UniFi Dream Router: Dream Machine mit Wi-Fi 6, PoE und weiteren Verbesserungen angeteasert

Ubiquiti hat auf seinem YouTube-Kanal ein neues Produkt angeteasert, welches optisch und funktional in die Fußstapfen der UniFi Dream Machine treten soll. Bereits jene ist schon eine „eierlegende Wollmilchsau“ im UniFi-Universum und mit dem UniFi Dream Router hat man da – zumindest auf dem Datenblatt – einen würdigen Nachfolger parat. Auch einige Features sowie Hardwareschmankerl bekommt der UniFi Dream Router im Direktvergleich wohl extra spendiert. Ähnliches haben wir ja bei der Dream Machine Pro und der Dream Machine Pro Special Edition nun schon erlebt.

Auch wenn es von der reinen Namensgebung anders klingen mag, so stellt der UniFi Dream Router auf dem Papier das besser ausgestattete Gerät dar. Selber Zweck, wie schon bei den Dream Machines: mehrere Netzwerkgeräte aus dem UniFi-Universum in einem Gerät bündeln. Insbesondere für kleinere Setups mit UniFi war daher die Dream Machine bislang – abgesehen von einigen Kinderkrankheiten und Software-Restriktionen für Pro-User – eine Empfehlung wert. So war es schade, dass man da bislang nicht auf Wi-Fi 6 setzte – anders nun mit dem Dream Router. Der bringt Wi-Fi 6 mit vier Streams mit, im 5-GHz-Netz funkt man da mittels 4×4 MU-MIMO/OFDMA.

Bei den Netzwerkanschlüssen bleibt alles beim Alten – auf Gigabit-Niveau. Dennoch gibt es Neuerungen. So sind zwei der vier LAN-Anschlüsse mit PoE (802.3af) ausgestattet. Für ein kleineres – insbesondere kabelloses – Netzwerk entfällt damit in vielen Fällen ein zusätzlicher Switch für diese Zwecke.

Auch wer auf die Lösung UniFi Protect zur Einbindung von Kameras setzt, der musste bislang zum Pro-Modell oder einem externen Cloud Key Gen2 Plus greifen. Beim Dream Router verbaut Ubiquiti nun 128 GB ab Werk – inklusive Speichererweiterung mittels SD-Karte, welche sich für UniFi Protect nutzen lässt. Auch die anderen UniFi-Lösungen wie Access und Talk, welche zuvor der Dream Machine Pro vorbehalten waren, lassen sich mit dem angeteaserten Dream Router nutzen. Für die meisten wohl nicht notwendig, aber ein Extra hat der Dream Router zusätzlich spendiert bekommen: Das farbige LCD auf der Front gibt Einblicke in Echtzeitdurchsatz und weitere Kenndaten.

Preis oder Verfügbarkeit? Dazu schweigt Ubiquiti bis dato. Die neue Hardware soll erst einmal „bald“ im Early-Access-Programm des Unternehmens starten. Bis das Produkt dann offiziell und ohne Early-Access-Status startet, werden sicherlich noch ein paar Monate ins Land gehen. Ich bin jedenfalls recht gespannt auf das Produkt. Immerhin stellt mich die Dream Machine – für meine Nutzungsverhältnisse, mit zahlreichen WiFi-Produkten – doch sehr zufrieden. Einzig und allein der Lüfter springt inzwischen wesentlich häufiger an, als bei meinem ursprünglichen Testbericht.

In diesem Artikel sind Partner-Links enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

10 Kommentare

  1. Unifi: Firma mit der besten Hardware auf dem Markt hat es tatsächlich geschafft, durch Unternehmensentscheidungen und der Software alles zu verspielen. Ob ich mir nochmal für zig hunderte Euro Unifi-Geräte kaufen und es vielen anderen empfehlen würde, mag ich bezweifeln.

    • Darf ich um weitere Infos zubdeinem Kommentar bitten?

    • Die Frage ist nur: was wäre dann die Alternative? Ich habe damals zumindest beim Router den firmeninternen Schritt zum Edgerouter 4 gemacht. Klar, den Kontroller mit dem Cloud Key gen2 plus nutze ich wegen der APs von Unifi noch immer, trotzdem läuft das System deutlich stabiler als früher auf dem alten USG.

      • Eine Alternative bleibt nach wie vor eine Fritzbox nebst Mesh Repeatern. Oder aber jede andere Lösung mit Mesh Systemen.

        Wirklich empfehlen kann ich die Unifi Geräte nach mehrjährigem Einsatz bei Kunden nicht mehr. Das zu erklären ist simpel. Die Cloud Keys sind nichts anderes als Schrott. Stürzen häufig ab, sind nicht erreichbar und bei Updates bang man jedes Mal, ob das Gerät nachher noch erreichbar ist.

