UniFi Dream Router verlässt das Early-Access-Stadium – kostet 217 Euro

Bereits im Winter hatte Ubiquiti mit dem UniFi Dream Router einen neuen „All-in-one“-Router angeteasert. Grob gesagt will jener in die Fußstapfen der UniFi Dream Machine treten. Jene hatte ich seinerzeit ausgiebig getestet und auch den Dream Router habe ich seit einigen Monaten im Einsatz. Seit kurzem auch mit einem Fallback im Mobilfunknetz.

Ubiquiti hat dem UniFi Dream Router einige Extras spendiert. Dazu gehört die Unterstützung von WiFi 6, WiFi 6E testet der Hersteller bisher nur für seine Enterprise-Serie. Im 2,4 GHz-Band (600 Mbps Durchsatz) und dem 5 GHz-Band (2,4 Gbps Durchsatz) ist man mit 4×4 MU-MIMO unterwegs. Inzwischen unterstützt UniFi auch WPA3.

Im Inneren werkelt ein Dual-Core SoC auf Basis des A53 mit 1,35 GHz Taktrate. 2 GB Arbeitsspeicher stehen zur Seite. Zur Ersteinrichtung über die App ist zudem Bluetooth mit von der Partie. Nun verbaut ist auch ein interner Speicher von 128 GB, damit lässt sich der Dream Router auch für UniFi Protect einsetzen. Weiterer Speicherplatz kann über eine microSD-Karte nachgeschoben werden. Man setzt auf UniFi OS, das erlaubt beim Dream Router zwei gleichzeitig laufende Applikationen. Zur Wahl stehen derzeit: Network, Protect, Access und Talk.

Weiterhin setzt man auf Gigabit-Ethernet beim WAN-Port. Vier weitere LAN-Ports sind ebenfalls verbaut, die unterstützen PoE (802.3af), was den Dream Router letztlich zum vollständigen „UniFi-Alleskönner“ machen dürfte.

Eine weitere Neuerung: Ähnlich zur AmpliFi-Serie gibt es auf der Front auch ein 0,96 Zoll (2,44 cm) großes Status-Display. Hier könnt ihr euch ohne App oder aufschalten auf das Webinterface beispielsweise über den Durchsatz des Netzwerks informieren.

Im UniFi-EU-Store wird der Dream Router frisch gelistet. Man hat das EA-Stadium also verlassen. Derzeit allerdings noch mit dem Label „Coming Soon“. Damit steht nun aber auch der Marktpreis fest. Knapp 217 Euro werden für den UniFi Dream Router fällig. Ihr könnt euch via Mail über die Verfügbarkeit informieren lassen. Ein gutes Stück günstiger als die Dream Machine, die derzeit als „ausverkauft“ gelistet wird. Die Dream Machine Pro hat mit der Dream Machine Special Edition ebenfalls ein neues Modell mit „etwas mehr unter der Haube“ erhalten – jenes fällt allerdings teurer aus.

Neu im Early-Access-Bereich zu finden: passende Schlösser für UniFi Access.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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22 Kommentare

  1. Im verlinkten Test vom EA war noch kein Wifi 6 dabei, ist wohl dann noch hinzugekommen.

    30€ mehr als der U6-Mesh, dafür 4 LAN Ports und die Network App (Controller) mit Firewall, DPI und IPS.
    Warum würde man für daheim noch den Mesh kaufen wenn man keine Dream Machine hat? Die integrierte Lösung
    kann ja schon einiges mehr als die selbstgehostete Java App

  2. ist der DreamRouter nun unterhalb der DreamMachine, oder als Ersatz konzeptioniert ?
    Rein von der Prozessor-Leistung passt das irgendwie nicht ( Dual-Core 1.35Ghz DreamRouter zu Quad-Core 1.8Ghz DreamMachine). Preislich passt das irgendwie auch nicht so richtig DreamMachine Ersatz, 349€ zu 217€ ? Nicht das ich mich beschweren möchte, dass mal etwas günstiger wird…
    Wo ist der DreamRouter plaziert und was kann er mehr oder weniger als die DreamMachine ?

