Kurztest Reolink Argus Pro

Vor etwas über einem halben Jahr konnte ich euch bereits die Argus 2 von Reolink vorstellen, eine WLAN-Kamera, die sich sowohl als Außen- als auch Innenkamera verwenden lässt und durch das optional erhältliche Solarpanel sogar völlig unabhängig von einer Stromquelle oder der Not, regelmäßig den Akku aufladen zu müssen, operieren kann.

Reolink hat uns nun allerdings auch die Argus Pro für einen Test zukommen lassen und ich muss gestehen, dass ich anfangs durchaus noch sehr gehyped war, immerhin funktionieren die Cams des Herstellers ausgesprochen gut und der Zusatz “Pro” klang dann doch zu verlockend. Dennoch sei bereits an dieser Stelle gespoilert: Wer hier wirkliche Unterschiede zur Argus 2 erwartet, kann mit dem Lesen direkt wieder aufhören. Diese gibt es schlichtweg bis auf zwei marginale Änderungen nicht!

Warum ich mich dennoch zu einem Kurztest breitschlagen lasse, obwohl die WLAN-unabhängige Reolink Go deutlich interessanter gewesen wäre? Weil ich mir denke, dass wir so zumindest alle drei Modelle – Reolink Argus, Reolink Argus Pro und Reolink Argus 2 – mit einem Statement abdecken können und der eine oder andere kaufinteressierte Leser so für sich wesentlich einfacher entscheiden kann, welches Modell für ihn das richtige ist.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei der Reolink Argus Pro zu 99 Prozent um das exakt selbe Gerät wie die Argus 2. Das schlägt sich nicht nur in den Spezifikationen nieder, sondern erübrigt an dieser Stelle auch, einen umfangreichen Testbericht verfassen zu müssen, da ich hier ruhigen Gewissens auf meinen Test der Argus 2 verlinken darf. Doch worin unterscheiden sich die beiden Kameras denn nun eigentlich? Immerhin soll die Argus Pro laut Hersteller knapp 99 Euro kosten, die Argus 2 immerhin 129 Euro.

Zum einen fehlt es dem Lieferumfang der Argus Pro an der magnetischen Wandhalterung. Ihr liegt lediglich die Schraublösung als Halterung für die Außenmontage bei. Warum der Hersteller hier nun wirklich auf die Zugabe verzichtet, erschließt sich mir aus Käufersicht einfach nicht.

Immerhin lässt sich die Cam auch durchaus im Innenbereich anwenden und die Magnethalterung böte wie auch bei der Argus 2 und der ursprünglichen Argus die Flexibilität, die Kamera nicht nur simpel drehen zu können, sondern vor allem den Akku auch schnell mal laden zu können, wenn man nicht gerade auf das optionale Solarpanel setzt.

So bleibt euch nur die Lösung, die Argus Pro auf die Schraubhalterung zu montieren und im Idealfall die Sonne mit dem Aufladen des Akkus zu beauftragen. Das Panel kostet dann allerdings noch einmal knapp 30 Euro extra. Was die Argus Pro dann außerdem noch zur Argus 2 unterscheidet ist die Nachtsicht-Funktion. Der sogenannte Sternenlicht-Sensor ist nämlich derzeit ausschließlich der Argus 2 vorbehalten, die Argus Pro kommt noch mit einem “einfachen” Nachtsichtsensor daher, der dennoch bis zu 10 Metern Reichweite verspricht (die er auch locker schafft) und auch an der Personenerkennung (PIR) ändert sich dadurch des Nachts nichts. In meinem Test reagierten beide Kameras gleich gut und schickten eine entsprechende PIR-Benachrichtigung auf mein Handy.

Optik, Verarbeitung und natürlich auch die verbundene App – alles gleich. Von daher möchte ich mich auch schon jetzt zu einem Fazit hinreißen lassen: Wer von euch Interesse an der Argus-Reihe von Reolink hat und die Kamera auch wirklich außen einsetzen will, der kann getrost zur Argus Pro zuzüglich Solarpanel greifen. Ohne letzteres hält der Akku bei aktiviertem Sensor und regelmäßiger Aufzeichnung/Sichtung über die App nur eine vergleichsweise kurze Dauer durch, von den kalten Monaten mal ganz abgesehen.

Der Aufpreis zur Argus 2 lohnt aus meiner Sicht aber mal so gar nicht, dann schon eher die Reolink Go für knapp 250 Euro, die dann aber auch völlig ohne WLAN dank integrierter SIM-Karte funkt und eine deutlich längere Akkulaufzeit bieten soll. Jene soll ab Mitte November dieses Jahres verfügbar werden.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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