Kino 2023: Universal übertrumpft Disney

In den letzten Jahren hatte Disney das Glück, bei den weltweiten Einspielergebnissen im Kino stets vorne zu liegen. Das lag auch an den erfolgreichen Marken Marvel und Star Wars. Doch 2023 hat sich das Blatt gewendet. So musste Disney mit „The Marvels“ einen waschechten Marvel-Flop hinnehmen und auch „Ant-Man and the Wasp: Quantumania“ blieb, wie auch andere Filme des Studios, wie „Geistervilla“, hinter den Erwartungen zurück. Die Folge: Universal konnte 2023 Disney nach jahrelanger Dominanz bei den Einspielergebnissen vom 1. Platz verdrängen.

Falls ihr euch fragt, welche Filme Universal Pictures vorangebracht haben: „Der Super Mario Bros. Film“, „Oppenheimer“ von Christopher Nolan und auch der Überraschungshit „M3gan“ waren große Erfolge für das Studio. Insgesamt konnte Universal mit 24 im Jahr 2023 veröffentlichten Filmen im Kino Einspielergebnisse von rund 4,907 Mrd. US-Dollar erreichen.

Disney wiederum brachte es auf 17 neue Filme, bei denen sich Flops wie „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ mit Hits wie „Guardians of the Galaxy Vol. 3“ abwechselten. Insgesamt konnte man so im Kino Einspielergebnisse von 4,827 Mrd. US-Dollar erreichen. Es ist nun das erste Mal seit dem Jahr 2015, dass Disney bei den weltweiten Kino-Einspielergebnissen nicht Platz 1 erreichen konnte.

Jedoch schläft das Marketing nicht und verweist darauf, dass man auch weniger Filme als Universal ins Kino gebracht habe. Allerdings: Keiner der drei erfolgreichsten Filme des Jahres 2023 stammt von Disney. Vielmehr sind das die Filme „Barbie“ (1,4 Mrd. US-Dollar, Warner Bros.), „Der Super Mario Bros. Film“ (1,3 Mrd. US-Dollar, Universal) und „Oppenheimer“ (950 Mio. US-Dollar, Universal). Sieht man von den Pandemie-Jahren 2020 und 2021 ab, dann ist es zudem das erste Mal seit 2014, dass kein Film von Disney die Marke von 1 Mrd. US-Dollar bei den weltweiten Einspielergebnissen knacken konnte.

Für Disney ist zudem ein Problem, dass viele der hauseigenen Filme horrende Budgets von 200 bis 250 Mio. US-Dollar verschlingen. Deswegen müssen sie auch hohe Summen einspielen, um Gewinne einzufahren. Schließlich kommen zu jenen Kosten noch Marketing-Ausgaben sowie die Anteile, welche die Kinobetreiber einbehalten.

Im Übrigen konnte Warner wohl 2023 rund 3,84 Mrd. US-Dollar mit seinen Kinofilmen an Einspielergebnissen erzielen, während Sony und Paramount wohl bei jeweils etwa 2 Mrd. US-Dollar stehen.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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5 Kommentare

  1. Ich schlage vor, Bob Iger als Belohnung für diese Fehlleistungen einen Millionenbonus zu zahlen. Das ist ja die irre Systematik in dieser Branche.

  2. Kein Wunder. Den ganzen Marvel-Quatsch kann man sich inzwischen ja gar nicht mehr geben…
    Quantität statt Qualität.

    • Wird halt alles nach Schema F produziert und nichts mehr gewagt. Marvel hat einige Storys die einen guten Film ergeben würde.

  3. Wundert mich auch nicht, irgendwann ist ein Thema (Marvel/Star Wars) eben mal auserzählt.
    Ich habe mir grade an Silvester über Disney + den 5. Indy angesehen – und finde den richtig gut.

    Als Kind der 80er bin ich mit den Streifen aufgewachsen und der 5. Film ist meiner Meinung nach unter den Top 3 der Serie. Meine Liste ist: Indy 1, dann 3, dann 5, dann 2 und als letztes 4. Ich mag „Tempel des Todes“ einfach nicht. :-).

  4. Na, ich kann nur hoffen das der Hype um diese komischen Superheldenfilme nun endlich vorbei ist. Man konnte sich dem Hype ja über Jahre nicht wirklich entziehen. Überall ständig die News über die neusten „Werke“ und „Skandale“. Ermüdend…

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