt.
    Kenne es von mir selber gut. Im Ausland schreibe ich fast nur emails wenn das private Telefon dabei ist. Wer hat denn Lust sich hinzusetzten und den Jungen von Tarifen zu studieren. Ich nicht.

  7. Interessant ist ja was in den außereuropäischen Tarifzonen passiert.

    Bisher stiegen diese seit dem Euro-Roaming von 5 €/Monat/pauschal/mtl. kündbar/inklusive Internet in „Vodafoneländern“ für den „zu Hause“ Tarif – auf pro Minute 2,99 out, also auch vor Ort und 1,79 pro Minute für einkommende Gespräche von wo auch immer und unermessliche Preise für die Internetnutzung. Für mich ein Kündigungsgrund.

    Die aktuellen Tarife sind leider nicht mal mehr aus den „Info Docs“ erkennbar. Dort erscheint diese Tarifgruppe nur noch als „von der Homezone“ angerufen. Bei einem Neuabschluss sehe ich noch nicht mal mehr den Preis für Tarifzone 3 mobil. Eine 4. Zone gibt es auch noch seit Neuestem.

    Geht mal rein, macht einen Neuabschluss und sucht die Informationen für ein Telefonat in Tarifzone 3….

    Die machen ihr Geschäft wie vor 20 Jahren…Vorsicht beim abfeiern!

  8. @ XYZ1
    Das kriegen sie wohl nie hin. Der Kabel Anschluss war schon früher eine Zumutung, als er noch Kabel Deutschland gehörte. Ich konnte schon froh sein, wenn von meinen angeblich 32 MBit/s die zur Verfügung standen Abends 1/10 davon auch wirklich ankamen. Ein absolut untragbarer Zustand, weshalb ich auch von dem Verein weg bin.
    Habe nun per DSL zwar „nur“ 16 Mbit/s aber es ist trotzdem in 99% der Fälle schneller als mein alter Kabelanschluss, weil die 16 Mbit/s halt immer zur Verfügung stehen.

  9. D1 und VF sollten mal auch LTE für die Reseller wie Congstar und 1&1 freigeben.

  10. Fällt dadurch auch die Grenze von 10 gb als maximales Volumen im Monat weg bei lte ?..

  11. Schöne Marketingüberschrift, der Teufel steckt im Detail. Bestandskunden schauen in die Röhre.

  12. Pascal Wuttke says:

    @Denniss: erklär mir doch bitte diese „Marketingüberschrift“. Interessiert mich brennend.

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