Rademacher RolloTron Dect: Smarte Gurtwickler mit Anbindung an die FRITZ!Box

Ist man auf der Suche nach einem smarten Gurtwickler, dann kommt man bei der Recherche wohl nicht um den deutschen Hersteller Rademacher drumherum. Vorwiegend setzt man da auf Produkte mit dem eigenen, proprietären Funkstandard Duofern. Ab sofort hat man jedoch mit „RolloTron DECT“ auch einen ersten auf DECT-basierenden Gurtwickler parat, der sich über eine FRITZ!Box ansteuern lässt. Ich für meinen Teil bin gespannt, ob man da künftig auch auf andere Funkprotokolle aufspringt: Die Nachfrage aus dem Zwave- und Zigbee-Segment wurde da schon des Öfteren laut.

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Die DECT-Unterstützung einer FRITZ!Box dient nicht nur dem Zweck ein Mobilteil anzubinden, sondern inzwischen hat man da auch einige smarte Produkte parat, welche sich über die FRITZ!Box als Zentrale automatisieren lassen. Kürzlich hatte ich dazu im Blog bereits die Rollladenmotoren von Becker erwähnt. Mit dem RolloTron DECT 1213 von Rademacher steht nun eben ein Gurtwickler für DECT-Lösung von AVM parat. Insbesondere als Nachrüstlösung dürfte man damit punkten, denn der Gurtwickler soll passend für „alle gängigen Gurtkästen ab 36 mm Breite“ bzw. Gurtbänder mit 23 mm  sein.

Über DECT an die FRITZ!Box angebunden, lässt sich der Rollladen über die Smart-Home-App von AVM sowie die FRITZ!Fons oder kompatible Funktaster steuern. Über die App lassen sich zudem entsprechende Automatiken wie Schaltzeiten hinterlegen. Auch gibt es über die FRITZ!Box Automationen in Abhängigkeit von Sonnenauf und -untergang oder den Google Kalender zu setzen. Notwendig ist eine FRITZ!Box ab FRITZ!OS 7.20. Mithilfe der Automationen lässt sich zudem beispielsweise eine Anwesenheitssimulation generieren.

Abseits der smarten Funktionalität dabei: eine Blockier-Erkennung, welche den Rollladen zum Beispiel im Frostfall vor Überlastung schützt. Zudem gibt es eine Hinderniserkennung sowie frei wählbare Lieblingspositionen, etwa zum Lüften. Außerdem gibt es eine Soft-Start- und Soft-Stopp-Funktion.

Preislich ruft man für den RolloTron DECT 1213 knapp 150 Euro auf. Eine Verfügbarkeit im offiziellen Shop scheint derzeit (noch) nicht gegeben. Näheres kommunizierte der Hersteller noch nicht.

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Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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25 Kommentare

  1. Na endlich ohne Duofern!

  2. Ein guter Ansatz aber da es nicht Homekit fähig ist wird es ein Ladenhüter werden.

    • Ich denke mal mit Homebridge sollte man es in Homekit eingebunden bekommen.

    • Mich stört es irgendwie überhaupt nicht, wenn es nicht von Homekit unterstützt wird. Homekit habe ich entsagt, seitdem ich alles mit Home Assistant automatisiere.
      Endlich nicht mehr abhängig von einer dämlichen Cloud, endlich vollautomatische Sicherungen der kompletten Automationen.
      Homekit ist nicht der Nabel der Welt!

    • Immer dieses Homekit-Gefasel!
      Es ist ein Nischen-Protokoll, nur für die Goldkäfig-verblendeten. Es ist properitär, closed source, teuer und überflüssig, da es bessere, offene, bewährte Alternativen gibt.

  3. Jetzt noch was per Zigbee steuerbares und es wäre perfekt.

  4. Das runterhängende Stromkabel ist doch vollends bescheuert. Dann lieber etwas klobiger und mit Akku.

    • Du kannst genausogut ein Kabel benutzen, da schon im Gurtwicklerkasten liegt. Man muß nicht das beiliegende Kabel nutzen.
      Das steht alles in der frei zugänglichen Anleitung!

