Rakuten: Deutscher Marktplatz wird demnächst geschlossen

Der Online-Marktplatz Rakuten schließt für deutsche Kunden und Händler ab dem 15. Oktober seine Pforten. Dies teilt Rakuten in einer Information an seine Händler mit:

Wir bedauern sehr, Ihnen heute mitteilen zu müssen, dass der Rakuten-Marktplatz Rakuten.de für Kunden und Händler in Deutschland ab dem 15. Oktober keine neuen Bestellungen mehr entgegennehmen wird.
Der japanische Internetkonzern gehört zu den zehn größten Internetunternehmen weltweit. Seit 2011 war man durch die Übernahme von „Tradoria“ in Deutschland unter rakuten.de als Marktplatz aktiv. Trotz allem konnte man sich in hierzulande wohl nicht überzeugend gegenüber der Konkurrenz – insbesondere hier vermutlich Amazon – behaupten. Über die genauen Umstände herrscht derzeit jedoch Stillschweigen.
Solltet ihr also noch Superpunkte bei Rakuten horten, so empfiehlt es sich diese demnächst einzulösen. Ab dem 15. Oktober sind für deutsche Kunden keine weiteren Bestellungen mehr möglich. Ein Händlersupport für Rücksendungen und Kundenservice soll jedoch noch für unbestimmte Zeit aufrechterhalten werden. Nicht betroffen hingegen scheint der Streaming-Dienst Rakuten TV.

 

Update 25.09.2020 17:00

Mittlerweile informiert Rakuten auch die Kunden. Rakuten wird als Cashback-Programm „Club R“ für Online Käufe in Deutschland fortbestehen. Superpunkte lassen sich wie vermutet bis zum 15. Oktober für Bestellungen einsetzen und werden danach ins Cashback-Programm überführt. Dort können sie auch nach Schließen des Marktplatzes in Geschenkkarten umgewandelt werden.

Lieber Kunde,
ein großes Dankeschön an alle, die im Laufe der Jahre den Marktplatz von Rakuten Deutschland für ihren Einkauf genutzt haben. Es war uns ein Vergnügen, für Sie da zu sein. Schweren Herzens müssen wir Ihnen heute jedoch mitteilen, dass wir unseren Marktplatz auf Rakuten.de demnächst einstellen werden.

Was bedeutet das konkret: Wir werden ab dem 15. Oktober 2020 keine neuen Bestellungen mehr annehmen. Wir versichern Ihnen jedoch, dass alle vor diesem Datum aufgegebenen Bestellungen wie gewohnt bearbeitet werden. Wir entschuldigen uns aufrichtig für die Unannehmlichkeiten, die Ihnen dadurch entstehen und danken Ihnen nochmals für Ihr Engagement auf dem Rakuten-Marktplatz.

Was passiert mit meinen 90 Rakuten Points? Sie können die Points bis zum 15.10.2020 weiterhin auch auf dem Marktplatz einlösen. Ab dem 16.10.2020 können Sie Ihre Points z. B. über Rakuten TV einlösen, um Serien und Filme anzusehen und um mit Viber Out zu telefonieren. Des Weiteren stellen wir bald die Option in Club R zur Verfügung, Ihre Points in Shop-Kredit- oder Geschenkkarten von Einzelhändlern wie Douglas, IKEA oder MediaMarkt umzuwandeln. Points haben keinen Geldwert und können nicht gegen Bargeld eingelöst werden.

Was passiert mit meinem Rakuten-Kundenkonto? Ihr Rakuten-Kundenkonto bleibt bestehen und Sie können auch weiterhin die verbleibenden Services von Rakuten nutzen. Rakuten wird weiterhin Club R betreiben, womit Kunden bei jedem Einkauf über Partner wie Lieferando, Rewe, About You oder Booking.com Points sammeln können. Ihre Points können für Filme auf Rakuten TV, Credit für Rakuten Viber oder in Kürze auch für Gutscheine und Geschenkkarten bei ausgewählten Marken wie Douglas, IKEA, MediaMarkt, Otto oder toom Baumarkt eingelöst werden. Weitere Information zum Einlösen Ihrer Points finden Sie hier.

Falls Sie Fragen haben, besuchen Sie bitte den Marktplatz oder kontaktieren Sie uns über die unten angegebene E-Mail-Adresse bzw. Telefonnummer.

Tel: +49 (0)951 / 408 391 00
service@rakuten.de

Ihr Team von Rakuten Deutschland

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Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Student auf Lehramt. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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40 Kommentare

  1. Schade. Habe Rakuten neulich erst für mich entdeckt und dort auch gerne bestellt.

    • Ich hab da seit Jahren immer wieder mal was bestellt wenn es mir mehr dort zugesagt hatte. Schade…

      Wer übernimmt nun die Händler/Marktplatz? Wird er einfach zugemacht oder an andere veräußert?

