Nintendo eShop stellt den Verkauf von Inhalten in Russland dauerhaft ein

Nintendo beendet offiziell bis auf Weiteres den Verkauf von Spielen und anderen digitalen Inhalten über seinen eShop in Russland. Die Gamer aus Russland werden aber dennoch weiterhin ihre bereits gekauften Spiele und DLCs herunterladen könnten. Nintendos Schachzug ist nicht überraschend. Schon im letzten Jahr hatte man den eShop in Russland in den „Wartungsmodus“ versetzt.

Im Grunde macht man das Ende des Verkaufs also jetzt nochmal richtig offiziell. Microsoft und Sony stellten den Verkauf von Inhalten über den Microsoft Store bzw. den PlayStation Store ebenfalls bereits vor ca. einem Jahr in Russland ein. Wer in Russland lebt, kann jedenfalls im Nintendo eShop weder neue Spiele oder anderweitige Inhalte kaufen noch Codes einlösen.

Zusätzlich weist Nintendo darauf hin, dass man die Zahlungsinformationen der russischen Kunden aus Sicherheitsgründen löscht. Auch ist es nicht mehr möglich, neue Nintendo-Konten mit Russland als Ländereinstellung einzurichten. Könnte man diese Maßnahmen irgendwann revidieren? Das ist offen. Wie lange der eShop in Russland außen vor bleiben soll, konkretisierten die Japaner nicht.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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14 Kommentare

  1. „Könnte man diese Maßnahmen irgendwann revidieren? Das ist offen.“

    Ja, das wird den Kindern im Jahr 3000 schwer zu vermitteln sein, dass wegen einem Krieg im dem Teil der Welt den man damals als Europa kannte dazu geführt hat, dass man in halb Eurasien einfach keine neuen DRM Inhalte mehr beziehen kann. 😉

  2. Thomas K. says:

    Deshalb kommen die ganzen (wirklich effizient) gecrackten Apps aus Russland. Das ist also die Antwort auf Putins brutalen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die für europäische Werte stehende und wahrscheinlich nach dem Krieg ein würdiger EU Beitrittskandidat. Slawa Ukrainij

  3. Bei Sony zumindest lässt es sich über die Türkei umgehen.

  4. Sebastian says:

    Jetzt bitte noch Steam und alle anderen Plattformen

    • Und warum? Warum die Bevölkerung für Taten von Politikern bestrafen?

      • Das nennt man Boykott. Gern nachschlagen.

      • Die Bürger bürgen für ihre Regierung. Die Bürger sind dafür zuständig ihre Regierung zu ersetzen wenn die zu viel Mist baut. Druck auf die Bürger ist genau der richtige Weg, die Regierung in Bedrängnis zu bringen. Das Leben in Russland muss noch beschi..ener werden als es eh schon ist. So lange da Luft nach unten ist, sollten wir alles tun, diese Luft auch noch raus zu lassen. Wenn die Bürger dann noch immer an ihrer Regierung festhalten, dann wollen sie es ja scheinbar so haben.

  5. Kein BigMac, kein Iphone und jetzt kein Nintendo. Da wird Putin wohl bald kapitulieren.

    Wer sich solcherart Sanktionskriege bei anderen Ländern anschaut, der sieht, das diese die Bevölkerung treffen und die Regime stabilisieren und nicht zum Wechsel führen. Siehe Iran, Nord-Korea oder Kuba.

    Aber immerhin wird mit solcherlei sinnlosen Aktionen damit das Gemüt der Sanktionierenden gekühlt.

  6. Klaus Mehdorn Travolta says:

    Ich würde mal vermuten dass es auch in RU so etwas wie Steuern gibt … 😉

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