UBER Pop von Landgericht Frankfurt deutschlandweit verboten

UBER hat zwei verschiedene Dienste in Deutschland, beide haben es nicht leicht. Bei UBER Black handelt es sich um einen Limousinen-Service, UBER Pop ist hingegen eine Art Privat-Taxi. Gegen letzteres Modell hat Taxi Deutschland, ein Zusammenschluss von Taxizentralen, vor dem Landgericht Frankfurt geklagt und auch gewonnen. Das urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Gewerbliche Fahrten ohne Personenbeförderungsschein, das ist das, woran sich Taxi Deutschland stört. UBER sieht dies natürlich anders, stellt sich selbst nur als Vermittler dar, muss sich nun aber dennoch den Gesetzen beugen.

uber

Der Richter Joachim Nickel ist sich bei seiner Entscheidung durchaus bewusst, dass ein Verbot von UBER ein Eingriff in die Berufsfreiheit sowie in die europäische Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit ist, sieht dies jedoch bei überragenden Interessen der Allgemeinheit gerechtfertigt.

Taxi Deutschland freut sich natürlich über dieses Urteil, immerhin basiert das Geschäftsmodell von UBER laut Taxi Deutschland Vorsitzendem Dieter Schlenker auf Rechtsbruch. Sicher ein schwerer Schlag für UBER, das Unternehmen, das mittlerweile in so vielen Teilen der Welt mit Problemen zu kämpfen hat.

Wie UBER nun reagieren wird, ist noch unklar. Sobald Taxi Deutschland eine Sicherheitsleistung in Höhe von 400.000 Euro hinterlegt hat, ist das Urteil rechtskräftig und UBER Pop darf nicht mehr in Deutschland agieren. Bis dahin wird erst einmal weiter gemacht wie bisher. Bereits in der Vergangenheit hat sich UBER recht kämpferisch gezeigt und sich auch von drohenden Strafen nicht abschrecken lassen.

(Quelle: FAZ)

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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26 Kommentare

  1. @Holgi
    Wie willst du mit Uber konkurrieren? Es geht ja nur über den Preis und da kommt man nicht ran, wie auch. Was glaubst du was passiert wenn dein Betrunkener, ohne Führerschein fahrende im nicht TÜV gerechten PKW einen Unfall baut ?
    Gar nichts, hast du Pech gehabt, wirst du abgezockt, Pech gehabt, er kommt gar nicht erst Pech gehabt, hast du bleibende schäden durch einen Unfall Pech gehabt ….

    Was hat der Fahrer davon ? Auch nichts, ist halt Schwarzarbeit für zwischendurch, wenn was passiert hat er halt Pech gehabt.

    Wie will das Taxi Gewerbe damit konkurrieren ? Das ist Schweinekapitalismus vom feinsten und das muss man nicht unbedingt unterstützen, außer man scheißt darauf ob andere von ihrem Job leben können oder nicht.

  2. Finde die „ich bin, erwachsen, ich kann mich selber weglegen“-Fraktion niedlich. Mit einem Blick Verkehrstauglichkeit von Fahrer und Auto erfasst und rein. Wozu brauchen Sachverständige für den Plunder so lange! Und Gesetze! Pah! Nur gemacht, um mich zu gängeln… Aber wehe, es passiert was, dann wird geklagt, was der Kadi hergibt!

  3. Ich finde das Urteil gut. Es gibt Gesetze in Deutschland und an die muss ich mich halten, wenn ich ein Unternehmen betreiben will. Punkt.

    Was meint ihr, wie profitabel mein Supermarkt wäre, wenn ich die Ware einfach irgendwo klauen würde. Wenn ein Elektroartikelhersteller einfach keine Gewährleistung anbietet etc.

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