      Wern noch Windows Keys oder Progs braucht schnell noch was holen… aber leider muss man da innerhalb von wenigen Tagen diese aktivieren ;(

  2. Ist kein Verlust…den Streaming Mist können die bitte gleich mit einstampfen.

  3. Ich habe bei Raketen nie etwas bestellt. Aus folgendem Grund:

    „Die Plattform galt als der weltgrößte Online-Händler von Elfenbein und Walfleisch, bevor der Verkauf eingestellt wurde. Am 1. April 2014 wurde der Handel mit Walfleisch offiziell untersagt.“ (Quelle: Wikipedia)

    • Diese Online-Marktplätze scheinen alle irgendwie Dreck am Stecken zu haben.

    • Zur kurz gegriffen, zu wenig konsequent: da Walfleisch und Elfenbein grundsätzlich auch weiterhin, nur eben über andere Marktplätze, aber eben doch auch weiter über das Internet vertrieben werden, solltest du, so als unmissverständliches Statement, das Internet als solches vollständig meiden.

      • Mir ist nicht bekannt, dass Amazon oder Cyberport solchen Handel betreiben. Vielleicht weißt du da mehr.

        • Naja Amazon ist aus USA die handeln mit anderem Mist als ein Japanischer 😉 und Cyberport ist ein Shop und keine Platform wie Amazon, Alibaba, Rakuten & Co, selbst Real ist schon ne Platform und ist mikrig im vergleich. Cyberport war total daneben, wenn dann mußte schon Conrad nehmen die haben auch seit ner ganzen Weile ihre HP zur Platform ausgebaut, grottenschlecht wie eben Deutsche Müll nun mal ist aber immerhin Platfrom und kein alleiniger Shop, dazu hat Conrad auch mehrere Filialen.

        • Deine Logik lautet:

          Über Rakuten als Marktplatz in der Funktion als Infrastruktur werden illegale Sachen abgewickelt. Rakuten selbst ist an der Abwicklung der illegalen Sachen nicht beteiligt, sondern stellt nur die Infrastruktur zur Verfügung. Als Konsequenz bleibst du nicht nur den illegalen Angeboten, sondern dieser Infrastruktur vollständig fern.

          Das gesamte Internet ist ebenfalls eine Infrastruktur, über welche noch ganz andere illegale Sachen abgewickelt werden. In deiner Logik müsstest du daher dem gesamten Internet fern bleiben.

          Telefonieren geht auch nicht, weil über diese Infrastruktur immer wieder illegale Geschäfte abgewickelt werden. Und dieses einfach so toleriert wird. Keiner unternimmt etwas dagegen.

          Autobahn benutzen ist auch zu vermeiden, weil über diese Infrastruktur auch Kriminelle fahren.

          Die Post ist unbedingt zu meiden, weil diese mit ihrer Infrastruktur nicht nur schon mal den einen oder anderen Erpresserbrief transportiert hat, nein, die Post liefert doch tatsächlich das Walfleisch und das Elfenbein unter Benutzung der Autobahnen aus, welches Kriminelle zuvor entweder telefonisch oder über das Internet bestellt haben. Da kommt dann alles Böse zusammen.

          Merkste was?

      • Du meinst mit der gleichen Konsequenz, mit der Du Lesen und Verstehen boykottierst?

    • Bei RakEten hab ich auch nie was bestellt, kenn ich gar nicht, ich hab nur bei RakUten immer wieder mal was gekauft.

  4. Amazon ist sowieso beste. Da gebe ich gerne 30-40 Euro Mehr aus und habe kein stress mit garantie und gewährleistung.

  5. Ist das überhaupt echt? Der Typ kann ja alles posten.

  6. Habe da immer wieder mal bestellt, wenn es z.b. Giropay oder Masterpass Aktionen gab. Davon abgesehen waren die Preise (vermutlich auf Grund der hohen Abgaben) immer deutlich über dem der anderen Shops.

  7. Ich hatte mal was bestellt weil ein Rabattcode einen günstigen Preis versprach, die Bestellung ging komplett in die Hose. Angeblich nicht lieferbar obwohl bei der bestellt Satnd man hätte das Gerät auf Vorrat. Auf Rückfrage hieß es nur „sie können den Artikel erneut bestellen“, tja nur dann eben ohne 15% Rabatt. Hab danach nie wieder was von denen bestellt, veräppeln kann ich mich selber.

  8. Habe da nur bestellt wenn es in Form großer Rabatte genügend Schmerzensgeld dafür gab, dass man sich mit deren katastrophalen Such- und Filterfunktion herum geschlagen hat. Der Entwickler der das verbrochen hat würde ich gerne mal kennen lernen.

    Die in vielen Bereichen absurd überhöhten Preise haben daneben ihr übriges dazu getan, dass der Marktplatz nie Fuß in Deutschland fassen konnte. Teilweise war es selbst mit 30 Prozent Rabatt schwer gute Angebote zu finden.

