Netflix mit Werbung: Sponsorships angekündigt und Binge-Watching mit weniger Spots

Netflix hat an seinem werbefinanzierten Tarif Gefallen gefunden. So hat man deswegen in Deutschland sogar das bisherige Basis-Abo für Neukunden abgeschafft. Offenbar ist der werbefinanzierte Tarif lukrativ. Zwar trägt jener einen im Vergleich zu den anderen Tarifen niedrigeren Einstiegspreis, dafür sehen Abonnenten aber eben auch Werbespots – an denen Netflix ebenfalls Geld verdient. In einer Pressemeldung kündigt man nun mehrere Neuerungen für das werbefinanzierte Abo an.

Ebenfalls bestätigt der Streaming-Anbieter, dass man mittlerweile auf 15 Mio. monatlich aktive Nutzer im werbefinanzierten Tarif komme. Zu den Fortschritten der letzten Monate zählt man, dass man inzwischen Werbeclips von 10, 15, 20, 30 und auch 60 Sekunden Länge einbinde und damit den Werbetreibenden Flexibilität ermögliche. Auch habe man das Targeting verbessert, sodass etwa gezielt mobile Endgeräte ins Visier genommen werden könnten.

Über das werbefinanzierte Angebot sind zudem bald zwei parallele Streams und Downloads möglich. Wiederum will man ab dem 1. Quartal 2024 den Werbetreibenden ermöglichen, das neue Binge-Ad-Format zu nutzen. Dabei kann das Sehverhalten der Zuschauer über mehrere Episoden ausgewertet werden. Kunden sollen auch etwas davon haben: Bei solchen Marathon-Sitzungen soll jede vierte Serienfolge dann werbefrei sein. Greift aber nur, wenn ihr wirklich vier Episoden einer Serie direkt nacheinander schaut.

In den USA gibt es zudem ab sofort Sponsorenschaften – siehe auch das Artikelbild. Ab 2024 will man diese Möglichkeit international einführen. Beispielsweise soll dies für „Squid Game: The Challenge“, aber auch die letzte Staffel von „The Crown“ möglich werden. Ihr könntet dann also in Zukunft bei Netflix so etwas vorfinden wie „Stranger Things – präsentiert von Hasbro“. Es soll aber auch Sponsorenschaften geben, die sich etwa um bestimmte Feiertage drehen.

Am 14. November 2023 werden für die Live-Übertragung des „The Netflix Cup“ etwa unter anderem Nespresso und T-Mobile als Sponsoren eingebunden. Werbepartnern will man zudem bald noch mehr Auswertungsmöglichkeiten für ihre Kampagnen an die Hand geben.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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13 Kommentare

  1. Bitte Werbung im 4K Abo, so wie bei freevee, aber erst nach einer preiserhöhung, sonst überweise ich einfach per paypal paar Euro mehr wenn sie das nicht von selbst abbuchen!!!!! xD

    • So ein gelabber schon wieder, wo bezahlst du Geld für Freevee? Es steckt doch eig schon im Namen drinnen „FREE“vee das es kostenlos ist. Man muss sich ja nicht einmal einloggen oder registrieren oder sonstiges.

    • Hatte Vorgestern mal Freeve wegen 7 vs. Wild geschaut und bemerkt, dass keine Werbung zu sehen war. Ich habe als DNS Server den ADGuard DNS auf dem Router getragen, welcher ja auch eingeschränkt Werbung blockiert. Scheint zu klappen. Es kommen aber alle 10 Minuten kurze Aussetzer von weniger als 1 Sek. und dann erscheint oben rechts „BlaBla durch Produktplatzierung oder so, ich glaube an den Stellen kommt normaler Werbung. Habs auf dem FireTV geschaut.

  2. Also 15 Mio. monatlich aktive Nutzer im werbefinanzierten Tarif – nur in Deutschland???

    P.S.: „Netflix hat an seinem werbefinanzierten Tarif Gefallen gefunden.“
    Die werden staunen was sich erst einsparen lässt, wenn die Filme und Serien noch ganz weggelassen werden.

  3. Hm, also alles wie im „normalen“ Werbe-TV. Stellt sich die Frage, wofür ich dann einen Fünfer im Monat zahlen soll?

  4. Wie viel/oft Werbung kommt denn derzeit im werbefinanzierten Tarif?

  5. Würde mich auch interessieren.

  6. Ich hab letzten Monat unser shared Abo gekündigt und vermisse es keine Minute. Von unserer Gruppe hat sich eine Person ein Standardabo geholt, welches sie wiederum im gleichen Haushalt teilt. Damit hat Netflix in unserem Fall nix gewonnen. In anderen natürlich schon, wie man an den Neuanmeldungen sehen kann. Vorher laut meckern aber dann können die Suchtbolzen eben doch nicht ohne und machen sich ein eigenes Abo. Netflix kann man nicht vorwerfen unternehmerisch zu handeln, das ist eben unser System. Den Usern kann man hingegen vorwerfen, dass sie alles mit sich machen lassen, inklusive ein Tarif zu buchen der WERBUNG enthält. Wo sind wir hier? Im linearen Privatfernsehen?

    • Ist hier ähnlich. Aus der 4er Familie vermissen 3 den Dienst gar nicht mehr und einer hat sich das kleinste Abo für eine begrenzte Zeit geholt. Der betreibt jetzt einfach Streaming-Anbieter-Hopping. Einer hat gewechselt zu Disney, was mit kleinem Kind auch gar nicht so schlecht ist und ein anderer ist zu Apple gewechselt. Es hätte so einfach sein können wenn man einfach Jahr für Jahr die Familienabos um 5-10% teurer gemacht hätte….

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