Mailpile: Isländer wollen E-Mail sicher machen

Via der Crowdfunding-Plattform Indiegogo versuchen die Isländer von Mailpile ihren Traum zu verwirklichen. Nach Abschluss der Funding-Phase will das Open Source-Projekt im Januar 2014 in einer ersten Alpha an den Start gehen. Das Ziel? Eine moderne Web-Applikation für E-Mails, mit benutzerfreundlicher Integration von OpenPGP-Verschlüsselung und S/MIME-Zertifikaten.

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Nicht nur im Web soll das Tool laufen, auch auf USB-Sticks oder lokal soll der Betrieb möglich sein. Alle modernen Web-Techniken sollen zum Einsatz kommen, aber auch ältere Standards, wie das offene XMPP für Chats.  Auch sollen externe Entwickler Schnittstellen nutzen können, um ds Projekt anzupassen.100.000 Dollar benötigt man, über die Hälfte hat man bereits eingesammelt.

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Eigene, kurze Meinung: ich begrüße diese Initiativen. Ebenfalls würde ich es begrüßen, wenn Verschlüsselung einfacher realisiert würde. Für 95 % aller Benutzer ist Verschlüsselung von Dateien wie Mails und Co immer noch zu kompliziert. Diese Bastelwastel-Lösungen sind wenig Anwenderfreundlich, des Weiteren besteht das übliche Problem: Nutze ich die Verschlüsselung, muss mein Gegenüber eine Möglichkeit der einfachen Entschlüsselung bekommen.

Unter dem gleichen Problem leiden auch alternative Messenger wie Threema, Heml und Co. Selbst wenn ich diese Messenger nutze – wenig bis niemand in meinem Umfeld nutzt die Messenger, da anscheinend kein Bedarf besteht. Unsicher? Andere können mitlesen? Interessiert nicht, man „hat ja nichts zu verbergen“ und bei dem Austausch via Messenger steht „eh nur Unwichtiges“ drin.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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37 Kommentare

  1. @Matze.B: ich geh dafür zur Behöre hin und regel das vorort… der kram wird dann meist abgeheftet und gut… ich würd den Teufel tun und denen was per Mail schicken… auf ihre extrem versuchten PCs da… nein, danke, wirklich nicht.

  2. + ZITAT BEGINN + DinksterDink 10. August 2013 um 22:47 Uhr

    So, zurück zum Thema … was haltet ihr grundsätzlich von Mailpile? + ZITAT ENDE +

    Gutes Projekt! Nur leider bezweifele ich, daß es sich über Jahre halten wird. Es steckt nunmal kein Geld dahinter. Die paar Leute, die den Dienst betreiben machen das in ihrer Freizeit und sind auf Spenden angewiesen.

    Außerdem nutzt der private User ja heute kaum noch Mails zur Kommunikation. Eine Mail-Adresse haben viele Leute nur noch, um sich bei Facebook registrieren zu können, einen Gmail Account um diverse Apps nutzen zu können oder halt eine E-Mail Adresse um einmal im Jahr eine Bewerbung raus zuschicken.

    Kommunikation läuft heute über Facebook und WhatsApp, leider. Noch vor 4 Jahren habe ich jeden meiner Freunde per Mail erreicht. Heute habe ich nur noch mit 3 Leuten aus meiner 68-Mann/Frau Kontaktliste Mailkontakt.

    …Generation Facebook.

    Wenn die schon keine Mails zur Kommunikation nutzen, dann auch kein GPG und auch keinen Mailservice wie Mailpile.is der die Nutzung von GPG vereinfacht.

    Es gibt zwar hier und da immer wieder Aufschreie, wegen Datenschutz usw. Aber das ist meist nicht mehr, als auch mal die Fresse etwas aufzureißen um bei der temporären Empörung nicht außen vor zu sein.