        Die WLAN Access Points sind gut, aber auch nicht überragend. Ausleuchtung ist okay, jedoch habe ich immer noch einen Kunden, bei dem das DHCP vom Windows Server nicht mehr durchs WLAN geht. Nach wie vor als Bug bei Unifi bekannt.

        Dazu kommt die unsägliche UDM Pro, die durch Optik und Umfang viel verspricht, aber nicht sehr professionell ist. So funktioniert etwa das Dual WAN Feature nach wie vor out-off-the-box nur als reines Failover. Angekündigt und anklickbar war Load Balancing, aber das ist nach wie vor kaputt und nicht mehr anwählbar. Extrem ärgerlich, weil das Ding ja als Business Modell beworben wurde.

        Dazu funktioniert die gleichzeitige Portweiterleitung an WAN1 und WAN2 nicht. Es nützt mir nichts, wenn ich die Portweiterleitung nur an einem WAN habe. Man stellt es ein, der Button ist da, aber es funktioniert einfach nicht.

        Ebenso sind mir zweimal zwei unterschiedliche 48 Port Switch einfach abgestürzt. Einer Gen1, der andere Gen2. Stellten einfach die Arbeit ein und waren erst nach Neustart wieder funktionsfähig. Und das bei Preisen von bis zu 1000€!

        Meine Lösung: Bei Kunden kommt der ganze Mist in die Tonne und ich stelle lieber wieder Lancom Router da hin. Sind kompliziert wie Sau, dafür funktionieren sie aber erheblich besser. Klar kostet mich da ein Access Point 400€ aufwärts, aber dafür laufen sie einfach.

        Und als Privatmann? Ganz ehrlich? AVM. Sie haben keine PoE Geräte, ja, sie haben kein echtes Mesh, aber dafür sind die Dinger günstig und funktionieren einfach.

        Von mir aus auch ein Netgear Orbi System, aber Unifi kann mir mittlerweile sowas von gestohlen bleiben…

        • Ich bin eher privat unterwegs aber ich vermeide mittlerweile jedes Update von Unifi. Was da jedesmal alles nicht mehr geht oder Probleme macht, ist nicht mehr feierlich. Auf meinem Raspi läuft der Controller – und der auch recht zuverlässig. Probleme habe ich zum Glück nicht wirklich – außer, ich mache Updates. Es war schon mal alles besser aber der derzeitige Stand passt für mich. Ein Windows-Rechner bekommt bei mir keine IP aber dem habe ich eine feste gegeben.

          Fritzbox ist für mich aber keine Alternative. Da habe ich das WLAN ausgeschaltet, weil es wirklich unterirdisch war. Nach der Erfahrung würde ich mich nicht trauen, dort ein Mesh-System von fritz zu nehmen. Als Telefonzentrale ist die Fritzbox aber ordentlich. DSL macht bei mir ein altes Zyxel-Modem sehr zuverlässig.

          Ansonsten ist es echt schade, was Unifi so alles verbrochen hat. Die Updates, die danach totalen Müll produzieren oder die ständigen Werbeeinwilligungen. Wie gesagt – früher (vor 4-5 Jahren) war Unifi ein Vorzeigeunternehmen. Es gab kein Wifi-System auf dem Markt, was nur ansatzweise an Unifi herankam. Aber jetzt gibts einfach zu viele Probleme.

          • Was setzt Du denn stattdessen für „ordentliches WLAN“ mit Mesh ein?
            Bin am Erneuern meiner privaten „Infrastruktur“, da Glasfaser ins Haus steht.

  2. Ich verstehe die ganzen Wifi 6 Geräte jetzt nicht, wo Wifi 6E direkt vor der Tür steht und erste Hersteller z.B. TP-Link mit ersten Geräten kommen

  3. Kann mir jemand mal sagen, was der offensichtlichste Vorteil von wifi6 ist ?
    Bisschen mehr Durchsatz kann‘s ja nicht nur sein , oder ?
    Hatte mal gelesen, dass mit wifi6 und vielen Clients das ganze stabiler und schneller läuft.
    Aber wäre dann zu Hause wirklich DER Anwendungsfall für wifi6 mit 2 Handvoll Geräten oder so?

  4. Bei uns im Haus ist es am Ende die Lõsung von Asus, AI Mesh ZenWifi XT 8 mit WiFi 5 geworden. 4 Stück davon, auf jeder Etage einer. Läuft deutlich besser als die AVM Lösungen. Microtik hatte ich davor probiert, wäre bestimmt auch gut gewesen, aber mir dann doch zuviel Handarbeit. Da fehlt mir mit Familie die Zeit.

  5. hat das Ding mittlerweile ein DSL-Modem verbaut?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.