      • Warum soll bei mir im Gurtwicklerkasten ein Stromkabel liegen?

        • Er wollte damit sagen, dass du ein Stromkabel in der Wand verlegen und direkt am Gurtwickler anschließen KANNST, wenn du möchtest. Die Teile haben da so eine Lüsterklemme, an der das Stromkabel angeschraubt wird. Falls man „in der Nähe“ kein Stromkabel in der Wand hat oder die Wand nicht aufhauen möchte (Mietwohnung!), kann man das beiliegende externe Kabel nutzen. Das wird dann vorne unter der Blende nach außen geführt. Ich denke, mit ein paar Kabelschellen kann man es schon sauber an der Wand nach unten zu einer Steckdose verlegen; außerdem hängt meist eh der Vorhang davor.

  5. Strom muss man doch trotzdem hinlegen? Warum dann nicht gleich den Motor in den Rollokasten einbauen und das ganze komplett verstecken?
    Interessiert mich wirklich, vielleicht übersehe ich ja was…

    • Der Aufwand einen Rolladen mit Rohrmotor auzustatten ist ungleich höher als den Gurtwickler auszutauschen. Als Nachrüstoption sind diese Teile wohl gut zu gebrauchen. Tipp für Alle die keinen Wert auf smart und Fritz!Box-Anbindung legen: Bei Lidl gibt’s den Schellenberg® Gurtwickler „RD65plus“.

      • Kannst Du zufällig sagen, ob man den von Dir verlinkten Gurtwickler mittels DIY smart machen kann? Kommt man z.B. gut an die Platine dran, um einen ESP32/8266/D1 anzuschliessen? Danke schonmal

      • Ich finde auf die Schnelle in den technischen Daten keinen Hinweis darauf, ob und wie das tatsächlich funktionieren soll. Hast Du mir dazu nen Link? Danke 🙂

    • Mieter? 😉 Wenn ich meinen Rollokasten aufschraube, kriegt mein Vermieter einen Herzstecker… Gurtwickler kommen da recht gelegen…. 😉

    • SchreiBär says:

      Wenn Dein Fenster halbwegs neu und Dein Rolladenkasten gut zu erreichen ist – dann darf Dich nur das Stromkabel nicht stören und ein Rohrmotor ist tatsächlich die bessere Wahl.

      Ich habe gerade drei Fenster (2x gro’e Terrasse und 1x Küche) mit neuen Panzern ausgestattet, die grossen Rolläden von alten Rollotrons auf Duofern Rohrmotoren umgerüstet. Fenster 3 blieb ein Gurtwickler, da der Raum schon teuer renoviert ist. Dafür sitzt da ein smarter, neuer Duofern 1800, der die anderen beiden Motoren synchron mitsteuert. Ich hasse nämlich die programmiererei.

      Das Einbauen der Rohrmotoren ist eigentlich einfach: Rolladen runterlasen, 8-Kantwelle ausbauen, Motorlager einbauen, bei Bedarf die Welle kürzen, Motor einstecken, welle einbauen und die Zugfedern am besten durch starre Fixierungen tauschen (werkzeuglos). Dann nur noch den elektrischen Anschluss machen lassen.

    • Ja, das Kabel ist bescheuert. Aber: Ich habe vor ca. 5 Jahren unsere manuellen Gurtwickler aufgrund eines längeren Urlaubs relativ kurzfristig gegen programmierbare ausgetauscht (Hersteller weiß ich gerade nicht, könnte aber auch Rademacher sein) und war sehr froh darüber, das mit wenig Aufwand hinbekommen zu können. Leider habe ich keinen Strom in der Nähe unserer Rolllladenkästen und weiß auch jetzt noch nicht, wie ich das ohne Aufputzkabel hinbekommen könnte (Wand aufhacken ist derzeit keine Option). Im Endeffekt ist es ganz ok, da sich das Kabel ganz gut hinter den Gardinen verstecken lässt bzw. irgendwann einfach wegguckt… 🙂
      Um so mehr freue ich mich über die hier vorgestellten und werde sie im Falle eines Falles durchaus in Erwägung ziehen.

