macOS: Smart Backup 4.2 ist nun kostenlos

Es gibt unterschiedliche Backup-Programme auf den ganzen Plattformen. Viele macOS-Nutzer greifen sicher zur Sicherungsmöglichkeit via TimeMachine, allerdings gibt es auch Lösungen, die anders arbeiten (oder können) – denn vielleicht will man nicht immer das komplette System sichern.

SmartBackup verwendet eine eigene benutzerdefinierte Sync-Engine, die mehrere Leistungsvorteile gegenüber anderen Dienstprogrammen bietet, so der Entwickler. SmartBackup beginnt sofort mit dem Kopieren von Daten, während es parallel noch analysiert, was sich geändert hat.

Die Synchronisations-Engine von SmartBackup verwendet dann mehrere Threads, die Dateien parallel kopieren und so die schnellstmögliche Leistung aus eurem Speicher herausholen. Dadurch wird es deutlich schneller als andere Dienstprogramme beim Klonen von SSDs oder beim Synchronisieren zwischen schnellem RAID- oder SAN-Speicher.

SmartBackup ist ein einfach zu bedienendes MacOS-Dienstprogramm, um Ordner, Volumes oder einen bootfähigen Klon des Start-Volumes zu erstellen. Es unterstützt verschiedene Konfigurationen für mehrere Ziele, schließt aus, kann gelöschte oder geänderte Dateien archivieren und verfügt über eine integrierte Automatisierung – so werden geplante Backups ohne sichtbare Oberfläche des Programmes ausgeführt. Ganz nett ist, dass das Programm auch in deutscher Sprache zu haben ist.

Warum kostenlos? Der Entwickler äußert sich wie folgt: 

SmartBackup wurde erstmals 2007 veröffentlicht und war bis 2017 als kommerzielles Produkt erhältlich. Es war auch damals im Mac App Store erhältlich, solange dies noch möglich war, musste aber aufgrund der Einschränkungen der Sandbox entfernt werden.

Ich fand es auch immer schwieriger, die App auch außerhalb des App Stores zu vermarkten. Da ich all diese Arbeit in die App steckte und sie immer noch für meinen eigenen Gebrauch pflegen würde, entschied ich mich, etwas Neues auszuprobieren: Eines der von mir erstellten Dinge kostenlos zur Verfügung zu stellen und dabei eine völlig kostenlose App bereitzustellen, um einen Klon eines Mac-Startvolumes zu erstellen (und zu pflegen).

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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3 Kommentare

  1. Respekt für die Entscheidung, für mich allerdings ebensowenig nützlich wie TimeMachine: Man hat nicht die Möglichkeit, vernünftige In- und Excludes per Attribut-Matching zu definieren. Mein Rechner ist voll mit Docker-Maschinen, VM-Diskimages, Cache- und Tempordnern diverser Software, teilweise in versteckten Ordnern, verteilt über das ganze System.

    Das wird (mit anderer Software und aus anderen Gründen) bei vielen Benutzern so aussehen — mit einen Dateiauswahlbox, in der ich grafisch einen Ordner auswählen kann, kann ich nix anfangen. Eher bräuchte ich Pattern oder sogar RegExps über Pfad- und Dateinamen. Und was ist mit anderen Filtern wie auf Created, Modified, Permissions, Label, Owner, Group,…?

    Das Tool bringt mir nicht mehr als TimeMachine — und das sichert halt dann so seine 45 GB weg, und morgen wieder.

    Ganz früher hatte ich RetrospectBackup für sowas, aber das wurde schon vor fast einem Jahrzehnt kaputtverbessert.

    • Time Machine-Backups sind doch Deltas. Es werden nur veränderte Dateien gesichert. Disk Images kannst du als mitwachsendes Sparse Bundle erstellen. Dann sichert Time Machine nur die geänderten Chunks. Und Excludes gehen mit Time Machine auch. Sogar versteckte Ordner (im Finder und in Dialogen kannst du Shift-Cmd-. drücken um versteckte Dotfiles anzuzeigen).

      • Ne, das ist zu einfach gedacht. Images für Virtualisierungen z.B. für vagrant/VMware/Virtualbox sind fertige Boxen, die zieht man beim lokalen Deployment aus dem Netz. Sparsebundles sind ja nur für Macs, sowas gibt es da nicht, das sind normale Filesystem-Abbilder, wie man sie mit dd erstellt. Und die werden halt laufend verändert, wenn man sie bloß startet.

        Praktisch alles, was in solchen Projekten an Daten anfällt, landet innerhalb des Projektes. Natürlich kann ich mir versteckte Dateien anzeigen lassen, aber ich müsste geschätzt mehrere Dutzend Ordner händisch ausschliessen, und bei jedem Projekt neu dran denken, statt EINMAL einen Filter setzen zu können „TYPE=folder, name=*.vagrant“ und so weiter.

        Das ist jetzt MEIN Case.

        Der nächste knipst vielleicht hobbymässig und will *.DNG-Dateien exkludieren, weil er die zwar gern behält, sie zum Backuppen aber nicht wichtig genug sind.

        Der Dritte bearbeitet vielleicht GEoTIFF-Kartenmaterial und will „*.~“ nicht mitsichern — aber nur innerhalb von $HOME/Projects

        Der Vierte schneidet Filme — er will zwar alles sichern, aber bestimmen, dass das immer nur einmal morgens um 4 passiert.

        Und so weiter… jeder, der echte Datenmengen hat, wird das Problem kennen.

        TimeMachine ist bestimmt super für meine Mutter. Nix gegen SmartBackup, ich sehe nur die Pluspunkte gegen TimeMachine nicht. Aber eine richtig gute freie Software für Backups ist aus meiner Sicht beides nicht. Viel zu simpel.

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