Lookout: Googles „Sehhilfe-App“ bekommt neue Funktionen

Die App Google Lookout gibt es schon seit 2018. Die App möchte blinden und sehbehinderten Menschen im Alltag helfen. Lookout nutzt dabei maschinelles Sehen, um Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen oder einer Sehbehinderung dabei zu helfen, Aufgaben schneller und einfacher zu erledigen. Nun hat Google Neuerungen für die App angekündigt und offensichtlich steht sie nun auch bald in Deutschland zur Verfügung, denn Google kündigte die Unterstützung für die deutsche Sprache heute ebenfalls an. Als ich diesen Beitrag schrieb, war die App für mich allerdings noch nicht verfügbar.

Fünf Modi hat Lookout generell, zwei davon sind neu. So gibt es jetzt das noch in der Beta befindliche „Lebensmittel-Label“. Hiermit erkennt Lookout verpackte Lebensmittel schnell anhand des Etiketts – zusätzlich zum Barcode. Ebenso gibt es einen Scan-Modus. Man fotografiert eine Textseite und Lookout analysiert den Text und gibt diesen entweder vergrößert auf dem Display oder den Screenreader aus.

Lookout ist auf Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch und Spanisch verfügbar und kann auf allen Android-Geräten ab Android 6 mit mehr als 2 GB RAM genutzt werden.

Zwischen Lookout-Modi wechseln

Tippen Sie zum Wechseln des Modus unten auf dem Bildschirm auf einen Modusnamen. Wenn Sie TalkBack verwenden, müssen Sie doppeltippen.

Vorlesemodus

Standardmäßig startet Lookout im Vorlesemodus. Richten Sie die Kamera auf einen beliebigen Text. Diesen Modus können Sie beispielsweise zum Sortieren von E-Mails oder zum Lesen von Schildern verwenden.

Wenn der Text nicht verständlich ist, drehen Sie das Gerät zwischen dem Querformat und dem Hochformat oder holen Sie den Text näher heran oder halten Sie ihn weiter weg.

Erkundungsmodus (Beta)

Bewegen Sie die Kamera um sich herum, um zu hören, was sich alles in Ihrer Umgebung befindet, wie z. B. Objekte und Text.

Hinweis: Der Erkundungsmodus befindet sich noch in der Betaphase und ist im Vergleich zu anderen Modi nicht so genau.

Lebensmittel-Label-Modus (Beta)

Lookout kann Barcodes scannen oder die Vorderseite eines verpackten Lebensmittels erkennen. Halten Sie das Produktlabel vor die Kamera und drehen Sie es langsam.

Hinweis: Der Lebensmittel-Label-Modus ist derzeit nur in bestimmten Ländern verfügbar. Wenn Sie diesen Modus zum ersten Mal auswählen, folgen Sie der Aufforderung zum Herunterladen zusätzlicher Daten. Mit diesem Download, der bis zu 250 MB groß ist und rund 5 Minuten dauert, kann der Lebensmittel-Label-Modus Lebensmittellabels erkennen, Ergebnisse schneller abrufen und offline arbeiten.

Modus zum Scannen von Dokumenten

Mit diesem Modus können ganze Textseiten gelesen werden. Halten Sie das Gerät hochkant und bewegen Sie es langsam. Sie erhalten von Lookout eine Echtzeit-Anleitung zur Aufnahme eines Bildes des gesamten Dokuments.

Sie können auch die Schaltfläche „Snapshot erstellen“ nutzen, um den erfassten Text zu lesen. Manchmal lässt sich ein Snapshot mit Lookout besser lesen als mit einer Live-Kameraansicht.

Währungsmodus (nur für US-Dollar)

Richten Sie die Kamera auf jeweils nur eine Rechnung.

Hinweis: Der Währungsmodus unterstützt nur die US-Währung und erkennt noch keine Münzen.

Lookout von Google
Lookout von Google
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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6 Kommentare

  1. Im Playstore (Deutschland) kommt der Hinweis: „Dieser Artikel ist in deinem Land nicht verfügbar“.

  2. M.E. eine reine PR-Aktion. Google tut kaum etwas, um die Kern-Barrierefreiheit von Android und die Funktionalität des Screnreaders Talkback zu verbessern. Auch die Barrierefreiheit anderer Produkte, die ich für meine Arbeit benötige wie Docs oder die Search Console sind gelinde gesagt ausbaufähig.

    • Es ist vielleicht keine reine PR-Aktion, sondern Antwort auf die Konkurrenz. Aber der Aussagge, dass hinsichtlich Barrierefreiheit bei Google noch Lichtjahre zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegen, stimme ich voll und ganz zu!

  3. DA sieht man dann auch wie ungenau der Google übersetzer ist : „Währungsmodus (nur für US-Dollar)
    Richten Sie die Kamera auf jeweils nur eine Rechnung.“ wurde übersetzt , wo „Rechnung“ als deutsches Wort gewählt wurde steht wol „bill“ im englischen , das müßte aus dem context heraus aber als „Banknote“ übersetzt werden smile . Bin dann ja mal gespannt wie genau da die objekterkennung arbeitet … hoffentlich genauer und besser auf den context abgestimmt.

  4. Ist jetzt in Deutschland verfügbar. Das Programm ist noch sehr weit von praktischer Nutzbarkeit entfernt. Es werden nur sehr wenige Lebensmittel erkannt und auch die umgebungserkennung ist kaum sinnvoll nutzbar. Die Texterkennung (vorlesen) Würfelt den Text ziemlich durcheinander. Selbst simple Dinge wie einen Kassenbon werden völlig chaotisch vorgelesen so dass man nicht erahnen kann dass es sich um einen Kassenbon handelt.

  5. Ich nutze die app schon seit über einem Jahr und finde sie im Alltag ziemlich hilfreich. Die Live-OCR funktioniert offline und die Erkennungsrate ist überraschend gut, dafür das man das Smartphone in der Hand hält. Längere Texte lassen sich damit prinzipbedingt schlecht lesen, aber Etiketten, Aufschriften auf Lebensmittelpackungen oder Bildschirme lassen sich damit recht gut lesen.

    Die Barcodeerkennung kennt hierzulande viele Produkte nicht, darum bin ich schon gespannt auf die erweiterte Produkterkennung.

    Insgesamt kann ich die schlechten Kommentare hier nicht nachvollziehen. Natürlich gibt es noch viel Raum zur Verbesserung, aber insgesamt finde ich Lookout schon ziemlich hilfreich und es ärgert mich um so mehr, daß die App trotz deutscher Lokalisierung im Play Store künstlich auf die USA und dort auch nur auf Pixel-Smartphones beschränkt wird, obwohl sie für mich in Deutschland schon lange gut funktioniert, auch schon auf meinem zuvor genutzten BQ Aquaris X Pro. Nur gut, daß Android in vielen Fällen zumindest Wege aus der Bevormundung bietet.

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