    • In der Tat übersehen die meisten da etwas: Relevant insbesondere, wenn es um Rollläden an Türen geht.
      Rollläden, die per Motor im Rolladenkasten geschlossen und geöffnet werden können zur tödlichen Falle werden oder dich ausschließen.
      Beispiel 1: In der Wohnung/in Haus brennt es, du bekommst es erst relativ spät mit, der Weg zur Wohnungstür/Haustür ist nicht mehr nutzbar. Der einzige Rettungsweg sind die Fenster und Türen auf Balkon/Terrasse. Sowohl für dich als auch für die Feuerwehr. Wenn Du Pech hast, funktioniert die Steuerung nicht mehr (weil zum Beispiel durch einen Kurzschluss dummerweise der Strom weg ist oder der Router/Access-Point in Mitleidenschaft gezogen wurde und kein WLAN Internet mehr zur Verfügung stellt). Die Rolläden lassen sich dann nicht mehr öffnen. Oder es dauert zu lange, bis der Motor die Lamellen so weit hochgezogen hat, dass du durch kommst, weil du zwischenzeitlich eine Rauchvergiftung hast. Der Motor verhindert in der Regel, dass man die Lamellen nach oben drücken/schieben kann. Guter Einbruchschutz. Blöd nur, wenn du raus musst.
      Mit der Variante mit Gurt, kannst du von innen jederzeit hochziehen. Oder die jemand von außen die Lamellen nach oben schieben.
      Beispiel 2: Du sitzt gemütlich im Garten/auf der Terrasse/den Balkon. Keinen Schlüssel bei dir. Du bist in irgend etwas vertieft oder schläfst, kurz du bekommst nicht mit, dass sich der Rolladen mit Motor im Rolladenkasten schließt. Irgendwann möchtest du doch wieder rein. Tja, dumm nur, ausgeschlossen. Die Lamellen kann man in der Regel bei dieser Variante nicht hochschieben, beim Gurtwickler üblicherweise schon. Bei entsprechender Programmierung braucht man nur bis zum nächsten Öffnen zu warten, irgendwann geht der Rolladen ja wieder hoch. Oft an nächsten Tag. Mit Regen oder bei kalter Nacht ist das zwar nicht ganz sooooooo geil, aber was einen nicht umbringt…

    • Blacky Forest says:

      1. Man hat immerhin noch eine Art Backup. Wenn die Elektronik ausfällt, kann trotzdem noch was wuppen.
      2. Strom bekommt man einfacher innen zum Gurtwickler. Kann man auch Aufputz mit nem Kabelkanal verstecken, hinter den Sockelleisten vielleicht, je nachdem. Wenn man richtig umbaut, dann ist das ja was anderes. So ist es eventuell ist es minimalinvasiv. Und das Loch für den Gurtwickler ist ja schon da.
      3. Es geht schneller.

  6. Jens Vaupee says:

    Da wäre eher mal interessant, ob das Ding akustisch mal nutzbar ist, oder ob es wie die meisten anderen auch, sämtliche Nachbarn weckt, wenn es arbeitet …

    • Die Rademacher-Geräte sind neben der bzgl. Motor-Antrieb identischen Schellenberg-Geräten mit Abstand die besten und leisesten Geräte.
      Insbesondere die neueren Modelle wie 1300,1400, 1700, 1800 etc. lassen sich außerdem in 3 Geschwindigkeitsstufen betreiben, Hier ist eine weitere Geräuschreduktion möglich. Angenehm sind bei den Modellen auch die Soft-Start/Stop Funktionen.

  7. Sowas suche ich noch für Rollläden mit Kurbel und Kardangelenk oben im Rahmen. Evtl. kommt ja da noch was.

  8. Gibt’s da eigentlich irgendwas als Aufputzlösung?

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