    Natürlich muß man sich in Thunderbird/GPG/Enigmail erstmal einarbeiten. Jeder Interessierte kriegt das hin. Zur Not mit Hilfe von Tutorials oder durch Freunde. Und alle die, die meinen, es sei zu kompliziert, es aber doch nutzen „wollen“ … Davon hatte ich in letzter Zeit auch Leute, denen haben ich Mailvelope.com und/oder WebPG.org empfohlen. Nutzen tut es von denen aber letztendlich auch keiner.

    Anderes Beispiel: Ich habe vielen Leuten Startpage.com / DuckDuckGo.com als Ersatz für Google empfohlen. Nutzt keiner. Google ist halt cooler, angesagter oder was weiß ich.

    Es wird in Zukunft also zwei Arten von Web-Usern geben: Generation Facebook, die den Großteil stellt und eine kleine Minderheit, die keinen Bock auf Bespitzelung hat.

    Die zweite Gruppe wird immer wieder versuchen Dienste wie Mailpile.is aufzuziehen, die sie aber nicht lange halten können, da es an Geld und Interesse mangelt. Einzige Lösung, für die zweite Gruppe wäre ein Art Zusammenschluß sämtlicher „CCC’s“ weltweit, die im Rahmen einer Foundation solche Dienste betreiben und ausbauen. Aber auch hier geht nichts ohne Geld. Um sowas am Leben erhalten zu können, braucht es Leute mit Geld, Leute die mit „denen da oben“ noch eine Rechnung offen haben und Dienste wie Mailpile.is mit Geld und Ressourcen unterstützen. Leute wie Kim Schmitz (Kim Dotcom).

    United… Alle die Abtrünnigen und Generalverdächtigen… Anders geht’s auf Dauer nicht. Und man sollte sich auch nicht abmühen Generation Facebook mit solchen Angeboten zu überzeugen. Es interessiert sie nicht, sie scheißen auf das Angebot und auf alles abseits von Facebook, Google, WhatsApp und Smartphone. Sollen sie halt weiterhin Soylent Green fressen und irgendwann daran ersticken… Interessiert mich nicht…

    Vielleicht noch was zum Schluß: Ich verwette meine Arsch drauf, daß spätestens in 10 Jahren die private Benutzung von Verschlüsselungstools wie GPG/OTR/Truecrypt oder auch TOR und VPN gesetzlich verboten wird. IM Erika wird in Deutschland den Anfang machen, Brüssel wird nachziehen.

    Glaubt ihr nicht? Denkt mal dran, was man vor 10 noch alles nicht geglaubt hat 😉

    1984 war vorgestern.

  3. @Thorn: jap, genau so. Vollste Zumstimmung, schön geschrieben.

  4. @blabbblu

    Ha, vielen Dank für die Blumen 😉

  5. @Thorn: Danke für die stimmige Ausführung.

    Ja, ich mache leider in meinem Freundeskreis ähnliche Beobachtungen. Whatsapp-Zombies. Und die Unterhaltungen werden immer oberflächlicher … ich hab noch 3 Freunde, die sich komplett aus Facebook und ähnlichem raushalten. Mit denen schreib ich ausführliche Mails.

    Der CCC könnte doch bestimmt auch an solchen einfach Diensten interessiert sein. Könnte man sich vorstellen. Und „cool“ genug sind die doch, das man da mit aufspringen könnte. Und ausserdem gibt es beim CCC auch die richtigen Fachleute für.

    Ich glaube auch, das solche Tools bald als kriminell und illegal gelten werden.

  6. @blabbblu
    Und auf die abgehefteten Dokumente haben aber nicht zig Mitarbeiter Zugriff? Ausserdem werden normalerweise alle relevanten Daten dann ohnehin in die Datenbanken eingegeben ..
    Bringt also sicher überhaup nichts wegen vielleicht nur einem Dokument dort persönlich vorzusprechen.

  7. @Thorn
    Erzähle mir mal nur e i n e Alternative zu Google.

    Ich kann meine Wohnung natürlich auch mit Alufolie tapezieren und mich damit wohlfühlen .. 🙂 Wer das gerne machen möchte, viel Spass dabei.

