Mann aus Halle verklagt Google und Facebook

Man munkelt ja, dass man sowohl Google als auch Facebook benutzen kann, um Dinge im Internet zu finden. Alte Menschen behaupten sogar, dass sie sich erinnern können, dass Google damals sogar als reine Suchmaschine angefangen hat. Nun klagt ein Mann aus Halle gegen Google und Facebook. Konkret wurde diese Person wohl von einem Blogger verleumdet und eben jene Verleumdung war via Google und Facebook auffindbar. Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, dass das bisher nichtöffentliche Verfahren heute öffentlich werden soll.

Angeblich sollen sogar Anwaltskanzleien aus den USA an diesem Fall interessiert sein, da bei einem Entscheid gegen Facebook und Google mit Sicherheit eine nie da gewesene Klagewelle auf die Unternehmen zurollt. Laut Zeitung soll der Kläger bereits einen Teilerfolg eingefahren haben. Google wurde zur Unterlassung verurteilt – unter Androhung eines Ordnungsgeldes in Höhe von 250.000 Euro. Heute wird der Widerspruch verhandelt und die Frage, ob Google in Deutschland Internet-Dienste ohne deutsches Impressum anbieten darf. Wer sich die Nachricht der Mitteldeutschen Zeitung anschaut und etwas recherchiert, der kann sich sein eignes Bild machen. (danke Daniel!)

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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25 Kommentare

  1. Google darf derzeit Internetdienste in Deutschland ohne deutsches Impressum anbieten? Ich dachte, das wäre durch das TMG eindeutig nicht erlaubt?

  2. Im Moment hab ich ja eher den Eindruck, dass das freie Internet grade wirklich am Anfang vom Ende steht :/

  3. @Pipo,

    dürfen sie natürlich nicht, tun sie auch nicht

    https://www.google.de/contact/impressum.html

  4. Ein Hallenser. So so.
    Na da werde ich mal schnell noch ein paar suchmaschinenoptimierte Seiten mit biographischen Informationen über mich ins Netz stellen. Ich meine .. nur, damit sich die spätere Klage dann auch so richtig lohnt.

    @Caschy: Bräuchte mal einen Blogger, der mich beleidigt. Ähh. „Ich kenne einige Affen, die haben noch mehr drauf als du.“ 😉

  5. @Felix: jeder dressierte Affe kann mehr als ich 😉

  6. Wenn es der Blogeintrag ist, den ich durch meine „Recherche“ gefunden habe, kann ich die Klage verstehen. Es handelt sich wohl um einen Beitrag auf blogger.com (das ja auch zu Google gehört), der fast so eklig wie Artikel auf kreuz.net ist. Der Artikel selbst ist auf blogger.com inzwischen gesperrt (mit Hinweis auf die Klage), aber Google hat nicht sehr sauber gearbeitet und man kann den Text immer noch finden.

  7. dressierte Affen gibt’s halt aber auch nicht mehr so viele wie früher…;-)

  8. @Caschy: Völlig falsche Antwort. „Aha, du warst also beim letzen Familientreffen“ wäre es gewesen.

    Also probieren wir es noch einmal: „Menschen fallen mir zu Füßen, wenn ich komme.“ 😀

  9. @Felix: „Achtung, hinter dir ist ein dreiköpfiger Affe!“

  10. @dasecki: Dein Schwert hat schon bessere Zeiten gesehen!

  11. Und du wirst deine rostige Klinge nie wieder sehen.

  12. Jetzt weiß ich, wie dumm und verkommen man sein kann.

  13. Welche Browserkennung haben eigentlich die Crawler von Facebook?
    Damit ich mal wieder ein „disallow: /“ inne robots.txt klatschen kann…

  14. Ach ja? Du bloggst wie eine Kuh.

  15. Dein Getippsel hat mit Bloggen nichts zu tun.

  16. Wieso kann man im diesem Kontext den Diensteanbieter verklagen? Ist es nicht so, dass der Diensteanbieter solche Inhalte entfernen muss, sobald er Kenntnis davon erhält (Mitstörerhaftung), wie es bei Blogs, Foren usw. die Anforderung ist?

    Ich hab zwar etwas recherchiert, scheinbar aber nicht mit den richtigen Begriffen, so dass ich nicht auf die Hintergrundinfos gestoßen bin.

    Und was soll das mit dem „deutschen Impressum“?

  17. Ich glaube, um die ITU muss man sich keine Gedanken machen, sondern um die Anwälte. Wenn jemand das freie Internet kaputt macht, dann die.

  18. Freie Internet ist soeifach daher gesagt. Noch mal zur Erinnerung: Die Freiheit des Einzelnen hört dort auf, wo sie die Freiheit (Rechte) eines anderen einschränkt. Das sollte auch im Internet gelten. Ich jedenfalls bin gegen einen rechtsfreie Raum „Internet“.

  19. ich bin für ein absolut freies internet!

  20. Das Totschlagargument schlechthin: „Ich bin besser als Du!“

  21. „ob Google in Deutschland Internet-Dienste ohne deutsches Impressum anbieten darf. “

    Mir ist ja bekannt das US-Konzerne die Rechtsprechung für ausländische Unternehmen (Megaupload) übernehmen, aber seit wann können wir US-Firmen belangen?
    Ich sehe die Sache mit dem Impressum eher skeptisch. Selbst wenn Google.de sich explizit an Deutsche richtet und ein Impressum tragen muss, was ist z.B mit dem Reader unter google.com/reader? Richtet der sich explizit an Deutsche oder kann da Google einfach behaupten die Zielgruppe seien Schweizer oder Deutsch sprechende Luxemburger?

    Ich geh mir jetzt ganz fix mal ein paar fiese Forenbeiträge gegen meine Person zusammenkleistern, dann darf mir Google meinen Führerschein finanzieren. Absurd, sowas. Wenn durch die Auffindbarkeit der Verleumdung messbare Schäden entstanden sind kann ich eine Schadenersatzforderung verstehen, das Google die Suchergebnisse aus dem Index nehmen soll auch. Aber wieso gleich mit der Keule drohen? Google hat doch sicher auch eine Takedown&Notice-Abteilung…

  22. @Georg leider kann ich nicht auf den Sachverhalt eingehen, da ich davon keine Ahnung habe. Da aber Google in Deutschland (Hamburg) ein Büro hat, gilt für das Unternehmen das deutsche Rechte. Wo der Mutterkonzern sitzt ist egal.

  23. @Caschy:

    Vielen Dank für Deinen Hinweis … auf den o. e. Artikel in der „Mitteldeutschen Zeitung“.

    Interessant ist auch die heutige Aktualisierung … zu finden unter:

    http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1353577155341

    Das – nach meiner heutigen Rücksprache mit Datenschutzrechtsexperten – „interessante“(!) Urteil wird am 8. Januar erwartet.

  24. Google hat och weitere Büros in D, in München sitzen Entwickler (u.a. Chrome). Ich sehe da keine Firma nur zum Vertrieb von Anzeigen. Oder unterstehen die anderen Standorte direkt Google USA? Das wäre ein recht seltsames Konstrukt. … (vllt. Zum Steuern sparen??? 😉 )

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