Strava: CEO James Quarles äußert sich zur Heatmap-Problematik


Ihr habt es sicher mitbekommen, die Fitness-App Strava geistert aktuell durch die Medien. Eine aus Nutzerdaten erstellte Heatmap zeigt nicht nur Orte an, an denen besonders viele Menschen Strava für das Tracking nutzen, sondern alle Orte, an denen die App – mit entsprechenden Einstellungen – genutzt wird. Das sorgte deshalb für Wirbel, da so zum Beispiel auch geheime Militärbasen ausgemacht werden können.

Das hat nun auch Strava zu einer Reaktion veranlasst, mit einem „Brief an die Community“ versucht man das Ganze etwas abzuschwächen. Das Problem ist, die Nutzer haben ihre Daten ja freiwillig zur Verfügung gestellt, die App bewusst in Gebieten genutzt, die offenbar eher hätten geheim bleiben sollen. Aber Strava macht das diesen Nutzern nicht zum Vorwurf, sondern möchte natürlich, dass alle glücklich sind.

Aus diesem Grund wird man mehrere Maßnahmen ergreifen, um künftig solche Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen. Demnach wird Strava mit Militär und anderen öffentlichen Stellen zusammenarbeiten, um potentiell sensible Daten nicht zu verwenden. Außerdem Weden Funktionen noch einmal untersucht, die eigentlich der Motivation von Sportlern dienen sollen, aber eben eventuell auch missbräuchlich verwendet werden können.

Zusätzlich wird Strava stärker auf die Privatsphäre- und Sicherheits-Tools hinweisen, damit zum Beispiel auch ein Soldat weiß, dass er in einem militärisch sensiblen Bereich besser mal keine GPS-Daten weitergibt. Zu guter Letzt werden die Privatsphäre- und Sicherheitspolitik-Tools auch noch so angepasst, dass es dem Nutzer einfacher gemacht wird, die volle Kontrolle über seine Daten zu haben.

Meiner Meinung nach eine gute Reaktion von Strava. Was mir allerdings etwas fehlt, ist das Hinterfragen, warum die App überhaupt in diesen sensiblen Bereichen mit all ihren Funktionen genutzt wird. Damit hat allerdings nicht Strava etwas zu tun, sondern eben die Einrichtungen wie Militärbasen, die durchaus auch Regeln für den Umgang mit potentiell gefährlichen Geräten (Smartphone mit GPS zählt da durchaus dazu) haben.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

4 Kommentare

  1. > Damit hat allerdings nicht Strava etwas zu tun, sondern eben die Einrichtungen wie Militärbasen, die durchaus auch Regeln für den Umgang mit potentiell gefährlichen Geräten (Smartphone mit GPS zählt da durchaus dazu) haben.

    US Militärangehörige. Da kann man nicht viel mehr erwarten als von einer Kartoffel.

  2. Comander Keen says:

    Gibt es aktuelle Informationen, wenn der Segment-Explorer wieder alle Lauf-Segmente anzeigt?

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