  8. @Matze.B: DIE google Alternative ist definitiv „startpage.com“ – liefert Dir Google-Suchergebnisse ohne Deine IP zu speichern usw.

  9. @blabbblu
    Ich hab mir startpage.com/ixquick mal angeschaut:
    Also, die haben einen deutlich einfacher gestrickten Suchalgorithmus als Google, außerdem ist das (nur) ne Meta-Suchmaschiene.
    Wikipedia weiß u.a.:
    – Das Geschäftsmodell basiert auf dem Verkauf von kontextbezogener Werbung (Sponsoren-Ergebnisse)
    – Laut Selbstauskunft werden die Logdateien mit den anwenderbezogenen persönlichen Daten …

    Bedeutet für mich die Selbstdarstellung auf deren Seite ist auch nur die halbe Warheit, die kochen also auch nur mit Wasser.
    Surfboard Holding BV – dazu findet sich fast nichts im Netz, deren Seite funktioniert gleich gar nicht. Ein Impressum sucht man bei startpage.com vergeblich. An der Stelle deutlich weniger transparent als Google, tut mir Leid. Entspricht auch hier nicht der eigenen Selbstdarstellung.

    Alternative zu Google? Ich meine damit natürlich Google als ganzes, nicht nur deren Websuche. Da finde ich leider auch nichts weiter bei startpage.com als Web/Bildersuche. Google-Api scheinen die auch nicht zu nutzen, obwohl ja mit Google geworben wird. Also funktioniert hier leider auch nicht die Einbindung von Drittanbietern wie z.B. Evernote.
    Das ist insgesamt nicht viel besser als ca. 1997 als es noch kein Google gab dafür aber viele andere Anbieter …

  10. @Matze.B: dazu sage ich nur: „ausprobieren“ und danach bitte erst meckern… ich habe startpage.com seit wochen paralel zu google.com laufen… und ehrlich, nur sehr selten unterscheiden sich die suchergebnisse… probier’s aus, tut nicht weh…

  11. Ich habs ausprobiert, lies doch mal meinen gesammten Kommentar. Ich brauche keine Metasuche. Ich habs mir sogar etwas genauer angeschaut. Welchen Grund sollte ich da finden diese Suche zu benutzen wenn sie doch deutlich weniger bietet?
    Kaufst du dir ein Pferd nur weil dich das GPS in modernen Autos stört? Ich jedenfalls nicht .. 🙂

  12. @Matze.B: wielange? 1 Stunde, 2?.. viel länger kann’s ja nicht gewesen sein. Startpage liefert Dir die Ergebnisse die auch Google Dir liefern würde… – kA genau was daran nun „schlecht“ sein soll…!?

  13. ‚Startpage liefert Dir die Ergebnisse die auch Google Dir liefern würde‘
    Das ist nun mal falsch. Hab ich ja oben ausführlich erläutert.
    Lese einfach mal den Wikipedia Artikel.

  14. muss ich nicht, ich muss einfach beide paralell testen…

  15. @ blabbblu
    Leider muss ich Matze.B was Startpage angeht aber zustimmen. Ich habe vor 2 Wochen damit begonnen nach Alternativen zu US-Diensten in verschiedenen Bereichen zu suchen. Bei mir mag es wohl nicht so kompliziert zu sein wie bei anderen, da ich keine Mail-, Cloud- oder Sozialmedia-Dienste aus den USA nutze.
    In zwei Bereichen konnte ich aber keine ordentliche Alternative finden. Das eine ware die Google Suche. Ich habe Startpage eine Woche lang getestet, im Vergleich mit google.de ergaben sich aber leider immer schlechtere Ergebnisse.
    In einigen Fällen lag es an der Sortierung der Ergebnisse, relevantes erst am Ende der Seite oder auf der nächsten. Oder zu viele nicht relevante Ergebnisse, die mit dem eigentlich gesuchten nichts zu tun hatten.
    Leider stellt Startpage in der jetzigen Form noch keine Alternative dar.

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