    • Wiso hast dann überhaupt gekauft wenn das so eine Folter für dich war?
      SM Fan anscheinend oder einfach nur Selbstgeißelung grad von nöten gehabt?

      Rakuten ist nicht das Beste aber hat einiges Besser als manch andere.
      Sag nur Conrad, katastrophe seit 4-5 Jahren, seit ca 1-2 sind die auch Platform hat sich aber nicht so viel Gebessert das es an alte Zeiten herankommt.
      Amazon ist einfach Bullshit, ähnliche Produkte zusammengefasst und die Rezensionen dazu auch so das alles schön verschleiert wird. Es macht aber ein Unterschied ob Nachfolgemodell oder für andere Produktmarken passend, bei dem einen haut es hin bei nem anderen vielleicht Katastrophe. Solange also da kein kompletter Reinfall sind die Durchschnittsnoten für den ANUS und suchst dir n Wolft nach den für das Produkt zugehörigen Rezensionen. Totaler müll seit jeher bei Amazon.

  9. Endlich ist das Elend zuende, und ich muss keine Beschissangebote mehr sehen. Eine europaweite Schliessung wäre begrüßenswert, .fr ist genauso übel strukturiert.

    Ich mein, sogar real hat in der Zwischenzeit einen besser funktionierenden Marktplatz hinbekommen, samt brauchbarem Kundenkonto. Und das will schon was heissen.

    • Real? Echt? Ooooo das muss ich mir mal genauer in nächster Zeit angucken, das Gefühl hatte ich nämlich überhaupt nicht. Da sind mir ehe Zwielichtigere Anbieter unterwegs als bei Alibaba.

      Interessant währe was da angeblich Beschissangebote waren? Was verstehst du drunter?

      • @DOT2010 „angeblich“
        Interessante Formulierung, mal wieder.

        Z.B. der Verkauf von MS O365Personal 1J. Lizenz entpuppte sich als Anteil am Familienkonto des „Unternehmens“, ohne dass die falsche Produktbeschreibung Rakuten gestört hätte. Und sein Geld bekommt man auch nur sehr mühselig wieder zurück, da Rakuten kein eigenes Reklamanagement hat (wie Ebay), sondern auf den Verkäufer verweist.

        Alibaba – hm, seltsamer Vergleich für den real Marktplatz, schon vom Umsatz. Angebote lesen und prüfen muss man bei beiden, scheinen auch *beinahe* gleichviel Chinahändler zu sein.

    • Ist die Frage, was schlimmer ist:

      Ein beschissener Marktplatz oder die Kunden, die sich darauf einlassen? Oder sollte man hämisch-froh sein, dass sich dort die finden, die sich gegenseitig verdient haben? Gibt es ja auch woanders in dieser Konstellation, z.B. bei Whish, wo sich immer wieder blöde Kunden von blöden Händlern über den Tisch ziehen lassen.

      • @Holger
        Ja, wir hätten besser auf den Bäumen hocken bleiben sollen, statt ab und an woanders Erfahrungen zu machen.

        Bei aller Vorsicht, ohne Ausprobieren lernt man nie dazu. Es ist auch nicht vielleicht so, dass sich ein Marktplatz mal verbessern (oder verschlechtern) könnte – wie Rakuten. Internet ist nach deiner Beschreibung ganz total statisch, gelle?

        • Ja, ja, „Versuch macht kluch“, „Lernen durch Fehler“ u.s.w….

          Man kann sich aber auch einfach den Weg einmal genau angucken, auf dem man unterwegs ist, um nicht über jeden Stein stolpern zu müssen. Als Hans-guck-in-die-Luft sieht man natürlich immer nur Kuschelwolken und bemerkt die Stolperfallen erst, wenn es zu spät ist.

          • @Holger „Hans-guck-in-die-Luft“
            Ich finde du bist ein Schwafelkopp und verstehst offensichtlich nicht mal deine eigenen Aussagen/Vergleiche. Geschweige denn die von anderen. Jedenfalls Hauptsache, du hast recht wie es sich für einen guten Alpha gehört.

            Wünsche dir dennoch ein schönes WE, gerne auf dem Baum ohne Internet! Von dort oben kannst du den Weg ganz genau (bitte durch das Fernglas) nach Stolpersteinen absuchen.

  10. Kannte ich bis heute gar nicht… nun ist wohl auch egal.

  11. Mick R. Osoft says:

    Wäre schön gewesen, wenn die über Superpunkte, die verfallen auch rechtzeitig informiert hätten.
    Aus meiner Sicht kein Verlust am Markt.

    • Inzwischen wurden Kunden über den Verbleib der Superpunkte informiert. Wir haben das oben entsprechend ergänzt. Jene verfallen nicht und lassen sich auch nach dem 15. Oktober noch einlösen.

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