    • Felix Frank says:

      Jo die Leistung hat man runter geschraubt – der Durchsatz bei DPI und Co sollte entsprechend weniger sein, aber sonst ist mir nix aufgefallen.

      • also wird der DreamRouter mit Firewall / DPI / IPS quasi noch weniger geeignet sein für Gigabit Internet Uplinks ?

        • im EA Forum wird immer wieder davon geschrieben, dass das Ding die 1GB am WAN nicht erreicht (mit DPI/IPS sicher nicht – bin mir nicht ganz sicher, ob das auch ohne DPI/SPI schon der Fall ist).

          • @Johannes: es kann nur mit DPI/IPS gemeint sein, weil selbst meine USG ohne DPI/IPS ja schon knapp 950 Mbit/s schafft. Laut meinen Infos sollte der neue UDR ca. 800 MBit/s mit DPI/IPS schaffen. Hatte dazu auch irgendwo eine Tabelle gefunden, wo das genau angegeben war.

  3. @Felix kann man den Dream Router direkt an z.B. einem Telekomanschluss nutzen oder muss man davor noch ein Modem schalten?

  4. ChristianM says:

    man braucht ein Modem

  5. Wird dadurch eine USG obsolet?

    • Ja, der UDR hat den Router und mehr ja alles integriert.
      USG, CloudKey, Switch könnte man damit sparen.

  6. Doppelherz says:

    So’n Mist, da war ich zu spät dran. Wollte das Dingen eigentlich zum Preis vom Early Access ausprobieren. Nun schwanke ich wieder, ob es letztlich nicht doch tplink omada werden soll. So als Privatnutzer für daheim, der bissl mehr als das was ’ne Fritz Box kann, dran tüfteln will. Ideen, Anregungen, Vorschläge, Erfahrungen?

    • Was ich bisher so und auch aus meinem Umfeld mitbekomme ist Ubiquiti vor zu ziehen. Gerade damit hat man weniger Arbeit und mehr Überblick. Von tplink würde ich Abstand nehmen. Bei mir werkelt noch ein tplink vom ISP und ein nicht so schlechter ASUS WIFI Router aber deren Software sind Alpträume und wollen einem Funktionen aufbinden die dauernd Daten rausschicken lol. ASUS biegt sogar direkt den DNS zu sich um wenn man es nicht umständlich ändert.

  7. hatte das Gerät auch über EA ergattert und war ehrlich gesagt vom Gerät selbst ganz angetan, jedoch war die WLAN Signalstärke sogar schlechter am selben Aufstellort, als die des Ubiquiti Aircube-AC, der sonst ein absolut vergessenes aber sehr gutes Gerät ist… Für 217 Euro ganz gut, weil sehr viel geboten wird, ich war leider dennoch ein wenig enttäuscht

    • kommt mir sehr bekannt vor. Hatte vormals Amplifi (optisch dasselbe), ja genügten 2 für 4 Etagen,

      Jetzt habe ich 2xU6-Pro 1xU6-Mesh = 3

  8. Kann jemand etwas darüber sagen wie laut das Gerät ist? Meine aktuelle Dream Maschine steht im Wohnzimmer und wenn das Last drauf kommt ist der Lüfter deutlich hörbar (und für mich störend).

    • Felix Frank says:

      In meinen Augen deutlich besser. Kannst aber auch bei der UDM nen Skript aktivieren:

      Auf UDR kannst du via SSH das Paket ‚fancontrol‘ installieren > neue PWM Konfiguration.
      Bei der UDM bedarf es wohl zusätzlich ein Boot-Skript.

  9. Im EU store noch nicht verfügbar 🙁

  10. Bitte beachten dass nur 2 von den 4 LAN-Ports über PoE verfügen 🙂

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